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Vfb Oldenburg: Mit Schulterblick auf der Überholspur

01.03.2017

Oldenburg Die Hiobsbotschaft, dass VfB-Torgarant Daniel Franziskus aufgrund einer Meniskusverletzung schon an diesem Mittwoch in Duisburg operiert und vier bis sechs Wochen lang ausfallen wird, hätte Pascal Richter nun wahrscheinlich einen Platz in der Offensive des Fußball-Regionalligisten garantiert – aber es spricht durchaus einiges dafür, dass der Tempodribbler im Nachholspiel der Oldenburger an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig II trotzdem wie geplant als Rechtsverteidiger aufläuft.

„Wir wissen noch nicht, wie wir das akut auffangen“, sagte Sportdirektor Ralf Voigt am Dienstagabend, nachdem der Ausfall von Franziskus, mit zwölf Treffern Vierter der Torjägerliste, offiziell war. Als offensive Alternativen bieten sich Moritz Waldow, Conrad Azong und eben Winter-Zugang Richter an.

Letzterer war in den ersten Ligaduellen im neuen Jahr gegen ULM Wolfsburg (3:3) und Weiche Flensburg (1:2) jeweils erster Einwechselspieler gewesen. In der vergangenen Woche probierte VfB-Coach Dietmar Hirsch den 20-Jährigen aber als neuen Rechtsverteidiger aus, weil Andreas Pollasch wegen Joshua Adomakos Formschwäche als Innenverteidiger gebraucht wird und Frederik Lach (fällt noch etwa vier Wochen aus) wie Laurel Aug (wieder im Lauftraining) noch fehlt.

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Es ist eher fraglich, dass Hirsch im Duell bei der als Tabellen-16. um dem Klassenerhalt kämpfenden Zweitliga-Reserve aus Braunschweig doch wieder auf Adomako baut. Wahrscheinlicher ist der Einbau von Azong oder Waldow in die Offensive, so dass Richter wie angedacht und trainiert hinten rechts verteidigen kann.

„Als Fußballer will man natürlich spielen – natürlich am liebsten von Anfang an“, meinte der 20-Jährige, bevor er vom Ausfall von Franziskus erfuhr. Eigentlich sollte er schon am Sonntag in Rehden sein Startelf-Debüt in der Regionalliga feiern, wurde durch den Spielausfall aber etwas ausgebremst.

„Wahrscheinlich war es ganz gut, dass 90 Minuten ausprobieren zu können“, sagte Richter mit Blick auf den kurzfristig anberaumten Test gegen Dinklage. Der Tempodribbler war beim 7:3 gegen den Landesligisten einer von drei Feldspielern, die von Anfang bis Ende auf dem Feld standen. Auch Nebenmann Pollasch, der an der Seite von Henri Aalto im Zentrum agierte, und der davor im defensiven Mittelfeld postierte Muhittin Bastürk spielten durch.

„Aus einem Angreifer kannst du immer einen Verteidiger machen – anders herum ist das schwierig“, sagte Hirsch dazu, den im Winter für die offensiven Außenbahnen geholten Richter zum Außenverteidiger zu machen.

Den Part hinten rechts habe er aushilfsweise schon in der U-15-Zeit beim VfB gespielt, erinnert sich Richter, der nach den Stationen VfL Osnabrück (2012/2013 in der U 17), Bayer Leverkusen (2013 bis 2015 in der U 19) und wieder Osnabrück (2015 bis Ende 2016) in diesem Winter zurückgekehrt war.

„In Osnabrück habe ich auch als Rechtsverteidiger trainiert“, erklärte Richter, der gegen Flensburg schon in Minute 37 für Adomako kam. Da hatte Hirsch Thorsten Tönnies in die Viererkette zurückbeordert. Ohne die Dynamik und das Spielverständnis des Kapitäns stotterte jedoch der Angriffsmotor. Durch den Ausfall von Franziskus, der sich die Verletzung in der Anfangsphase des Dinklage-Tests zugezogen, aber bis zur 62. Minute weitergespielt hatte, wird Tönnies in der Offensive noch unentbehrlicher.

Hirsch dürfte also wohl beim Plan bleiben, Richter in der Viererkette aufzubieten. „Der offensive Part ist für ihn natürlich gar kein Problem“, meinte der Trainer: „Auch in der Defensive hilft ihm seine Schnelligkeit – zudem ist er ein sehr aufmerksamer Spieler, der per Schulterblick auch das wahrnimmt, was in seinem Rücken passiert.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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