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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Corona-Krise: Das sagen Oldenburger Fußball-Trainer zum Saison-Abbruch

29.06.2020

Oldenburg Mit gemischten Gefühlen, aber insgesamt breiter Zustimmung haben die Vereine aus Oldenburg und der näheren Umgebung auf die Entscheidung des außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes reagiert. 91,1 Prozent der Delegierten stimmten in der Videokonferenz dem Antrag des NFV-Vorstandes zu, die aufgrund der Corona-Krise im März gestoppte Saison 2019/20 unter Anwendung der Quotientenregelung (Punkte/Spiele) mit Auf- und ohne Absteiger abzubrechen. Von allen Sorgen befreit fühlt sich jedoch ganz sicher keiner.

Unsicherheit bleibt

„Es ist ja noch lange nicht sicher, dass wir auch am 1. September wieder spielen können“, gibt Söhnke Klatt aus dem Trainerteam von Kreisligist FC Ohmstede mit Blick auf die Herausforderungen, die sich durch diese Entscheidung sowie natürlich die möglichen weiteren Entwicklungen der Pandemie in der kommenden Spielzeit 2020/21 ergeben, zu bedenken. Sein Team war Tabellensechster der Kreisliga, als die Saison aufgrund der Pandemie unterbrochen wurde, und ist nun durch die neue Berechnung Siebter.

Wie zum Beispiel auch die in der Bezirksliga II letztplatzierten Männer des SV Ofenerdiek profitieren hingegen die Frauen des FCO von der Nichtabstiegsregelung. Sie dürfen trotz ihres vorletzten Platzes in der Landesliga bleiben, so dass mit dem Post SV, der in der Bezirksliga Mitte durch die Quotientenregelung von Position drei auf eins katapultiert wird, nun zwei Stadtteams in der fünfthöchsten Liga vertreten sind.

Hauchdünner Vorsprung

Mit hauchdünnem Vorsprung haben die Frauen von TuS Eversten das Ticket in die Bezirksliga gelöst. In der Kreisliga musste zur Ermittlung von Aufstiegsplatz zwei hinter Meister Westerloy angesichts des gleichen Punkt-Quotienten nämlich sogar noch der Tordifferenz-Quotient (Tordifferenz/Spielanzahl) herangezogen werden. Der sprach im Vergleich mit der SG Großenmeer/Bardenfleth (0,29) für die Oldenburgerinnen (1,88).

„Unsere Frauen-Fußballmannschaft besteht ja erst seit drei Jahren“, erklärt TSE-Abteilungsleiter Helmut Bartels und fügt hinzu: „Diese stieg dreimal in Folge auf und holte den Kreispokalsieg. Im Nachwuchsbereich wachsen klasse Fußballerinnen heran.“

Sehr große Spielklassen

Weil es keine Absteiger gibt und alle Teams, die auf direkten Aufstiegs- oder Relegationsrängen liegen, hoch dürfen, kommt es in den einzelnen Ligen zu deutlichen Überschreitungen der Sollstärken. „Ich trage die Entscheidung selbstverständlich mit – und sie ist auch okay“, sagt Klatt, ergänzt aber auch mit Blick auf drohende Spielausfälle im Winter: ,„Man schafft sich jetzt nur neue Probleme wie zum Beispiel die Ligen mit teils sogar 22 Mannschaften. Die Saison startet eh schon später – und es wird Probleme geben, was Wetter und Plätze angeht. Bei einer Fortführung der Saison hätte man bis Mai 2021 Zeit gehabt – und könnte dann in aller Ruhe die neue Saison beginnen.“

Aufteilung der Ligen

Über eine Fortführung wurde aber gar nicht erst abgestimmt, weil nach der Ablehnung einer Annullierung der Saison besagter Vorschlag von den 324 Delegierten angenommen wurde. „Diese Regelung ist ja von der Mehrheit erwünscht, ich empfinde sie auch am fairsten“, sagt Kai Pankow, der im Oldenburger Fußball viele Spuren hinterlassen hat und das zum Beispiel bei den Oldies von VfB und Bümmerstede weiter tut.

Seit 2018 ist der 49-Jährige Coach des TSV Großenkneten, der in der Kreisliga IV durch die Quotientenregel nur noch Siebter statt Vierter ist. Für die Spielklasse mit Teams aus dem Kreis Oldenburg und Delmenhorst gebe es „ja schon erste Ideen, wie es weitergehen könnte“, betont Pankow. 17 Vereine spielen dort nur eine einfache Runde bis Ostern 2021, dann erfolgt eine Aufteilung in Meister- und Abstiegsrunde, in denen auch alle nur je einmal gegen die anderen Teams spielen. „Das würde die Anzahl der Spiele von 32 auf 24 reduzieren“, erklärt Pankow: „Ich denke, das macht Sinn, da man sicherlich nicht vor September 2020 in die Saison starten wird.“

Wann geht’s weiter?

„Endlich ist eine faktische Entscheidung gefallen“, sagt Rene Heintze, der kürzlich vor den Toren der Stadt als Trainer des SV Tungeln (Punkt-Achter, Quotienten-Zehnter der 1. Kreisklasse Oldenburg-Land/Delmenhorst) vorgestellt wurde und zuvor wie Pankow auf wie neben dem Platz bei einigen Vereinen jahrelang Oldenburgs Fußball mitgeprägt hat.

„Was für mich aber noch um einiges interessanter ist, und da stehe ich sicher nicht allein, ist die Frage, wann die neue Saison startet“, meint der 42-jährige Ex-Stürmer: „Auf jeden Fall weiß jetzt erstmal jede Mannschaft, in welcher Liga man spielen wird.“

Zügiger Saisonstart

Der frühere VfB- und VfL-Keeper Lars Möhlenbrock, seit einiger Zeit Trainer des FC Hude (nach alter wie neuer Berechnung Zwölfter der Bezirksliga II), wünscht sich eine zügige Aufnahme des Spielbetriebs. Auch er sieht den Termindruck, der auf die Teams zukommt. „Wir spielen mit Überhang“, sagt der 33-Jährige: „Da muss man als Verein auch mal die Arschbacken zusammenkneifen.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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Volkhard Patten Nordwest-Fußball / Redakteur
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