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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Nouri fordert Kampf bis zum Krampf

19.10.2013

Oldenburg Die Erinnerung lebt, doch die Gegenwart ist das, was zählt: Im Duell mit der U 23 des FC St. Pauli, gegen die er im vergangenen Mai seinen ersten Sieg als Chefcoach der Regionalliga-Fußballer des VfB gefeiert hatte, will Alexander Nouri mit seiner Mannschaft an diesem Sonntag (15 Uhr, Marschwegstadion) die aktuelle Erfolgsgeschichte fortschreiben. Wie vor fünf Monaten wollen die aktuell viertplatzierten Oldenburger gegen den Tabellenelften dreifach punkten.

Postkarten-Aktion des VfB

Zur Finanzierung des Eigenanteils am neuen Kunstrasenplatz am Jugendleistungszentrum an der Maastrichter Straße veräußert der VfB Postkarten, mit denen jeder „virtuelle“ Quadratmeter kaufen kann. Die Baukosten des von der Stadt finanzierten Projekts betragen 570 000 Euro. Der VfB muss 10 Prozent tragen. Der Platz sollte schon fertig sein, doch die Stadt streitet mit dem ausführenden Unternehmen über Baumängel. Die Postkarten kosten in Anlehnung an das VfB-Gründungsjahr 18,97 Euro. Wer bei den nächsten Heimspielen eine Postkarte an den Ticket-Schaltern kauft, kann diese ohne weitere Bezahlung in eine Stehplatzkarte umtauschen. Ab drei Postkarten gibt es ein Sitzplatzticket. An diesem Sonntag beim Spiel gegen St. Pauli II kommen alle Karten in eine Lostrommel. Es werden fünf Gewinner gezogen, die kostenlos im Sonder-Bus zum Spitzenspiel am Montag, 18. November, beim SV Meppen fahren.

www.kunstrasen.vfb-jugend.de

„Das war schon emotional. In dem Spiel haben wir den Bock umgestoßen“, sagt der Trainer zum Nachholspiel vom 8. Mai, als sein Team erst ein 2:0 verspielte, aber letztlich doch 3:2 gewann und damit die Wende im Abstiegskampf einläutete. „Fußball mit Herz und Leidenschaft“, nannte Nouri den Auftritt danach und trichtert dieses Dogma seinen Spielern seitdem sehr erfolgreich ein.

„Wir müssen uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, was uns stark macht – die besten Spiele haben wir abgeliefert, wenn anschließend alle fast schon mit Krämpfen in der Kabine zusammensaßen“, meint Nouri. Im direkten Dialog die Spieler immer wieder dazu zu ermahnen, trotz Arbeitsbelastung oder kleinerer Wehwehchen in jedem Spiel ans Limit zu gehen, sei ein „großer Aspekt“ in seiner Arbeit als Trainer. Selbstzufriedenheit ist ihm ein Gräuel.

Verzichten muss der VfB-Coach erneut einige Zeit auf Alexander Baal. Der 25-Jährige, der vor zwei Wochen beim 2:0 gegen Hannover 96 II erstmals nach seiner Knöchelverletzung wieder mitgewirkt hatte, ist im Training erneut umgeknickt. Nouri geht von 14 Tagen Ausfallzeit aus. Ebenso lange wird wohl auch Hendrik Großöhmichen noch brauchen, der unter der Woche bei Passformen schon wieder ins Training eingebunden wurde. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tim Petersen, der nach einer Grippe erstmals am Freitag wieder auf dem Platz stand.

Die U 23 aus St. Pauli, die zuletzt durch ein 3:0 gegen Braunschweig II einen Negativlauf von fünf sieglosen Spielen (ein Remis, vier Niederlagen) beendete, sei „ein unangenehmer Gegner, den wir über die Physis bearbeiten müssen“, meint Nouri und verweist unter anderem auf Okan Kurt (18), der im defensiven Mittelfeld das Spiel der Hamburger ordnet und immer wieder kluge Pässe in die Schnittstellen spielt.

Auch der 19-jährige, ghanaische U-20-Nationalspieler Okyere Wriedt, Mustafa Zazai (20), der aus der offensiven Mittelfeldreihe immer wieder in die Spitze stößt, und der russische Stürmer Laurynas Kulikas (der 19-Jährige ist mit sieben Treffern Vierter der Regionalliga-Torschützenliste) nötigen Nouri Respekt ab.

„Geben wir ein paar Prozente weniger, kann es schnell nach hinten losgehen“, warnt Nouri und fügt mit Blick auf den Ausfall des Spiels beim HSV II vor einer Woche hinzu: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht aus dem Rhythmus gekommen sind, und weiter die Lust auf Fußball auf den Platz bringen, die uns auszeichnet.“

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