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Feuer in Sandkrug
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Feuer in Sandkrug

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Lauf-Fieber löst Liebe zum Fußball ab

30.08.2019

Oldenburg „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, trällerte der vor einem Jahr verstorbene Schlagerstar Jürgen Marcus seit den 70ern quer durch die Republik. Bastian Martschausky bevorzugt andere Musik, aber eine neue Liebe hat der 18-Jährige dennoch entdeckt – und damit sich ein neues sportliches Leben aufgebaut. Vom talentierten Fußballer im Trikot von TuS Eversten ist er zum leidenschaftlichen Läufer im DSC-Shirt geworden. Beim 18. Sparda-Lauf, bei dem an diesem Samstag in Kreyenbrück rund 2000 Aktive an den Start gehen, gehört Martschausky zu den aussichtsreichen Kandidaten über die 10-Kilometer-Distanz.

Vom Kinderlauf bis zum Berglauf

Start und Ziel Die verschiedenen Läufe des Sparda-Laufs beginnen und enden jeweils bei der IGS Kreyenbrück an der Brandenburger Straße.

Startzeiten und Strecken Kinderläufe, 700 Meter 14 Uhr: Jungen (Jahrgang 2011 und jünger). 14.10 Uhr: Mädchen (2011 und jünger).

Schülerläufe, 1,3 Kilometer 14.20 Uhr: Schüler (2010 und jünger). 14.35 Uhr: Schülerinnen (2010 und jünger). 14.50 Uhr: Schüler (2008/2009). 15.05 Uhr: Schülerinnen (2008/2009). 15.20 Uhr: Schüler (2004 bis 2007). 15.35 Uhr: Schülerinnen (2004 bis 2007).

Längere Läufe 15.50 Uhr: 5 Kilometer. 16.30 Uhr: 10 Kilometer sowie 11,6-Kilometer-Berglauf mit rund 200 Höhenmetern am Utkiek.

„Beide Sportarten parallel ambitioniert zu betreiben, war zeitlich nicht zu vereinbaren. Also habe ich mich entschieden, nach zehn Jahren mit Fußball aufzuhören, um mit gezieltem Lauftraining meine Leistungen beim Laufen zu verbessern“, erzählt Martschausky, der bis vor einem Jahr seinen Fokus auf das Kicken gelegt hatte. Nur nebenbei war er bis dahin etwas gejoggt und hatte ab und an auch an Volksläufen teilgenommen.

Die Saat für den Enthusiasmus für den Ausdauersport war aber vielleicht schon vor dreieinhalb Jahren gesetzt worden. Beim letzten Oldenburger Silvesterlauf hatte sich Martschausky 2015 erstmals eine Startnummer auf die Brust geheftet und dann gleich in 46:48 Minuten seine Altersklasse gewonnen.

Erst einmal blieb es noch eine Nebenbeschäftigung, doch nach und nach löste die Liebe zum Laufen die Liebe zum Ballsport ab. „Fußball spiele ich nur noch so zum Spaß in der Freizeit“, sagt der 18-Jährige, der Anfang 2019 die Trainingsintensität erhöhte und bereits beim Famila-Lauf im April die ersten Früchte erntete. Er belegte hier über die 10 Kilometer nicht nur den dritten Platz, sondern verbuchte dabei gleich eine Zeit, die in Oldenburg derzeit nur wenige Läufer schaffen: 35:34 Minuten.

Wäre die Strecke in Wechloy bestenlistenfähig gewesen, hätte dies für den fünften Platz in der U-20-Landesbestenliste gereicht – nicht schlecht für einen Newcomer.

„Bis dahin hatte ich für mich alleine trainiert, aber viele haben mich angesprochen und gesagt, ich solle in einen Verein gehen, was ich zunächst aber nicht wollte“, erinnert sich Martschausky an seine anfängliche Zurückhaltung. „Ich habe dann aber doch Norman Ihle angesprochen und bin so zum DSC gekommen“, erklärt er und ergänzt: „Zum Glück, denn in Norman habe ich einen sehr guten Trainer gefunden.“

Wenige Wochen nach dem Lauf in Wechloy unterstrich er beim Stundenlauf in Garrel seine Stärke und beeindruckte auf der Bahn mit einer 10 000-Meter-Durchgangszeit von 34:58 Minuten. Diese Leistung ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass viele Läufer auf dieser Distanz eher auf der Straße schneller unterwegs sind, da es mental deutlich einfacher ist als das ewige Rundendrehen.

Beim anstrengenden Brunnenlauf durch das Eversten Holz war Martschausky, der derzeit ein Sport-FSJ beim DSC absolviert, als Zweiter in 37:59 Minuten bester Oldenburger. Zwei weitere Ergebnisse unterstreichen das Potenzial des Newcomers. Gleich bei seiner ersten Bahnmeisterschaft erreichte er über 5000 Meter in 17:06 Minuten den fünften Platz auf Landesebene. Drei Wochen später feierte er bei seinem allerersten Halbmarathon in Wilhelmshaven in 1:20:03 Stunden gleich den ersten Sieg über die 21,1 Kilometer.

„Meine Lieblingsdistanz sind die 10 Kilometer, auch wenn ich irgendwann sicher auch einen Marathon laufen werde. Aber noch bin ich zu jung“, sagt der 18-Jährige: „Jetzt ist erst einmal mein Ziel, mich mit Zeiten unter 35 Minuten zu stabilisieren. Ich werde es aber auch nicht übertreiben, weil ich gerne noch bis ins hohe Alter weiterlaufen möchte.“

Der DSC-Athlet liebäugelt damit, Mitte Oktober beim „The Great 10K“ in Berlin zu starten. Dabei handelt es sich um einen der schnellsten 10-Kilometer-Läufe in Deutschland – wo, wenn nicht dort, könnte die 35 auf der Straße fallen.

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