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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Hungrige Wölfe bremsen zahme Outlaws

10.10.2017

Oldenburg Es sollte die Krönung einer perfekten Saison werden, aber am Ende schüttelten die Oldenburg Outlaws enttäuscht die behelmten Köpfe. Im Playoff-Duell um den Aufstieg in die Verbandsliga erwiesen sich die Schwarzenbek Wolves als Spielverderber. Die hungrigen Wölfe, die hinter Rendsburg Zweiter in der Landesliga Schleswig-Holstein geworden waren, bremsten die diesmal zu zahmen Outlaws durch ein verdientes 31:21 aus.

„Ich glaube, es hat sich jetzt ein wenig gerächt, dass wir in dieser Saison bisher keine richtige Gegenwehr gehabt haben“, meinte Outlaws-Präsident Elmar Heidenescher mit Blick auf die acht Siege in acht Spielen mit 510:3 Punkten, die das Team in seiner Landesliga-Staffel verbucht hatte: „Nun haben wir sie gehabt und konnten darauf nicht angemessen reagieren.“

Zuletzt sei auch die Trainingsbeteiligung nicht gut gewesen, „da es zunächst hieß: Es gibt keine Playoffs – die Gruppensieger steigen direkt auf“, erklärte Heidenescher: „Da haben dann schon viele ihren Urlaub geplant – und dann kam die Meldung, dass es doch Playoffs gibt.“ Diesen Umstand wollte der Outlaws-Präsident aber wie den Umzug nach Ganderkesee nicht als Ausrede gelten lassen. Wegen der Platzsperre in Oldenburg war das Spiel aus dem GVO-Sportpark auf den Platz des TV Falkenburg verlegt worden.

Die Gastgeber fanden von Anfang an nicht richtig ins Spiel. In der Offense wurden zu viele Bälle fallengelassen, auch die Defense wirkte unsicher. „So nervös habe ich unser Team noch nie zuvor erlebt“, sagte Vangogh Mohamed Ali. Der Quarterback, der zurück zu den Paderborn Dolphins in die zweite Liga wechselt, hatte sich sein letztes Spiel im Outlaws-Trikot auch anders vorgestellt.

Nachdem Wide Receiver Björn Schröder (Touchdown) und Kicker Brian-Tom Lohse (Extrapunkt) die Gäste 7:0 in Führung gebracht hatten, gaben die Oldenburger noch gleich die richtige Antwort. Ali übergab den Ball an der eigenen 20-Yards-Linie an Mike Schuhmacher, der unaufhaltbar in die Endzone der Wolves lief. Kristof Senkbeil beförderte den Ball zum 7:7 zwischen die Stangen.

Das zweite Viertel gehörte dann allerdings ganz den Wolves. Lohse (Field Goal zum 10:7) sowie Felix Elvers (Catch in der Endzone zum 16:7) und wieder Lohse (Extrapunkt) sorgten für eine 17:7-Halbzeitführung, die der Topkicker im dritten Durchgang auf 24:7 erhöhte. Lohse täuschte zunächst einen Field-Goal-Versuch an, um dann den Ball doch lieber selbst über die Linie zu tragen und auch den Extrapunkt sicher zu verwandeln.

Nachdem sich seine Mitspieler an diesem Tag nicht als sonderlich fangsicher erwiesen hatten, machte es Ali selbst und erlief seinen letzten Touchdown für die Outlaws. Senkbeils Extrapunkt-Versuch wurde von den Gästen geblockt.

Elvers sorgte zu Beginn des Schlussabschnitts mit einem Lauf über das halbe Feld in die Endzone für die Vorentscheidung. Wieder versenkte Lohse den Extrapunkt sicher zum 31:13. Sebastian Stelter (Touchdown) und Mike Schuhmacher (Two Point Conversion) sorgten für ein wenig Ergebniskorrektur.

„Wir hatten schon ein wenig Angst vor dem Spiel aufgrund der Ergebnisse, die die Outlaws in dieser Saison abgeliefert haben – mit dem Sieg hatten wir nicht gerechnet“, meinte Wolves-Abteilungsleiter Kai Köpke, dessen Team gleich in der ersten Saison den Sprung in die Verbandsliga realisierte.

Auch für die Outlaws ist die Tür nach oben noch nicht ganz zu. Es ist durchaus möglich, dass es zur neuen Saison zu einer Änderung in der Ligenstruktur kommt und die Oldenburger in die Verbandsliga eingegliedert werden. „Natürlich wären wir aber lieber auf sportlichem Wege aufgestiegen“, meinte Heiden­escher absolut enttäuscht nach dem Spiel, das das letzte seiner aktiven Karriere war.

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