• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Neubau ist wirtschaftlich darstellbar“

24.07.2014
Frage: Herr Rehling, kommt Ihnen die aktuelle Diskussion um den Neubau eines drittligatauglichen Fußballstadions in Oldenburg bekannt vor?
Jochen Rehling: Natürlich. Wir waren damals mit Unterstützung von Rudi Assauer, Stadionbauer Walter Hellmich und Sportmanager Carsten Linke ganz dicht davor, unser Ziel – einen Neubau neben der Weser-Ems-Halle – zu erreichen. Ich freue mich sehr darüber, dass das Thema jetzt aus dem Fan-Umfeld wieder nach vorne getragen wurde. Die Initiative Nordweststadion hat bisher einen hervorragenden Job gemacht.
Frage: Warum ist „Go-OL“ gescheitert?
Rehling: Es lag einzig und allein am fehlenden sportlichen Erfolg des VfB Oldenburg. Die Mannschaft hatte es trotz bester Aussichten am Ende der Saison 2007/2008 vergeigt, sich für die Regionalliga zu qualifizieren und blieb in der Oberliga hängen. Hätte der Aufstieg geklappt, wäre das Stadion wohl ziemlich sicher gebaut worden. Ab der Regionalliga ist das Projekt wirtschaftlich darstellbar – das gilt auch heute noch. Wir hatten grünes Licht von der Stadt, das Grundstück zu beplanen. Eine Besitzgesellschaft, die das Stadion baut, stand in den Startlöchern. Die Pacht hätte den Verein nicht zusätzlich belastet. Das wäre durch Mehreinnahmen zu erwirtschaften gewesen. Und als das Land auch noch eine Bürgschaft in Aussicht gestellt hatte, war das Ding eigentlich rund.
Frage: Und heute...?
Rehling: ...gibt es die große Chance, das Projekt doch noch zu realisieren.
Frage: Was hat sich geändert?
Rehling: Da ist zunächst mal die Spielklasse, der VfB ist jetzt Regionalligist. Es ist eine viel größere Euphorie zu spüren. Damals gab es nicht diese Bereitschaft in der Politik, sich für höherklassigen Fußball zu engagieren. Und 2007 haben sich beide Spitzenvereine, VfB und VfL, sehr zurückhaltend gezeigt. Heute hat sich das Verhältnis durch den gemeinsam getragenen Jugendförderverein Nordwest gravierend verändert – zum Positiven. Man zieht an einem Strang. Da wächst etwas heran, wovon beide profitieren werden.
Frage: Die Begeisterung der Politik könnte abkühlen, wenn es um die Finanzierung geht...
Rehling: Dann sind wir an einem Punkt, an dem die Romantik aufhört. Ich gehe von Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro für eine 15000-Zuschauer-Arena aus. Unser Finanzierungskonzept taugt noch: Der Oldenburger Steuerzahler will damit nichts zu tun haben, folglich braucht man weiterhin eine Besitzgesellschaft, die baut und die mit Leuten besetzt sein muss, die sich damit auskennen. Die Betreibergesellschaft füllt das Ganze dann mit Leben. Ich erwarte, dass die aktuell in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zum Schluss kommt, dass sich die Fläche an der Weser-Ems-Halle hervorragend eignet. Das hat schon unsere Standortanalyse ergeben. Man benötigt 26000 Quadratmeter Fläche. Als städtebauliches Ziel war sogar eine Huntequerung angedacht, um die Donnerschweer Straße zu entlasten. Die Gründung des Neubaus auf einer ehemaligen Mülldeponie ist heute kein Problem.
Frage: Wie müsste es jetzt aus Ihrer Sicht weitergehen?
Rehling: Wenn die Studie im Oktober vorliegt, sollte ein „Kompetenz-Team Stadion“ gebildet werden, das alle Beteiligten in der Stadt und Leute mit Ahnung an einen Tisch bringt.
Frage: Woher kommt Ihr Interesse am Thema?
Rehling: Für mich als Fußball-Fan steckt da viel Herzblut drin. Ich helfe gerne mit, weil ich große Lust dazu habe.

 Das mit der Machbarkeitsstudie für einen Stadion-Neubau beauftragte Planungsbüro Albert Speer & Partner (Frankfurt) stellt seine Arbeit an diesem Donnerstag im Ausschuss des Eigenbetriebes für Gebäudewirtschaft und Hochbau vor. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Technischen Rathaus, Industriestraße 1 (Eingang C).
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.