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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Titel-Hamster im Teilzeit-Modus

21.04.2018

Oldenburg Seine Laufkarriere zu beenden, bedeutet nicht automatisch, auch die Laufschuhe an den Nagel zu hängen. Das gilt zumindest für Christoph Paetzke vom DSC. Obwohl der 35-Jährige nicht mehr intensiv auf die Jagd nach Zeiten und Platzierungen geht, lässt er es sich nicht nehmen, sich ab und an noch mal eine Startnummer an die Brust zu heften.

So auch an diesem Sonntag beim 11. „Famila-Lauf“ am Posthalterweg in Wechloy, wo er ab 11.15 Uhr einmal mehr über seine Paradedisziplin, die 10 Kilometer, an den Start gehen wird. Zum Angebot zählen zudem 5-Kilometer-Nordic-Walking (10 Uhr), Mini-Meile (10.10 Uhr), Junior-Meile (10.30 Uhr), Halbmarathon (11 Uhr) und 5 Kilometer (12.30 Uhr).

Beim „Famila-Lauf“ stand Paetzke in der Vergangenheit wie bei diversen anderen Läufen in der Region auch schon ganz oben auf dem Podium. Unter anderem gewann der DSC-Athlet die Sandkruger Schleife, den Everstener Brunnenlauf sowie den Wardenburger Sommerlauf. Beim Zehnmeilenlauf in Großenkneten hält er den Streckenrekord über 10 Kilometer.

Nicht nur auf Siege bei Volksläufen, sondern auch auf zahlreiche Erfolge bei Titelkämpfen auf niedersächsischer und norddeutscher Ebene kann Paetzke zurückblicken. Auch ein kurioser Wettkampf gegen ein Pferd im Jahr 2014 gehört zu seiner sportlichen Vita.

Dabei kam der beruflich als Steuerberater tätige Oldenburger eher als Spätstarter zum Ausdauersport. Nachdem er zuvor einige Sportarten ausprobiert hatte blieb er als 16-Jähriger beim Laufen hängen. Erste Erfahrungen sammelte er beim Oldenburger Citylauf über die 5-Kilometer-Distanz.

„Da habe ich gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht so langsam bin und gut mithalten kann“, erinnert sich Paetzke an seine Anfänge und fügt hinzu: „So hat es sich ergeben, dass ich zur Leichtathletik-Gruppe des DSC kam. Das Laufen in der Gruppe hat dann doch mehr Spaß gemacht. Mit 18 habe ich dann angefangen, leistungsmäßig zu laufen.“

Schnell legte er seinen Hauptfokus auf die 10 Kilometer. „Um schneller zu werden, habe ich dann aber auch an Bahnwettkämpfen über 3000 und 5000 Meter teilgenommen. Irgendwann bin ich dann auch mal Halbmarathon gelaufen. Aber meine Lieblingsstrecken waren immer die 10 Kilometer auf der Straße und die 10 000 Meter auf der Bahn.“

Während des Studiums ging der Oldenburger für ein Jahr nach Nebraska in den USA, wo er seinen Sport unter sehr guten Rahmenbedingungen betreiben konnte, bis ihn eine Fußverletzung zu einer Pause zwang. „Das war schon etwas ganz Besonderes. Das Leben auf dem Campus war ein Traum“, schwärmt er noch heute: „Die Trainingsmöglichkeiten waren deutlich professioneller als das, was ich kannte. Für uns Sportler gab es eine eigene Mensa und wir hatten eigene Physiotherapeuten.“

Nach der Rückkehr in die Heimat stand zunächst der Berufseinstieg im Vordergrund. „Aber irgendwann hatte ich wieder mehr Spaß am Laufen und fing an, intensiver zu trainieren. Außerdem brauchte ich einen Ausgleich zum Beruf.“

Schnell gehörte Paetzke wieder zu den besten Läufern der Region, doch inzwischen steht die Familie im Vordergrund. So ganz kann der 35-Jährige die Finger aber nicht von der Leichtathletik lassen. So ist er als Vorsitzender des Fördervereins der DSC-Leichtathletik aktiv und unterstützt Norman Ihle ab und an beim Training: „So habe ich die Möglichkeit einige Erfahrungen an den Nachwuchs weiterzugeben“.

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