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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Corona-Pandemie: Hier dreht sich jetzt wieder die Leichtathletik-Welt

27.05.2020

Oldenburg Nachdem die Leichtathletik-Welt auch in Oldenburg aufgrund der Corona-Krise seit Mitte März stillgestanden hat, geht es jetzt seit gut zwei Wochen im Marschwegstadion wieder rund. Nach etwa zwei Monaten ohne geregeltes Training sind die Sportlerinnen und Sportler zwar auch jetzt von einem normalen Betrieb noch weit entfernt, aber das Kleingruppen-Training, das seit dem 11. Mai unter Beachtung zahlreicher Verhaltensregeln wieder erlaubt ist, sorgt dennoch für viele glückliche Gesichter.

Quälen in der Gruppe

„Es ist schön, seine Athleten auch mal wieder von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Das ist schon recht schwierig, sie nur aus der Entfernung zu betreuen. So langsam gehen einem die Alternativen aus für ein effektives Training“, freut sich DSC-Coach Stephan Böckmann, der am Montag mit einer U-16-Mehrkampf-Gruppe erst von 17 bis 18 Uhr eine der vier Zonen auf dem Nebenplatz und dann von 18 bis 19 Uhr eine der drei Innenraum-Zonen nutzte.

So läuft das Training während der Corona-Pandemie im Marschwegstadion

Bei der Nutzung des Marschwegstadions müssen sich die Trainer wie Sportlerinnen und Sportler an einige Verhaltensregeln halten. So darf zum Beispiel nur in Kleingruppen von maximal fünf Athleten pro Trainer trainiert werden. Damit sich die einzelnen Gruppen nicht ins Gehege kommen, wurde das Stadion inklusive Nebenanlagen vom Kreisverband Oldenburg-Stadt in sieben Trainingszonen unterteilt, auf die die Gruppen Tag für Tag eingeteilt werden müssen. Bis Freitagabend müssen alle Vereine ihre Wünsche für den Belegungsplan der folgenden Woche an den Kreisverband gemeldet haben. Dieser hat dann die nicht leichte Aufgabe, alles auf die Zonen zu verteilen.

Sieben Trainingszonen Innenraum mit drei Zonen:
 Innenraum 1: Gerade vor der Haupttribüne
 Innenraum 2: Gegengerade
 Innenraum 3: Kurve zur Autobahn mit Nutzung der Kugel- und der Weitsprunganlage. Auf der Bahn darf bei Läufen nur jede zweite Bahn belegt werden, wobei die beiden Innenbahnen von den Läufern genutzt werden sollen, die längere Strecken absolvieren als nur 100 Meter. Hierfür ist es nötig, dass sich die Trainingsgruppen verständigen, da hier Zonengrenzen überschritten werden. Starts müssen einzeln erfolgen, dazwischen ist genügend zeitlicher Abstand einzuhalten, so dass Überholvorgänge soweit wie möglich vermieden werden.

Nebenplatz mit vier Zonen:
 Rasen: Wurf/Mehrzweck
 Kugelstoßanlage
 Nebenplatz 1: Weitsprunganlage
 Nebenplatz 2: Hochsprunganlage, wo die Matten aber wie die Stabhochsprunganlage nicht genutzt werden dürfen

Auch im Tribünenbereich sind den Gruppen Bereiche zugeteilt, wo die Sportler ihre Taschen abstellen können. Um überhaupt trainieren zu können, müssen sich die Sportler aufgrund der beschränkten Gruppengrößen vorher beim Trainer anmelden. Vor den Einheiten wird gemeinsam das Stadion betreten, die Namen werden in ein Anwesenheitsbuch eingetragen. Gäste sind auf dem Stadiongelände nicht erlaubt – darunter fallen auch Sportler, die ein Probetraining absolvieren wollen, und Eltern. Trainern wird empfohlen, eine Maske zu tragen für den Fall, dass der Mindestabstand – zum Beispiel bei einer Verletzung eines Sportlers – nicht eingehalten werden kann.

„Nicht alleine zu trainieren, sondern mit anderen, ist schon recht wichtig für die Motivation aber auch um sich richtig quälen zu können“, meint Jessica Penaat vom BTB, die mit ihren Schützlingen von 18 bis 20 Uhr auf der Innenraum-Zone im Kurvenbereich zur Autobahn eine Doppelschicht fuhr.

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Die Bürgerfelder nutzten am Montag acht der 21 Trainingsmöglichkeiten (sieben Zonen, drei Zeiten von 17 bis 18, 18 bis 19 und 19 bis 20 Uhr – freitags nur 17 bis 18 und 18 bis 18.30 Uhr), die jeweils bis Freitagabend für die folgende Woche beim Leichtathletik-Kreis Oldenburg-Stadt angemeldet werden können. Für diesen Montag hatten neben BTB und DSC auch der VfL, das Team Laufrausch und der Stadtsportbund zur Sportabzeichen-Abnahme um Zeiten gebeten.

„Relativ anstrengend“

„Das ist schon relativ anstrengend, jede Woche die Wünsche der Trainer abzufragen und dann zu verplanen. Da kann man nicht immer jeden Wunsch erfüllen“, betont BTB-Abteilungsleiterin Regine Walter: „Aber insgesamt habe ich mir das doch etwas chaotischer vorgestellt – auch wenn man das gesamte Wochenende seine E-Mails im Blick behalten muss.“

An diesem Donnerstag wollen die Bürgerfelder wiederum acht Zeitfenster nutzen, am Freitag sind es vier – so dass sich für den Verein insgesamt 20 Einheiten summieren. „Eigentlich bieten wir ja auch noch Sportabzeichen-Training an, aber da warten wir jetzt noch ein wenig ab“, erklärt Walter: „Für unsere jüngsten Jahrgänge bieten wir auf der Wiese hinter unserer Halle Fitness für Leichtathleten, weil die ja derzeit noch nicht ins Stadion dürfen und deshalb ein wenig hinten runterfallen.“

Im Schichtbetrieb

Der DSC kommt in dieser Woche auf sieben Einheiten – drei davon absolvierte Norman Ihle am Dienstag mit seiner Mittel- und Langstrecken-Gruppe. „Wir arbeiten im Schichtbetrieb. Ich habe meine Athleten in drei Gruppen mit je fünf Sportlern unterteilt, die jeweils eine Stunde trainieren und schon aufgewärmt im Stadion erscheinen“, erklärt der DSC-Coach: „Bei den Tempoläufen lasse ich sie dann in Abständen von fünf Sekunden starten.“

Er hat sein Programm an die Gegebenheiten in der Corona-Krise angepasst hat und zum Beispiel die spielerischen Aspekte am Trainingsende herausgenommen. „Meine Sportler haben sich in den vergangenen Wochen eifrig an die Trainingspläne gehalten und sind fitter als ich gedacht habe – von Motivationsproblemen keine Spur“, sagt Ihle: „Jetzt fehlen ihnen nur noch die Wettkämpfe – ich bin aber recht skeptisch, ob das in dieser Saison noch etwas wird.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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