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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Hier ist kein Platz für Heulsusen

17.11.2017

Oldenburg Catchen, Tackeln, Hitten: Sie nennen sich zwar Coyotes, aber für Heulsusen, die beim kleinsten Wehwehchen klingen wie einer der nordamerikanischen Präriewölfe in der Nacht, ist hier wahrlich kein Platz. Nach zahlreichen Trainingsmonaten will sich die neue Frauenmannschaft der Oldenburg Outlaws nun bald der Konkurrenz auf dem American-Football-Feld stellen.

„Dafür brauchen wir aber noch dringend Frauen-Power“, sagt Kim Heidenescher, die als Vizepräsidentin in der GVO-Abteilung für den weiblichen Bereich verantwortlich ist und die Meldefrist für die 2. Bundesliga im Blick hat. „Die läuft Mitte Dezember ab“, erklärt sie und ergänzt: „Derzeit besteht unser Kader aus 24 Spielerinnen – zwar reichen 15 für ein Spiel, aber um sicher zu gehen, brauchen wir noch mindestens vier weitere weil immer mal jemand fehlt – sei es aus persönlichen oder beruflichen Gründen.“

Sechs potenzielle Verstärkungen begrüßte Trainer Mike Schuhmacher am vergangenen Wochenende bei einem Tryout in der GVO-Halle. Nach Aufwärmen und Koordinationsübungen wurde ausgiebig an der Technik gefeilt. Dabei übten alle Spielerinnen Angriffs- und Verteidigungs-Fertigkeiten. Den Abschluss bildete ein Spiel zwischen Defensive und Offensive. Unterstützt wird der Chefcoach von Michael Landes (Koordinator der Offense) und Karsten Rubbel (Koordinator der Defense).

„Die Mädels haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Da ist sehr viel Potenzial vorhanden“, zeigt sich Schuhmacher sehr zufrieden, hofft aber trotz der sechs Neuen noch auf weitere Verstärkung. „Je mehr desto besser – wir spielen zwar anders als bei den Männern nur neun gegen neun, aber das Spielfeld hat die gleichen Ausmaße. Dadurch müssen wir häufiger wechseln“, erklärt der Coach, warum er alle alten und neuen Kojoten auf einer Defensiv- wie einer Offensiv-Position schult.

„Manche Spielerinnen können sogar auf mehr als nur zwei Positionen eingesetzt werden, was natürlich nicht unbedingt notwendig wäre mit einem breiteren Kader“, erklärt Schuhmacher und fügt hinzu: „Auf jeden Fall macht es sehr viel Spaß, mit den Mädels zu arbeiten. Ich freue mich auf die kommende Saison, in der wir hoffentlich in der zweiten Liga antreten werden.“

In der zweithöchsten Spielklasse würden die Coyotes voraussichtlich auf die Kiel Baltic Hurricanes, die Hannover Grizzlies, Hamburg Blue Devilyns sowie die Spandau Bulldogs treffen. „Die Mädels sind auf jeden Fall heiß darauf“, sagt Schuhmacher.

Trainiert wird jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr in der Halle der Grundschule in der Klingenbergstraße. „Jeder über 16 Jahren ist willkommen. Man muss auch nicht gleich eine Ausrüstung haben, sondern kann eine Leihausrüstung bekommen – einfache Sportkleidung reicht“, erläutert Heiden­escher. Jede neue Spielerin bekommt anfangs eine Patin an die Seite gestellt.

„Manche Mädels trainieren sogar einmal in der Woche mit den Männern, auch wenn es anfangs etwas Überwindung gekostet hat. Dadurch geht es bei den Outlaws noch familiärer zu“, meint Heidenescher und hofft auch nach dem Tryout noch auf reges Interesse und Zulauf für die Coyotes, damit dem Abenteuer Bundesliga nichts mehr im Weg steht.

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