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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Nicht alle begeistert vom Vitalbad beim Flötenteich

28.12.2017
Betrifft: „Schwimmer befürchten Verlust von Trainingsbecken“ (NWZ vom 13. Dezember)

14 Jahre nach dem Aus der Bürgerinitiative Huntebad ist sie doch noch wahr geworden: Eine Schwimmhalle mit Cabrio-Dach. Neumünster präsentiert sie stolz als erste dieser Art in Schleswig-Holstein. Das Cabrio-Dach ersetzt eine 2013 zerstörte Traglufthalle. Es kann je nach Witterungsverhältnissen geöffnet oder geschlossen werden.

Darunter befinden sich acht 50 Meter-Bahnen, die dauerhaft abgetrennt und nur für das sportliche Schwimmen gedacht und wettkampftauglich konzipiert sind. Erstaunlich, was in einer Stadt mit weniger als der Hälfte der Einwohner Oldenburgs möglich ist, die zudem finanziell alles andere als auf Rosen gebettet ist.

Ob diese Halle nun ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Die Stadt Neumünster glaubt jedenfalls, die 12,4 Millionen Euro Baukosten durch Buchung der Halle für Schul- und Vereinsschwimmen in den nächsten 20 Jahren refinanzieren zu können. Gewonnen haben auf jeden Fall die Schwimmer der Stadt und Region. Wenn man sich die bescheidenen Möglichkeiten in Oldenburg ansieht, kann man nur sagen: Schade, dass der Oberbürgermeister Schütz 2003 per Gerichtsbeschluss einen Bürgerentscheid zugunsten einer Schwimmhalle mit acht 50 Meter-Bahnen unter einem Cabrio-Dach verhindert hat. Herzlichen Glückwunsch, Neumünster.

Karl-Ernst Löwe
Oldenburg

Was bitte ist ein Vitalbad? Ich habe in keinem der bisherigen Artikel zum Thema eine Erläuterung gelesen. Für mich klingt es nach einer neuen Marketing-Sprechblase. Kommt nach dem sportfeindlichen Wellness-Flop Olantis jetzt noch eine Plansch-Oase?

Hans Christian von Steuber

Bäder sterben immer an Geldmangel. Sie sterben, weil die an der Verteilung zur Verfügung stehender Geldmittel Zuständigen kein Interesse an der Erhaltung der Bäder haben.

Zumindest hören sie nicht auf die Rufe der Befürworter der Notwendigkeit eines ausreichenden Schwimmsportangebotes einer Stadt, weil, und das mag auch durchaus so sein, im Zeitpunkt der Verteilung der Mittel auch andere wichtige Dinge zu finanzieren sind, die vermeintlich Vorrang haben müssen. Doch die Wichtigkeit der Bereitstellung von Bädern hat einen hohen Rang. Übrigens geht es nicht nur um Schwimmsport, es geht auch um das wichtige Bademöglichkeitsangebot einer Großstadt.

Ich habe als damaliger Leiter des Sport- und Bäderamtes erleben müssen, wie genau aus dem beschriebenen Grund das Hallenbad Berliner Platz geschlossen werden musste. Jahrelang war, obwohl meine Vorgänger sich bemüht haben, nicht investiert worden.

Dann war es zu spät. Nun ist zugegebenermaßen mit dem Olantis-Hallenbad, bei gleichzeitiger Erhaltung zumindest eines Teiles des Huntefreibades, eine akzeptable Lösung entstanden. Wenn das angestrebte „Vitalbad“ am Flötenteich den Erhalt des Freibades am Flötenteich beinhaltet, ist es in Ordnung. Ohne Freibad nicht. (...)

Besser wäre meines Erachtens, man würde stattdessen die beiden Hallenbäder Eversten und Kreyenbrück renovieren. (...) Sie sind damals für die Schulzentren geschaffen und mit Bundes- und Landesmitteln finanziert worden für die Mitnutzung durch Bundeswehr und Bereitschaftspolizei. Wichtig bleibt ihre Nutzung durch Schulen und Sportvereine. Diese muss erhalten bleiben!

Mein Aufruf an den Stadtsportbund: Lassen Sie nicht locker mit klaren Forderungen für den Schul- und Schwimmsport. Die könnten so aussehen, wie beschrieben.

Klaus Eisenschmidt
Oldenburg

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