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Fußball: Frauen vom Post SV ergreifen Chance auf Landesliga-Aufstieg

12.06.2020

Oldenburg Die ambitionierte Konkurrenz hatte auf ein „Nein“ aus Oldenburg gehofft, aber die Fußballerinnen des Post SV haben die vom Verband gestellte Landesliga-Aufstiegsfrage mit einem breiten „Ja“ beantwortet. In der Bezirksliga Mitte war das Team zwar nur Tabellendritter, als die Corona-Krise den Betrieb stoppte, liegt nach der Quotientenregel, mit der die Saison jetzt abgebrochen werden soll, aber mit 2,55 Punkten pro Spiel (28 Zähler, 11 Partien) vor RW Damme (31, 13 – 2,38) wie BW Lohne (30, 12 – 2,5) und darf als eine Art „Corona-Meister“ aufsteigen.

So lief die Entscheidung

„Wir haben intern sehr intensiv über den Aufstieg diskutiert“, berichtet Posts Frauen-Obmann Thomas Haake: „Unser Trainerteam um Olaf Seyen und Philip Eiben war für den Aufstieg. Da sich auch unsere Spielerinnen für die Landesliga ausgesprochen haben, wollen wir es in der höheren Spielklasse versuchen.“

Zuletzt hatten die Frauen vom Alexandersfeld in der Saison 2008/09 in der damaligen Bezirksoberliga Nord in einer vergleichbaren Leistungsklasse gespielt. Es folgten neun Spielzeiten in der Bezirksliga sowie 2015/16 ein Jahr in der Kreisliga.

Nun freut sich das aktuelle Team auf die Landesliga, in der künftig zwei Oldenburger Teams spielen, wenn die Saison erwartungsgemäß beim außerordentlichen Verbandstag am 27. Juni mit Auf- und ohne Absteiger abgebrochen wird. Der FC Ohmstede dürfte trotz des vorletzten Tabellenrangs damit nämlich in der fünfthöchsten deutschen Frauenspielklasse bleiben.

So klappt das Training

Im Training trotzen FCO- wie Post-Spielerinnen den Einschränkungen durch die Corona-Krise. „Der zeitliche Aufwand ist enorm. Wir haben höhere Standards, als wir haben müssten. Bei den Spielerinnen gibt es aber keine Diskussionen über unsere Vorgaben, sie setzen alles ganz toll um“, erzählt Seyen: „Wir Trainer sind um 18 Uhr auf dem Platz und bauen ihn auf. Unsere Spielerinnen kommen dann zwischen 19.10 Uhr und 19.20 Uhr einzeln durch den extra eingerichteten Hygieneeingang. Um 19.30 Uhr beginnt dann das Training.“

Alle müssen sich zuvor anmelden, Übungen werden immer in den gleichen Kleingruppen absolviert, trainiert wird alles, was die Abstandsregeln erlauben. Bei Einheiten mit dem Ball sind zum Beispiel Zuspiele über Brusthöhe untersagt. „Nach einem Kopfball müssten wir ja sofort den Ball desinfizieren“, erklärt Seyen.

Auch für das Warmlaufen haben die Trainer eine Lösung gefunden. „Wir bauen zwei Vierecke mit den Maßen 20 x 20 Meter auf. Um die drehen die Spielerinnen ihre Runden, langsamere Läuferinnen weichen nach Zuruf nach innen aus – klappt ausgezeichnet“, meint Seyen, der mit seinem Trainer- und Betreuerteam nach Trainingsende um 21 Uhr mit dem Abbau beginnt. „An den ersten Tagen war ich erst gegen 22.40 Uhr zu Hause, jetzt um 21.45 Uhr“, sagt der Post-Coach lachend über die wachsende Routine in diesen außergewöhnlichen Zeiten.

So trainieren die Minis

Diese Zeiten haben die Verantwortlichen bei Post auch auf außergewöhnliche Ideen gebracht. „Für unsere kleinsten Spielerinnen und Spieler können wir im Moment noch kein richtiges Training anbieten“, erklärt Haake: „Ihr Verhalten ist wegen des Alters ja nicht so kontrollierbar. Also haben wir am vergangenen Samstag erstmals einen Spieletag für die Jüngsten veranstaltet.“

Mit den Trainern der Minis hatte Claus Bückmann einen Parcours entworfen, der ein wenig an eine Minigolfanlage erinnerte. „Diesen musste jedes Kind mit Mutter oder Vater absolvieren“, erklärt der Jugend-Obmann. Auf dem Programm standen insgesamt 15 Stationen, beispielsweise Bälle weit oder durch einen Tunnel schießen, Hütchen umschießen oder umdribbeln.

Die Talente seien mit großer Begeisterung bei der Sache gewesen, sagt Bückmann. „Wir arbeiten schon an einer Wiederholung, der Spaß war bei den Kindern und den Eltern riesengroß“, meint er: „Die Kleinen, die Jüngsten sind ja erst vier Jahre alt, waren sogar überraschend diszipliniert.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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