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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

So schön können Dreck und Strapazen sein

07.09.2015

Oldenburg Man muss wohl ein „echter Kerl“ sein, wenn man bei dem Airborne-Fit-Run-Wettkampf mitmachen will – auch als Frau. Wer am Sonnabend den Standortübungsplatz in Bümmerstede vor dem Rennen betritt, sieht in entspannte Gesichter, die Outfits zeigen Designs sportlicher Marken, die Organisatoren zeigen geschäftiges Treiben. Alles läuft. Einige machen noch ein paar Aufwärmübungen unter Anleitung von Frank Feldhus. Teams puschen sich in Stimmung. Es geht auch beim fünften Airborne-Fit-Run-Wettkampf nicht allein um „höher, schneller, weiter“.

Frank Wilke ist eigentlich passionierter Marathonläufer. „Irgendwann wurde mir das zu langweilig, und ich wollte mit meinen Leistungen etwas in die Breite gehen“, beschreibt er seinen Wunsch, seine Geschicklichkeit bei den einzelnen Stationen des zehn bzw. 20 km Kilometer langen Parcours auszuprobieren.

Nicht erst beim „Loch“ ist aber der Chic der Designer-Outfits dahin, und die Gesichter zeigen deutliche Spuren der Strapaze. Das „Loch“ ist der Publikumsmagnet. Zuerst robbt man zehn Meter durch weichen Sand, bevor man unerwartet in ein etwa 1,40 Meter tiefes Wasserloch fällt, um sich dann an der glatten „Gummiwand“ rauszuziehen.

An die Sandsäcke

Für die „Shorties“ (10 km) ist es die vorletzte Station. Jetzt sind nur noch die Sandsäcke dran. Die Männer müssen zwei schleppen, die Frauen werden mit einem Sandsack „bevorzugt behandelt“. Aber vorher mussten alle noch fünf Meter „hangeln“, um nicht ins Schlammbad zu fallen, über quer liegende Bäumstämme laufen, brusthohe Mauern überspringen, kilometerweit dicke Autoreifen schleppen, durch knöcheltiefe Wasser krabbeln und zehn unterschiedliche Hürdenhöhen bezwingen. Viele haben das auf der „Classic-Strecke“ sogar im „Doppelpack“ über 20 km auf sich genommen. Frank Wilke hat sich nach eigenen Angaben darauf gefreut „wie ein Kind auf Weihnachten“.

Alle Bilder von dem Hindernisslauf finden Sie hier

Die „Beta-Blocker“, fünf Soldaten zwischen 20 und 35 Jahre alt aus Wilhelmshaven, hatten die Idee, sich zusammen zu tun „und aus Spaß an der Freude mitzumachen“, wie Hauptfeldwebel Stefan Zagotsis erzählt. „Wir sind gleichzeitig ans Ziel gekommen und sind überglücklich“, so Zagotsis. Die Soldaten sind wie alle Teilnehmer der Meinung, dass die Airborne-Fit-Run-Veranstaltung vom Teamgeist beherrscht wird.

Pia Meyer ist mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin und Gerhard Scholz mit 71 Jahren der älteste Teilnehmer. Gabriele Nießen, Oldenburgs Baudezernentin, gibt den Startschuss. „Ein großes Ereignis für die Stadt und eine hervorragende Möglichkeit, Menschen zusammenzuführen und gemeinsam für den Sport da zu sein“, erklärt sie.

Für den stellvertretenden Vorsitzenden von Airborne-Fit-Run e.V., Hartmut Moldt, steht der gute Zweck bei dieser Veranstaltung im Vordergrund. „Der Reinerlös geht in diesem Jahr je zu einem Drittel an den Naturschutzbund (Nabu), an die Bahnhofsmission, und als Dank für die Nutzung des Standortübungsplatzes Bümmerstede wird ein Teil einem soldatischen Zweck zugeführt“, so Moldt. Auch der familiäre Charakter soll erhalten bleiben, denn „mit über 500 Teilnehmerinnen ist die Grenze erreicht“.

Wieder „salonfähig“

Am Ende ist dann das private Feuerwehrauto Typ TRO-TLF 16 von Reiner Trosiener (Vorsitzender des Vereins) und Lars Hustede aus dem Bestand der alten Feuerwehr in der Auguststraße im Einsatz, um die „verschmutzten Leiber“ wieder „salonfähig“ zu machen. „Die Leute freuen sich, wenn sie wieder ordentlich sauber abgespritzt werden“, sagt Hustede.


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