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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Wenn der Vater mit dem Sohne

26.03.2019

Oldenburg Als Robert Drijencic die Drittliga-Basketballer der Baskets Juniors/OTB ins Viertelfinale der ProB-Playoffs führte, starb sein Vater auf der Tribüne tausend Tode. „Ich konnte kaum hinsehen“, erzählt Mladen Drijencic. Der Trainer der Bundesliga-Profis der EWE Baskets fieberte beim 81:74-Krimi im entscheidenden Duell mit Elchingen vor Ort in der Halle am Haarenufer mit. Nachdem sein Sohn in der spannenden Endphase fünf von sechs Freiwürfen versenkt hatte, war er stolz und erleichtert zugleich.

Im Vergleich zu Rickey Pauldings siegbringenden drei Freiwürfen beim 83:82 Mitte Februar gegen Bayern München sei das für ihn „viel schlimmer“ gewesen, verrät der Bundesliga-Coach, der wenige Tage vor besagter ProB-Partie mit seinem Sohn noch Freiwürfe geübt hatte. Die Quote des 22-Jährigen war mäßig, also schärfte ihm der Vater ein: „Das geht so nicht – du musst dich besser konzen­trieren: Einen Wurf nach dem anderen.“

Genau an diese Worte erinnerte sich Drijencic Junior, als er in der nervenzehrenden Schlussphase ein ums andere Mal an der Linie stand. „Robert kam hinterher zu mir und sagte: Papa, ich habe immer nur gedacht: Ein Wurf nach dem anderen“, erzählt der 53-jährige Vater lachend.

Wenn sein Filius an diesem Dienstag um 19.30 Uhr mit den Teamkollegen in Leverkusen ins Viertelfinale startet, drückt Mladen Drijencic, der mit dem Bundesliga-Team nach dem Abstecher zum Allstar-Day in der Vorbereitung auf das Duell am Sonntag in Göttingen steckt, aus der Ferne die Daumen.

Das ProB-Team muss in der „Best-of-three“-Serie (zwei Siege nötig) eine harte Nuss knacken. Die Bayer Giants aus Leverkusen haben die Südstaffel dominiert. 21 der 22 Saisonspiele gewann das Team von Ex-Nationalspieler Hansi Gnad – fast alle mit zweistelligem Vorsprung.

„Der Gegner ist zu Hause ungeschlagen und hat Heimvorteil. Leverkusen ist eine starke Truppe, die auf nahezu allen Positionen gut und mehrfach besetzt ist“, sagt Oldenburgs ProB-Coach Artur Gacaev über die Rheinländer. „Dazu haben sie einen sehr guten Trainer und ein hohes Level an Professionalität“, ergänzt der 49-Jährige, der von seiner Mannschaft vor allem Ruhe und Kontinuität erwartet.

Dazu passt, dass Gacaev seinen Vertrag gerade bis 2021 verlängert hat. „Ich arbeite sehr gern in Oldenburg und habe ein wunderbares Team. Dieses Vertrauen der Verlängerung noch vor Saisonende ist ein starkes Zeichen für mich“, meint Gacaev, der in Leverkusen wohl auf den ganzen Kader zugreifen kann.

Auch in Bestbesetzung wird das Duell mit dem Rekordmeister (14 Titel von 1970 bis 1996), der sich 2008 aus der Bundesliga zurückgezogen hat, zur Mammutaufgabe. Mut sollte aber machen, dass die Giants im Achtelfinale trotz ihres 2:0 gegen Schwelm keine Übermannschaft waren und ihre einzige Niederlage im Dezember in Elchingen kassiert hatten (64:95).

„Wir müssen alles daran setzen, das erste Spiel in Leverkusen zu klauen und den Matchball in eigener Halle zu haben“, sagt Gacaev mit Blick auf das Duell am kommenden Samstag um 19 Uhr am Haarenufer. Ob Drijencic Senior dann Zeit dazu findet, wieder auf der Tribüne mitzufiebern, wird sich zeigen.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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