• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Ohne sie läuft nichts bei der Handball-WM in Oldenburg

06.12.2017

Oldenburg Jannik Sievers steht nach Spielende zwischen Japan und Montenegro (29:28) am Eingangsbereich zur Mixed-Zone: Selbstbewusst dirigiert er die Akteure, die vom Spielfeld kommen zum richtigen Eingang, links Spielerinnen und Trainer, damit diese mit den Pressevertretern sprechen können und rechts die Betreuer. Wer unsicher ist, wo er hin soll, fragt den 22-Jährigen – der schnell weiterhilft und augenblicklich den richtigen Weg anzeigt.

Jannik Sievers ist Freiwilliger, ein sogenannter „Volunteer“, bei der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen in Oldenburg. Dass einmal Delegierte der Internationalen Handballföderation (IHF) an ihm vorbeigehen, damit habe der selbst aktiv spielende Handballer bei seiner Bewerbung noch nicht gerechnet.

Auch Ann-Christin Arnold aus Brake hat als Freiwillige bereits ein besonderes Erlebnis für sich verbuchen können: Sie betreut unter anderem das japanische Team, achtet darauf, dass dieses die Zeiten beim Aufwärmen einhält und kümmert sich auch darum, dass für die Mannschaft alles Nötige bereitsteht – wie Eis oder Äpfel beispielsweise. Als Dank hätten ihr die Spielerinnen aus Japan ein Aufwärmtrikot geschenkt, erzählt Arnold. Sie sei nun sozusagen ins Team aufgenommen, freut sie sich.

Handballspieler als Volunteers

Seit mehr als einer Woche sorgen rund 70 ehrenamtliche Helfer für reibungslose Abläufe während der Großveranstaltung – ob bei Pressekonferenzen, der Betreuung von Teams, Zuschauern, Medienvertretern und VIPs, als Fahrdienst oder als Aufbauhilfen in der Arena. Die Einsatzfelder sind umfangreich. Laut Deutschem Handball Bund werden Volunteers während der Weltmeisterschaft in Deutschland in 19 verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Viele der Freiwilligen in Oldenburg, die sich zum Teil bereits vor einem Jahr beworben haben, sind selbst aktive Handballer oder ehemalige Spieler. Darüber hinaus helfen auch etwa 20 Studierende der Universität Oldenburg mit, die sich im Zuge eines Seminars als Freiwillige beworben hatten, um den Ablauf einer sportlichen Großveranstaltung zu erleben.

Zu ihnen gehören Lars Kaulich, Nathalie Pudimat und Meike Ahlers. Die Drei helfen beim Fahrdienst mit. Unter der Leitung des 72-jährigen, Handball erfahrenen Jürgen Dumke kutschieren insgesamt sieben Freiwillige Spielerinnen, Trainer, Betreuer, aber auch Schiedsrichter und Offizielle durch Oldenburg und umzu. Ob zum Training, ins Fitnessstudio, zu Arztterminen oder zu anderen Terminen, sie erfüllen die Wünsche der Akteure. Dafür sind sie fast den ganzen Tag im Einsatz; eine Schicht könne ihnen da schon mal lang werden: Morgens um 7.30 Uhr gehe es los und meistens seien sie bis 23.30 Uhr im Einsatz, erklärt Dumke. Doch seinem Team macht die Arbeit Spaß. „Wir fahren abends zufrieden nach Hause und kommen morgens gerne wieder“, sagt Lars Kaulich und erhält breite Zustimmung. Denn auf ihren Reisen mit den Menschen aus den verschiedenen Ländern würden sie immer wieder schöne Erlebnisse haben, erzählen sie. „Wir bekommen ganz andere Eindrücke“, sagt Meike Ahlers. So habe sie sich mit einem Delegierten des IHF während einer Fahrt darüber unterhalten, wie in Frankreich Muscheln zubereitet werden.

Bewerbung für die nächste Handball-Weltmeisterschaft

Einige blicken bereits weiter: Ihm gefalle die Arbeit als Freiwilliger so gut, so dass er sich auch für die Handball-WM der Männer 2019 in Dänemark und Deutschland wieder bewerben wolle, so Kaulich. Auch Theresa Hahn hatte sich durch das Uni-Seminar als Freiwillige beworben – und es nicht bereut. „Es ist cool, nicht nur die Theorie zu haben, sondern die Praxis auch vor Ort zu erleben“, sagt die 23-jährige Studentin. Beim Spiel zwischen Japan und Montenegro hat auch sie den Zugang in den Medienbereich kontrolliert. So sorgen Freiwillige für die Sicherheit bei der WM. Sie stellen die Akkreditierungen – also die Berechtigungen, sich in gewissen Bereichen aufhalten zu dürfen – für die Teams sowie Medienvertreter aus und überprüfen, ob diese auch an den verschiedenen Übergängen der entsprechenden Bereiche eingehalten werden.

Ob für Sicherheit oder Betreuung der Akteure – die Freiwilligen kümmern sich um vieles, was bei der Weltmeisterschaft anfällt und nehmen selbst einzigartige Erlebnisse mit nach Hause.


Weitere Bilder gibt es unter   www.nwzonline.de/oldenburg 
Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2912
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.