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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Fußball: Gutes Grillen statt graue Geisterspiele

23.05.2020

Oldenburg Wenn an diesem Samstag ab 15.30 Uhr zum zweiten Mal die Bundesliga-Konferenz frei empfangbar bei Sky Sport News HD zu sehen ist, dürfte der eine oder andere Fußball-Fan, der den Neustart aus der Corona-Pause vor einer Woche noch mehr oder weniger interessiert verfolgt hat, nicht wieder einschalten. Auch unter den Oldenburger Trainern herrscht keine große Begeisterung über die grauen Geisterspiele ohne Fans, die die Profis in der 1. und 2. Bundesliga absolvieren.

„Natürlich habe ich hin und wieder auf den Fernsehschirm geschaut, aber das Revierderby lief irgendwie nebenher“, sagt Rainer Warns, Teammanager von Bezirksligist GVO und bekennender Fan und auch Mitglied von Borussia Dortmund im Rückblick auf das 4:0 vor sieben Tagen gegen Schalke 04. Er verbrachte den Tag mit seiner Familie im Garten und nicht auf der Couch vor dem Fernseher. „Bei diesen Geisterspielen fehlt die Stimmung und damit auch die Faszination, die den Fußball ausmacht“, meint Warns.

Ganz ähnlich sah der vergangene Samstag bei Marco Büsing und seiner Familie aus. „Wir haben gegrillt. Dabei hat uns der Fußball nicht gestört –der ist im Moment nicht mehr als eine schöne Nebensache“, meint der Coach des ebenfalls in der Bezirksliga spielenden Teams von BW Bümmerstede: „Am Samstag war es wichtiger, dass die Bratwürste auf dem Grill nicht anbrennen.“

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„Mit Geld und Macht“

„Ich habe den ganzen Samstag im Garten gearbeitet. Erst am Abend habe ich mir die Spielberichte im Aktuellen Sportstudio angesehen“, erklärt Jürgen Gaden. Der Coach von Kreisligist SWO hält die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bei den Profis für „sehr grenzwertig. Hier sieht man aber, was man mit Geld und Macht alles erreichen kann“, kritisiert er und fügt hinzu: „Kinder dürfen nicht in die Schule und in die Kitas, aber die Profifußballer spielen – das passt nicht zusammen.“

Für Brian Adamovic ist das Anlaufen des Spielbetriebs in den beiden obersten Ligen auch ein Schritt in Richtung Normalität, den er begrüßt. Den Trainer von Bezirksligist SV Ofenerdiek stört dabei aber die Bevorzugung des Profifußballs. „Die Vereine in der 1. und 2. Bundesliga sind Wirtschaftsunternehmen. Sie brauchen das Geld aus den Fernsehübertragungen und haben deshalb die Spiele durchgedrückt“, meint Adamovic. Seinen Fernseher hat er vor einer Woche übrigens nach 15 Minuten ausgeschaltet: „Ich mag diese Konferenz-Übertragungen nicht, die Sprünge von einer Partie zur anderen verderben mir den Spaß am Fußball schauen. Ich habe mir dann die Berichte in der Sportschau angesehen.“

„Fast wie in der Oberliga“

VfL-Sportleiter Detlef Blancke konnte der Live-Übertragung dagegen etwas Gutes abgewinnen. „Ich habe mir am Samstag die Konferenz sehr konzentriert angesehen. Natürlich fehlte die Stimmung, dafür konnte man aber die Zwischenrufe der Trainer hören. Das war fast so wie bei uns in der Oberliga“, sagt er: „Zudem achtet man bei diesen Geisterspielen viel mehr auf die Technik der Spieler und die Taktik der Mannschaften.“

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