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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Nouri will seine Vision mit VfB in Realität umsetzen

24.01.2014

Oldenburg Jetzt könnte alles ganz rasch gehen: Mit einem „durchaus positiven Gefühl“ geht VfB-Coach Alexander Nouri an diesem Freitag das nächste Gespräch mit den Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten über eine Verlängerung seines Vertrages an. „Es kann sein, dass wir uns relativ schnell einigen“, sagt der 34-Jährige, für den bei den Verhandlungen („Das ist für mich eigentlich der falsche Ausdruck.“) nicht finanzielle Gesichtspunkte, sondern die Möglichkeit im Vordergrund steht, den VfB und Oldenburg als Fußball-Standort entwickeln zu können.

Die Vision von höherklassigem Fußball in der Stadt, die Nouri mit seinem Team im Herbst in beeindruckender Weise sportlich mit Argumenten unterfüttert hat, sei „in den Fantasien der Menschen wieder präsent“, meint der Trainer, der mit dem VfB als Tabellenzweiter hinter VfL Wolfsburg II überwintert: „Wir haben uns ein gutes Fundament erarbeitet, um den Verein mittel- und langfristig weiterzuentwickeln.“

Er hätte sich beim Thema Vertragsverlängerung „über eine zeitigere Einigung gefreut“, sagt Nouri, will dies aber nicht als Kritik an der VfB-Führungsspitze verstanden wissen. Er könne absolut nachvollziehen, dass der Verein gewissen Zwängen unterliege und erst einmal abstecken müsse, wie die Etatplanungen künftig aussehen können.

„Für mich ist wichtig, wie die Rahmenbedingungen aussehen und was ich den Spielern für Perspektiven bieten kann“, sagt Nouri, der sich auch selbst als Trainer weiterentwickeln möchte. Ein wichtiger Punkt in seinen Vorstellungen ist, inwieweit es ihm der VfB möglich macht, die Ausbildung zum Fußball-Lehrer zu absolvieren, die für die 3. Liga zwingend ist.

„Ich habe mich angemeldet“, sagt der 34-Jährige, der die A-Lizenz besitzt und hofft, beim Deutschen Fußball-Bund einen der 24 Plätze im nächsten Ausbildungsjahrgang zu erhalten. „Es gibt Hunderte von Bewerbern – darunter viele, die eine ganz andere Vita als ich haben“, meint Nouri, rechnet sich aber Chancen aus, zumindest schon einmal zu den 100 zu gehören, die zur Eignungsprüfung zugelassen werden. Nimmt der VfB-Coach auch diese Hürde, würde er von Juni bis März die gut 15 000 Euro teure Ausbildung absolvieren.

Etwa sechs Monate, so schätzt Nouri, würde er jeweils immer montags bis mittwochs die Unterrichtsblöcke an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef besuchen. In dieser Zeit müsste ein Co-Trainer die Einheiten mit dem Team in Oldenburg leiten.

Auch „unabhängig davon“ wünscht sich Nouri, dessen Team am Mittwoch in Lohne im vierten Winter-Testspiel ein 2:2 gegen SF Lotte (Zweiter der Regionalliga West) erreichte, ab Sommer einen Assistenten. Über die Besetzung habe er sich schon „konkrete Gedanken“ gemacht, will aber noch keinen Namen nennen: „Ich wünsche mir jemanden, der das Team qualitativ voranbringt“, erklärt Nouri.

„Ich habe ganz klare Vorstellungen, wie wir alle gemeinsam den VfB weiterentwickeln können – ich hoffe, dass der Verein mir die Möglichkeit dazu geben kann“, sagt Nouri, für den feststeht: „Wenn wir im Mittelmaß der Regionalliga stecken bleiben, sind wie angesichts der Konkurrenz von Basketball und Handball in der Stadt nicht konkurrenzfähig.“