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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Nationalteams beflügeln starke Frauen

25.02.2017

Oldenburg Überflieger in ihren jeweiligen Sportarten sind sie alle – deshalb tragen die drei der insgesamt fünf Kandidatinnen zu Oldenburgs Sportlerin des Jahres, die diesmal vorgestellt werden, auch den Adler auf der Brust. Madita Kohorst kann mit ihren 20 Jahren zwar noch keine Einsätze in der Handball-Nationalmannschaft der Frauen nachweisen, gehört aber zum erweiterten Kader und trug im vergangenen Jahr in der U 20 die deutschen Farben. Floorballerin Maureen Li (25) hat dagegen schon im Nationaltrikot gespielt, Ju-Jutsuka Verena Rücker (24) Deutschland sogar bereits auf der großen Turnierbühne repräsentiert.

Vierte der Juniorinnen-WM

Für Madita Kohorst hatte es im Dezember bei der Handball-Europameisterschaft in Schweden noch nicht ganz gereicht. Die Torhüterin vom VfL Oldenburg war von Nationalcoach Michael Biegler zwar in den erweiterten Kader berufen worden, wurde aber kurz vor dem Turnier gestrichen. Der Bundestrainer hat sie für die Heim-Weltmeisterschaft in diesem Jahr auf dem Zettel, wie die Nominierung zeigte.

Bei einem internationalen Großereignis war die 20-Jährige 2016 trotzdem dabei. Mit der U-20-Auswahl belegte die 1,85-Meter-Frau den vierten Platz bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft.

„Die Wand“, wie Kohorst bei den Heimspielen angekündigt wird, treibt ihre Gegenspielerinnen bei den Partien des VfL Oldenburg in der Bundesliga regelmäßig zur Verzweiflung. Seit sie 2013 aus ihrer Heimatstadt Dinklage an die Hunte gekommen ist, hat sie einen rasanten Aufstieg hinter sich. Inzwischen bekommt die 20-Jährige hinter der bisher etatmäßigen Nummer eins immer mehr Einsatzzeiten und ist auf dem besten Weg, Julia Renner den Rang abzulaufen.

In Oldenburg ist Kohorst fest verwurzelt und studiert auf Lehramt an der Universität. Das weckt auch Hoffnungen, dass das Talent noch einige Jahre den Oldenburger Bundesligisten bereichern wird, während anderer Spielerinnen nach der angekündigten Kürzung von Sponsorengeldern sicher gehen werden. Die Torhüterin findet beim VfL beste Voraussetzungen, sich weiterzuentwickeln.

Floorball als Passion

Seit einem guten Jahrzehnt geht Maureen Li ihrer Passion, dem Floorball, nach. Geläufiger könnte jedoch die Bezeichnung Uni-Hockey sein, von der im Schulsport Gebrauch gemacht wird. „Floorball ist eben durch die Schule und unter anderem Namen bekannt“, berichtet die 25-Jährige und fügt an: „Es ist eher ein Breitensport.“ Die Nominierung für die NWZ-Sportlerwahl hat sie überrascht, weil sie weniger im Rampenlicht steht. „Ich fühle mich sehr geehrt, habe mich aber auch gewundert“, sagt Li mit einem Schmunzeln.

Seit 2012 geht sie für den TuS Bloherfelde in der Regionalliga auf Torejagd. Riesig gefreut hat sie sich über die Chance in der Nationalmannschaft, in der die 25-jährige Pädagogikstudentin im vergangenen Jahr ihr Debüt feiern durfte. „Vor allem die internationale Härte und die taktische Weiterbildung zeichnen Spiel und Vorbereitung aus“, berichtet Li von ihren Erfahrungen aus dem A-Kader. Das große Ziel sei es, auch 2017 wieder in die Auswahl berufen zu werden und möglichst auch an der Floorball-WM teilzunehmen. Diese findet im Dezember dieses Jahres in der Slowakei statt.

Die Nominierung für die Sportlerwahl ist für Li eine Möglichkeit, ihrer Sportart zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. „Es ist eine gute Chance zu zeigen, wie spannend Floorball ist“, sagt sie: „Dafür bin ich auch sehr dankbar, dass man aufmerksam auf den Sport macht.“

WM in Kolumbien als Ziel

Die Teilnahme an einer WM ist auch das Ziel von Verena Rücker. Die 24-jährige Ju-Jutsuka will sich mit der Nationalmannschaft im November in Kolumbien mit den Besten der Welt messen. Eine Nominierung muss sich die Gesundheits- und Krankenpflegerin allerdings hart erarbeiten. „Das wird schon schwer, an dem Turnier teilzunehmen“, sagt Rücker ehrlich: „Um nominiert zu werden, müssen die Ergebnisse und auch der Auftritt in den Kämpfen stimmen.“

Möglichkeiten, sich zu beweisen, bieten sich für Rücker genug – im Juni findet die EM in Bosnien statt, nach Paris wird die Weltenbummlerin in diesem Jahr auch noch für ein Turnier reisen. Auf Vereinsebene machte Rücker schon oft genug auf sich und ihren Polizei SV aufmerksam. So erlebte sie 2016 bei den Deutschen Meisterschaften einen der größten Erfolge in ihrer Laufbahn. In der Disziplin Ne-Waza, bei der die Athleten den Gegner mit Würge- und Hebeltechniken zu Boden bringen sollen, kämpfte sich Rücker in Nürnberg zum Titel.

Allerdings bereitete sie sich auch intensiv auf die Konkurrenz vor. „Ich war kurz vorher noch in einem Trainingslager in Spanien“, berichtet die Weltenbummlerin: „Deshalb war ich auch gut vorbereitet und so entspannt wie noch nie vor so einem Ereignis.“

Einen sehr erfolgreichen Jahresabschluss für 2016 bereitete die Team-WM mit der Nationalmannschaft in Polen, wo sich die 24-Jährige eine Goldmedaille um den Hals hängen ließ. „Alles in allem kann man schon sagen, dass das vergangene Jahr für mich ein sehr erfolgreiches war“, sagt Rücker. Da geht es ihr wie den anderen Kandidatinnen, die in Erinnerungen an ihre Erfolge schwelgen, zugleich aber den Blick immer weiter nach vorn gerichtet haben.

Arne Jürgens
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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