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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburgerin spielt gewichtige Rolle

30.11.2019

Oldenburg /Abu Dhabi Nachdem Mathis Asendorf vom Polizei SV in der ersten Woche der Weltmeisterschaften in Abu Dhabi trotz eines schnellen Ausscheidens in der U-21-Klasse das sportliche Abenteuer genossen hatte, blickten die Oldenburger Ju-Jutsuka in der zweiten WM-Woche erneut gen Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Im Einzel-Wettbewerb der Frauenklasse bis 63 Kilogramm wollte Verena Rücker ihren Traum von den World Games 2021 untermauern, erfüllte die Erwartungen aber nicht. Den Frust kämpfte sich die 27-Jährige aber im Teamwettbewerb von der Seele und holte mit Deutschland Silber.

„Ich wollte nicht nur meinen Trainern, sondern auch mir beweisen, dass ich so viel mehr kann als das, was ich am Anfang der Woche im Einzel gezeigt habe“, meinte Rücker, die sich seit Januar Vollzeit in der Spitzensportförderung der Bundeswehr befindet und sich das gesamte Jahr – unter anderem in Südkorea und Thailand – auf dieses riesige Turnier vorbereitet hatte.

Gleich im ersten Kampf gegen die Kasachin Fariza Kulyntay mangelte es der EM-Dritten aber etwas an Aufmerksamkeit. Rücker wurde geworfen und versuchte erfolglos, den 0:2-Rückstand wettzumachen.

In der Trostrunde folgte das schnelle Aus. Die Griechin Zafeiria Panagiotarakou setzte am Boden erfolgreich einen Haltegriff an, aus dem sich die Oldenburgerin nicht mehr befreien konnte. „Nach der intensiven Vorbereitung war dieses Ausscheiden ein harter Schlag“, meinte Rücker.

Im Teamwettbewerb, bei dem die Länder in jeweils 13 Wettkampfpaarungen gegeneinander antreten, startete Rücker in der Kategorie 63+ für Deutschland. Ihre Teamkollegin war noch am Auskurieren einer alten Verletzung, und die Oldenburgerin traute sich die „gewichtige Rückkehr“ in ihre alte Klasse zu.

Im Viertelfinale gegen Kasachstan agierte die 27-Jährige gegen eine andere Gegnerin als im Einzel höchstkonzentriert und steuerte einen Punkt zum klaren Gesamtsieg bei. Dies gelang Rücker auch beim engen Halbfinale gegen Polen. Im Duell mit Magdalena Loska, die sich im Einzel-Wettbewerb bis 70 Kilogramm den WM-Titel gesichert hatte, gab sie keinen Punkt ab, griff an und holte am Ende durch die Unterwertung den Sieg.

Im Finale gegen die stark aufgestellten Franzosen traf Rücker ein hartes Los. Ihre Gegnerin war Éva Bisséni, mehrfache Weltmeisterin der offenen Gewichtsklasse und mehr als doppelt so schwer wie die Oldenburgerin.

„Komm heile wieder aus diesem Kampf raus – das ist alles was zählt“, sagte Bundestrainer Mike Hartmann sorgenvoll vor dem ungleichen Duell. Und Rücker gab alles – nur keinen Punkt ab. In einem dynamischen Kampf versuchte sie, die Französin immer wieder anzugreifen, wurde von deren Gewicht jedoch immer wieder niedergerungen und musste sich defensiv schützen. Am Ende verlor sie diesen Kampf nur durch die Unterwertung.

Am Ende stand ein knapper Sieg für Frankreich zu Buche. Rücker war aber froh, nach der Einzel-Enttäuschung ihren Teil zum Teamsilber und den damit verbundenen Punkten für die World-Games-Qualifikation beigetragen zu haben.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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