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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Sportschießen: Mit pochendem Herz die Zehn getroffen

24.02.2017

Oldenburg Sein Herz pocht stark. Der kleine schwarze Punkt, den er mit dem Luftgewehr anvisiert, wackelt etwas mehr als sonst. Langsam erhöht er den Druck an seinem Zeigefinger. Pling. Er hat den Schuss ausgelöst. Der Bildschirm zeigt einen gelben Punkt. Knapp eine 9,8.

„Das kann ich besser“, weiß Maximilian. Der 17-Jährige nimmt das Gewehr in den Anschlag. Er ist immer noch aufgeregt, aber ganz fokussiert. Pling. Ein roter Punkt leuchtet auf: eine Zehn. Besser geht es nicht. Diesmal hat der Nachwuchsschütze alles richtig gemacht.

Zwei Goldmedaillen

Maximilan Götz wohnt in Oldenburg und macht eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik. Er betreibt den Schießsport seit er zwölf Jahre alt ist. „Mein Papa hat mich mit zum Schießen genommen“, erinnert er sich. Schnell war seine Leidenschaft für den Sport geweckt. Bereits ein Jahr später qualifizierte er sich für die Deutschen Meisterschaften in München-Hochbrück – mit der Luftpistole.

Heute schießt Maximilian mit dem Luftgewehr auf die zehn Meter entfernte Scheibe – mit großem Erfolg. Bei den Bezirksmeisterschaften in Etzhorn setzte er sich mit deutlichem Abstand von 18 Ringen vor seinen Konkurrenten durch. Auch einige Medaillen bei der Landesmeisterschaft sowie drei Teilnahmen an der Deutschen Meisterschaft kann der 17-Jährige bereits für sich verbuchen.

Der Starter vom Ohmsteder Schützenverein siegte mit 380 von 400 möglichen Ringen in der Altersklasse Junioren B. Ben Sander aus seinem Team landete mit 361 Ringen auf Rang drei.

Jannis Frers, ebenfalls vom Ohmsteder SV, sicherte sich mit 386 Ringen Platz eins bei den Junioren A. Mit 1127 Ringen holten sich die drei Oldenburger in der Mannschaftswertung Gold.

Pling. Ein Blick auf den Bildschirm verrät Maximilian, dass er eine Acht geschossen hat. Er ärgert sich. Dabei hatte er sich intensiv auf den Wettkampf vorbereitet. Er hat das ganze Jahr über zwei Mal in der Woche beim SV Tell Wechloy und beim Ohmsteder SV trainiert. Am Tag des Wettkampfs sind Cola, Kaffee und Currywurst verboten, vorher gibt es keine Partys. „Ich versuche alles zu vermeiden, was mich unruhig macht“, sagt er.

Ziel erreicht: 380 Ringe

Das heißt auch, dass seine Familie und seine Freundin nicht hinter ihm stehen dürfen. Trotzdem schaut sein Vater Andre Götz unauffällig, wie sich sein Sohn schlägt. Er ist bei jedem Wettkampf dabei – wenn er nicht selbst schießt.

Maximilian legt das Gewehr ab, zieht den Schießhandschuh aus. Er verlässt den Stand. Er bespricht sich mit seinem Trainer Udo Reiners Näther. Dann geht es weiter. Noch zehn Schuss.

Maximilian drückt das letzte Mal ab. Pling. Eine Zehn. 380 Ringe. Der ehrgeizige Jugendliche hat sein Ziel erreicht. Er verlässt den Stand. Dort wartet sein Vater auf ihn. Anerkennend klopft er ihm auf die Schultern. „Gut gemacht“, sagt er voller Stolz. Maximilan grinst. „Sportschießen ist für meinen Vater und mich so eine Vater-Sohn-Sache“, sagt er. Die Zeit auf dem Schießstand gehört nur den Beiden.

Als Maximilian seine zweite Goldmedaille um den Hals gehängt bekommt, strahlt er. Sein Herz pocht erneut stark – diesmal vor Freude.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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