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Vorsitzender zieht sich zurück

02.12.2017

Ofenerdiek Der Bürgerverein Ofenerdiek muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen, denn im Januar scheidet Hans-Gerd Tabke aus – nach 20 Jahren Vorstandsarbeit, davon 16 Jahre als 1. Vorsitzender. Dem großen Jubiläum des Vereins kann der 68-Jährige dann ganz entspannt entgegensehen. Der Bürgerverein Ofenerdiek, gegründet am 17. November 1920 als Siedler-Vereinigung Ofenerdiek, wird in drei Jahren hundert.

„Die 20 Jahre im Vorstand haben mich geprägt, und sie haben mir auch aufgezeigt, wo es Entwicklungspotenzial, aber auch Grenzen gibt. Rückblickend waren es überwiegend schöne, wenn auch manchmal anstrengende Zeiten, die ohne meine Familie, den Vorstand und die mehr als 700 Vereinsmitglieder gar nicht leistbar waren“, zieht Hans-Gerd Tabke Bilanz. Als er im Jahr 1984 mit seiner Familie aus Huntlosen nach Ofenerdiek kam, war klar, dass er sich an seinem neuen Wohnort ehrenamtlich engagieren wollte. Der Bürgerverein Ofenerdiek, dem Tabke 1989 beitrat, weckte von Anfang an mit seinem breitgefächerten Programm und seinen sozialen Zielen sein Interesse. Und er sah reichlich Ausbaupotenzial.

Der Glücksbringer

1998 wurde Tabke zum 2. Schriftführer gewählt, zwei Jahre war er 2. Vorsitzender. „Bekanntlich hat man es als Zuzügler meist schwerer“, sagt er, „vielleicht hat mir mein Beruf als Bezirksschornsteinfegermeister dabei geholfen, leichter Fuß zu fassen, denn der Schornsteinfeger gilt ja allgemein als Glücksbringer.“ Bei oft tiefgreifenden Gesprächen zwischen Kamin und Küche habe er immer wieder erfahren, wo die kleinen und großen Probleme im Stadtteil liegen. Die schienen ihm durchaus lösbar.

Das konnte er auch schon bald unter Beweis stellen. Denn im Januar 2002 wurde Tabke zum 1. Vorsitzenden gewählt. „Von meinen Vorgängern hatte ich übernommen, dass Bebauungspläne und der Straßenausbau für die Ofenerdieker immer von großer Bedeutung sind. Das geht nicht ohne die Bürger, die Politik und ohne die Beteiligung der Dezernenten, Fachdienstleiter und Verwaltung.“ Für ihn sei es bis heute von großer Wichtigkeit, dass ein Vereinsvorsitzender kein politisches Amt bekleidet und keiner Partei angehört.

Schmerzlich für ihn und den Verein sei die Schließung des traditionsreichen Ofenerdieker Kruges im März 2012 gewesen. Das Vereinsheim des SV Ofenerdiek wurde die Heimat des Bürgervereins. Als gute Alternative zeichne sich auch die Mensa bei der Oberschule Ofenerdiek ab, findet Tabke. Bürgerabende, Informationsveranstaltungen, Theater- und Tagesfahrten wurden in seiner Ära organisiert. In „Elefantenrunden“ gaben Ratsvertreter Auskunft zu Ofenerdieker Themen.

Hans-Gerd Tabke zählt rückblickend auf: „Der Flohmarkt, die Beleuchtung am Swarte-Moor-See, die Ampelanlage an der Weißenmoorstraße, der Ausbau des Ewald-Sander-Padds, Spendenübergaben an Ofenerdieker Vereine und Einrichtungen, die Umbenennung von Bürger- und Gartenbauverein Ofenerdiek in Bürgerverein Ofenerdiek – das sind allesamt Forderungen und Erfolge, die während meiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender entstanden sind.“ Von großer Bedeutung für ihn sei immer gewesen, die Gemeinschaft bei der Meinungsfindung nicht zu spalten und an den Zielen, die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern, festzuhalten. Es gelte der Leitspruch „Tradition pflegen – Zukunft gestalten”.

Gut bestelltes Haus

Einen Vorstandsposten könne man nicht einfach nebenbei ausfüllen, sagt Tabke. So mancher Feierabend sei dabei draufgegangen. „Man muss es mögen und das mit einer ausgeprägten großen Leidenschaft. Ich verlasse den Vorstand mit dem Bewusstsein, dass ich meine Ziele, unter oft nicht einfachen Umständen, erreicht habe und ein gut bestelltes Haus hinterlasse.“

Die großen und nicht gelösten Probleme sieht der scheidende Vorsitzende beim Ausbau des Jade-Weser-Ports. Hierzu zähle auch eine Unterführung in Höhe der Ofenerdieker Straße sowie ein Lärmschutz an der Schiene. „Noch dringender für mich ist die Planung eines Nahversorgers im Stadtteil. Der Ausbau und die Sanierung der maroden Straßen, besonders des Bardiekswegs, und der Ausbau von Fahrradwegen müssen ebenso auf die Agenda, wie auch ein gerechtes System der Anliegergebühren“, sagt der 68-Jährige. Die gesamte Infrastruktur im Ort, unter Einbeziehung des Fliegerhorstgeländes, sehe er als oberstes Gebot der Stunde.

Seinem Nachfolger legt Tabke noch mehr ans Herz: „Eine Nachverdichtung muss maßvoll sein und darf nicht ohne Bürgerbeteiligung laufen. Dem Vorsitzenden muss es gelingen, junge Mitglieder für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Die Neugestaltung eines Denkmals für den Stadtteil war immer ein persönlicher Herzenswunsch, den ich jetzt übergeben muss.“

Am 16. Januar wird Tabke auf der Jahreshauptversammlung vermutlich das letzte Mal als 1. Vorsitzender Platz nehmen und die Hoffnungen ruhen dann auf den neuen Bewerbern für dieses Amt. Eine Bewerbung muss zeitnah gerichtet werden an: Hans-Gerd Tabke, Weißenmoorstraße 261, 26125 Oldenburg.

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