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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

So werden Ruder-Asse gecheckt

13.02.2019

Oldenburg Um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten bestens im Blick zu haben und sie perfekt auf die sportlichen Herausforderungen vorzubereiten, kooperiert der am Achterdiek beheimatete Regattaverband Ems-Jade-Weser (EJW) eng mit dem Reha-Zentrum Oldenburg. Die Ruder-Asse vom Küstenkanal müssen auf dem Wasser regelmäßig an ihre Leistungsgrenzen gehen, um mit der nationalen und internationalen Konkurrenz mithalten zu können. Zur präzisen Steuerung des Trainings, das im Winter oft in langen Einheiten auf dem Ruderergometer stattfindet, wurde nun die Grundlagen-Ausdauer auf den Prüfstand gestellt.

Gesundheit hat Priorität

„Der EJW ist 2018 mit dem Förderpreis des Landessportbundes für seine Jugendarbeit ausgezeichnet worden“, erklärt Regattaverbandsvorsitzender Ulrich Pohland und ergänzt: „Als einziger Punkt in der Leistungssportkonzeption wurde empfohlen, noch mehr Aufwand in die Leistungsdiagnostik zu investieren – dem kommt der EJW nach.“

Wie wichtig auch die gesundheitliche Vorsorge ist, machte gerade der tragische Tod des Olympiasiegers Maximilian Reinelt deutlich. Auch wenn noch unklar ist, warum der 30-Jährige, der vor zwei Jahren seine Ruder-Karriere beendet hatte, am Sonntag beim Langlauf in St. Moritz (Schweiz) zusammenbrach.

„Neben der Kontrolle des Trainingsstands hat auch die Gesundheitsvorsorge einen hohen Stellenwert“, sagt Pohland und ergänzt: „Durch die Diagnostik lassen sich auch mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen, und es kann gegengesteuert werden.“ Es gehe dem Verein nicht vorrangig um Erfolge, die Gesundheit der Sportler stehe an erster Stelle.

„Wir sind sehr froh, einen solchen verlässlichen Partner vor Ort zu haben, welcher sich sportmedizinisch um die Athleten kümmert“, meint Landestrainer Matthias Helmkamp: „Ebenso ist die Messung der persönlichen Parameter ein Selektionskriterium vor internationalen Wettkämpfen. Mit der Hilfe des Reha Zentrums sind die Athleten bestens vorbereitet.“

Es gebe immer wieder „sehr gute Kooperationen“ zwischen den Ruderern und den Spezialisten. Mit Laktatkontrollen am Ohrläppchen vom Motorboot aus und anschließender Auswertung konnten Rückschlüsse auf das Training gemacht werden. Ebenso werden jedes Jahr Ruderer zur allgemeinen sportärztlichen Untersuchung bestellt, welche Kardiologie und Orthopädie umfasst.

Atemgasmessung

Jetzt gab es unter Leitung von Dr. Stephan Böhmen, Chefarzt der Kardiologie, und Helmkamp einen Rampentest mit Atemgasmessung auf dem Ergometer. Mit diesem Testverfahren werde probiert, den Trainingsfortschritt aufzuzeigen und die weiteren Einheiten besser steuern zu können. Mit Hilfe der Atemgasmessung, auch Spirometrie genannt, und gemessenen Herzfrequenzen sind die Ruderer danach in der Lage, nach Wattvorgaben auf dem Ergometer und Herzfrequenzen auf dem Wasser zu arbeiten.

„Ruderer müssen ein hohes Maß an Ausdauer bereitstellen und dennoch die Fähigkeit haben im Rennen in den unangenehmen laktaziden Bereich gehen zu können“, erklärt Böhmen: „Mit der Atemgasmessung können wir genau ermitteln, wann die Energiebereitstellung der Athleten wechselt.“

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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