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Corona-Krise: So trainieren Ruder-Asse im „Home Office“

17.04.2020

Oldenburg Die Herausforderung anzunehmen, gegen alle Widrigkeiten zu kämpfen und jeden Gegner bezwingen zu wollen – all das, was für die Ruder-Asse vom Team Nordwest zu ihrem sportlichen Wettkampf-Alltag gehört, bekommt in der Coronavirus-Krise noch einmal einen ganz besonderen Aspekt. Direkt als die neue Wassersaison Mitte März für die Talente vom Regattaverband Ems-Jade-Weser starten sollte, wurden die Oldenburger Ruderer wie die gesamte Sportwelt ausgebremst.

Durcheinandergebracht

„Langstreckentests, internationale Trainingslager, große Regatten, Schulruderwettbewerbe und regionale Trainingszusammenführungen – es war viel geplant für die Ruderregion Nord-West“, erklärt Trainer Matthias Helmkamp, dessen Ziele und Programme für seine Schützlinge vom Stützpunkt am Achterdiek durch die anhaltende Corona-Krise kräftig durcheinandergebracht wurden.

Mit dem Langstreckentest der U-19-Kräfte sollte die Wassersaison Mitte März beginnen, doch die Sechs-Kilometer-Prüfung in Oberhausen wurde anderthalb Wochen vor der Regatta vom Landesruderverband Nordrhein-Westfalen wegen gesundheitlicher Bedenken abgesagt.

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„Spätestens jetzt war klar, dass die Saison 2020 keine normale werden sollte“, meint Helmkamp. In Anbetracht der sich national zuspitzenden gesundheitlichen Situation wurden in der Folge auch die Trainingslager für die U 19 in Mölln und Berlin sowie für die U 23 im west-französischen Bellecin gestrichen.

Freuen auf 2021

„Tag für Tag mussten weitere Veranstaltungen abgesagt werden“, blickt Helmkamp zurück. Auch die EWE-Rowing-Challenge des Regattaverbandes, die in diesem Jahr mit mehr als 2700 Schülerinnen und Schülern an neun Standorten im Nordwesten stattfinden sollte, musste abgeblasen werden.

„Die Absage war richtig und unumgänglich“, sagt Organisator Helmkamp, schaut aber bereits zuversichtlich in die Zukunft: „Wir freuen uns bereits auf die Rowing-Challenge im kommenden Jahr, wo wir den Rudersport wieder in den Schulen der Region präsentieren dürfen. Mit den Vereinen vor Ort, den Lehrkräften aus den teilnehmenden Schulen und Sponsoren haben wir sehr verlässliche Partner.“

Physisch wie psychisch

Spezielle Herausforderungen kamen auf die Leistungsruderinnen und -ruderer durch die Schließung aller Sportanlagen und der damit einhergehenden Einstellung des Ruderbetriebs zu. „Nicht nur aus trainingsmethodischer Sicht ergaben sich Pro­bleme für den langfristigen Leistungsaufbau“, erklärt Helmkamp: „Auch aus dem Blickwinkel der physischen und psychischen Gesundheit für Leistungssportler musste sichergestellt werden, dass sportliche Betätigung sichergestellt ist.“

Auf dem Trockenen

Während Spitzenkräfte aus dem Olympiakader in Niedersachsen seit eineinhalb Wochen unter Auflagen wieder an den Stützpunkten trainieren dürfen und dies zum Beispiel für den Bereich Hamburg/Schleswig-Holstein schon zuvor in der Ruder-Kaderschmiede in Ratzeburg noch möglich war, sitzen die Leistungssportler vom Team Nordwest buchstäblich auf dem Trockenen.

„Leider sind unsere Sportler alle in den Perspektivkadern und gehören nicht zum Olympiakader“, meint Regattaverbandsvorsitzender Ulrich Pohland und ergänzt: „Es wäre aber auch nicht den anderen Ruderern vermittelbar, dass in einem Bootshaus wie unserem am Achterdiek eine Zweiklassengesellschaft etabliert wird. Daher warten wir die Informationen vom Land ab, bevor wir unseren Sport wieder auf dem Wasser ausüben.“

Mit Situation arrangieren

Das Problem wurde gelöst, indem der Landesstützpunkt Oldenburg und die Vereine aus der Region den Kaderathletinnen und -athleten ihre Ruderergometer und anderen Trainingsmittel für eine spezielle Form des „Home Office“ zur Verfügung stellten.

„Es ist sehr schön zu sehen, dass alle Vereine für ihre Athleten einstehen und die kostspieligen Geräte herausgeben, damit auch in Krisenzeiten fleißig trainiert werden kann“, betont Coach Helmkamp. „Natürlich ist es sehr gewöhnungsbedürftig, nicht jeden Tag am Stützpunkt zu trainieren und direkten Kontakt zum Trainer zu haben – aber wir probieren, uns zu arrangieren“, sagt U-23-EM-Starter Max von Bülow.

Apps und Challenges

Der 20-Jährige hat sich wie seine Kollegen zu Hause sportlich eingerichtet und betreibt den Sport auf dem Ergometer, mit Läufen und anderen Outdoor-Sportarten aus dem „Home Office“ heraus. Auch andere internationale Aushängeschilder vom Team Nordwest wie Ben Reipöler (19) und Patricia Schwarzhuber (19) sind auf ihr „Heim Büro“ angewiesen und werden aus der Ferne betreut.

„Wir bekommen Wochenpläne, machen Videocoaching und organisieren vereinsinterne Challenges“, erzählt von Bülow und ergänzt: „Die enge Abstimmung zwischen Sportlern und Trainer ist in der aktuellen Situation sehr wichtig.“

Apps und Challenges vom Ergometer-Hersteller „Concept2“ würden dabei helfen, das Training zu analysieren und abwechslungsreich zu gestalten, erläutert Helmkamp. Diese seien auch von Nicht-Ruderern nutzbar, wenn sie ein solches Ergometer haben.

Zusätzlich zum täglichen virtuellen Training sei für den Austausch aller niedersächsischen Ruder-Trainer eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet worden, erklärt Helmkamp, der dort ebenfalls Wochenpläne bereitstellt. „Im gemeinsamen Austausch wachsen so neue abwechslungsreiche Ideen für alle Athleten“, meint der Landestrainer.

Gemeinsam durchstehen

Neben dem Austausch in großer Gruppe führen die hauptamtlichen Übungsleiter des Landesruderverbandes alle zwei Wochen – oder nach Bedarf – eine Videokonferenz, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen. „Wichtig ist, dass wir jeden Athleten und Heimtrainer mitnehmen können und alle gut durch diese ungewöhnliche Zeit begleiten“, sagt Helmkamp.


Tipps zum Workout im „Home Office“ gibt’s in den sozialen Medien unter und   www.facebook.com/teamnordwest/  oder   www.instagram.com/teamnordwest/ 
Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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