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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Ein Vampirtrip mit Hindernissen

19.09.2018

München Es war eine Deutsche Jugend-Meisterschaft mit Hindernissen für die Voltigiererinnen von der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO): Nur eine Woche vor Start im Münchner Olympiareiterstadion brach sich Juniorteam-Mitglied Lily Warren im Training den Mittelfinger – ihr Aus für die Starts im Doppelvoltigieren mit Maribel Oschkenat und mit dem Team. „So kurzfristig hatten wir keinen Plan B“, blickt Longenführer Sven Henze zurück und ergänzt: „Wir haben ernsthaft überlegt, die Teilnahme abzusagen.“

Zwei Trainingseinheiten zum Üben

Doch nach Rücksprache mit Landestrainer Helmut Koop gab es zumindest eine Alternative für das Team: Hanna Schröder aus Dinklage, die in München in der Disziplin Einzel starten sollte, durfte beim RFO einspringen. „Ganze zwei Trainingseinheiten hatten wir Zeit, die Übungen entsprechend umzustellen“, erzählt Henze.

Und so liefen am ersten Wettkampftag Jannika Ratzke (18), Maribel Oschkenat (18), Mia Bury (10), Milla Warren (10), Hanna Schröder (18) und Lina Holzkämper (16) in die Olympiahalle ein, um den ersten Part des Turniers – die Pflicht – auf Erfolgspferd Capitano zu turnen. „Zufriedenstellend, aber keine Optimalleistung“, resümiert Henze. So landeten die Oldenburgerinnen zusammen mit dem Filsumer Team auf Platz 15.

Insgesamt hatten 21 Teams aus allen Landesverbänden Startbereitschaft erklärt, darunter auch der amtierende Europameister aus Nordheim (Bayern). Die 15 besten Teams nach Pflicht und Kür durften am Sonntag im Finale starten.

Auch wenn nach der Pflicht die Qualifikation für das Finale nicht sicher war, zeigten sich die Mädchen zuversichtlich, da sie in der vergangenen Saison mit ihrer „Tanz der Vampire“-Show hohe Kürnoten einheimsen konnten.

Doch bevor die „Vampirschwestern“ überhaupt „zubeißen“ durften, verletzte sich Schröder bei ihrem Einzel-Start so stark, dass sie den Wettkampf abbrechen musste. „So viel Pech kann ein Team eigentlich gar nicht haben“, sagt Henze.

Nichts zu verlieren

Kurzfristig wurde erneut über ein Aufgeben nachgedacht. Grundsätzlich ist es zwar erlaubt, mit nur fünf Teilnehmerinnen zu starten, wenn die sechste verletzungsbedingt ausscheiden musste, aber es gibt hohe Abzüge in der Gestaltungsnote.

Doch die Voltigiererinnen waren sich schnell einig: „Zu verlieren haben wir nichts mehr – und wenigstens einmal wollten wir noch gemeinsam einlaufen“, bringt es Oschkenat auf den Punkt.

Und mit dieser Einstellung gelang es der Mannschaft, das Unmögliche möglich zu machen und ein Ticket für das finale Kräftemessen zu lösen. Jubelnder Applaus, ein paar heimliche Freudentränen und eine verdiente Finalteilnahme waren das Ergebnis.

Blick nach vorn

Am Sonntag legte das fünfköpfige Juniorteam noch eine Schippe drauf und verbesserte trotz der hohen Abzüge die Kürnote von 6,99 auf 7,19. In der Endwertung blieb es bei Platz 14. Capitano heimste die zweithöchste Pferdenote an diesem Finaltag ein.

„Damit sind wir mehr als zufrieden und blicken gespannt nach vorn“, resümiert Henze. Denn: Ende September stehen als Saisonabschluss noch die Norddeutschen Meisterschaften in Hohenhameln (Landkreis Peine) an – dann hoffentlich mit sechs gesunden Vampirschwestern und einem topfitten Capitano.

Katja Lüers Redakteurin / Redaktion Westerstede
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