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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Extremsport: Über Stock und Stein durch die Pyrenäen

17.09.2019

Oldenburg Zweieinhalb Jahre ist es nun her, dass die Ex­tremsportler Michael Groth und Manfred Siebert-Diering beim „Spine-Race“ in Großbritannien vorzeitig aufgaben. Nun waren die beiden Langstrecken-Läufer wieder einmal gemeinsam in unwegsamem Gelände unterwegs. Diesmal verschlug es sie in die spanischen Pyrenäen, wo in diesem Jahr zum dritten Mal der „Pyrenees Stage Run“ ausgetragen wurde. Damit kehrten die Oldenburger zurück zu ihren Wurzeln, da der Lauf mehr dem „Transalpine“ (ihrer ersten Trail-Running-Veranstaltung als Duo) als dem „Marathon des Sables“ oder dem „Spine-Race“ glich.

„Der Lauf ist deutlich anspruchsvoller als der ,Transalpine’. Manche Wege sind kaum als solche zu erkennen. Manchmal mussten wir auch über Felsen klettern – und einmal war ich bis zur Hüfte in einem Loch verschwunden“, erzählt Groth, der mit seinem Teampartner in sieben Etappen 240 Kilometer des insgesamt 820 Kilometer langen Wanderwegs GR11 und rund 15 000 Höhenmeter meisterte. „Man läuft quasi von Oldenburg nach Essen und muss dabei zweimal den Mount Everest überqueren“, versucht Groth zu verdeutlichen, was die nackten Zahlen bedeuten. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagt Siebert-Diering.

Anders als bei anderen Läufen wie dem „Spine-Race“, wo das Duo aufgrund von Schlafmangel, ständiger Feuchtigkeit sowie Schmerzen an der Achillessehne (Siebert-Diering) und in der Kniekehle (Groth) frühzeitig aufgab, waren die Rahmenbedingungen mit Übernachtungen in Hotels diesmal angenehm. „Das war deutlich besser für die Regeneration“, sagt Groth: „Nichtsdestotrotz konnten wir am Ende vor Erschöpfung kaum schlafen.“

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Sozusagen zum Aufwärmen gab es auf der ersten Etappe erst einmal was fürs Auge. Vom Startpunkt im spanischen Ribes de Freser ging es entlang mythisch angehauchter Plätze wie dem Balandrau, Camí d’Enginyers oder dem Heiligtum von Vall de Nuria über 33,8 Kilometer zum ersten Übernachtungspunkt in Queralbs, bevor es dann am zweiten Tag nach Puigcerdà mit 37 Kilometern und zwei Bergen mit rund 1900 Höhenmetern schon anspruchsvoller wurde.

Es folgte für die 60 zwei- oder dreiköpfigen Teams die Königsetappe (47,36 Kilometer) nach Entap in Andorra. Zum Vergleich: Beim Transalpine 2013 waren es 750 Teams gewesen. „Abseits der Zivilisation waren wir schon häufig ganz alleine unterwegs. Keine anderen Läufer, aber auch kaum Wanderer“, erklärt Groth: „Wir sind zwar auch durch Skigebiete gekommen, aber die waren längst nicht so verschandelt, wie wir das teils in den Alpen gesehen haben.“

Der längsten folgte die kürzeste Etappe (19,8) nach Arinsal, ehe es tags darauf technisch richtig anspruchsvoll wurde. Auf 39,63 Kilometern ging es über den höchsten Berg Andorras (Portella de Baiau, 2756 Meter) zum höchsten Berg Kataloniens (Pica d’Estats, 3143) und zum Tagesziel in Tavascan.

Auf der vorletzten Etappe (26,55) prellte sich Groth auf einer Bergabpassage das Steißbein – doch aufgeben stand diesmal nicht zur Debatte. Ein letztes Mal hieß es, sich aufzuraffen und die Blasen an den Füßen zu verbinden. Die letzten 16 der 32,63 Kilometer ging es hinab ins Ziel in Salardu, wo den Oldenburgern die Erschöpfung deutlich anzusehen war. Mit einer Gesamtzeit von 56:03:44 Stunden lagen sie gut 25 Stunden hinter dem besten Team, aber waren dennoch überglücklich. „Es hat wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht“, sagt Siebert-Diering.

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