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Im Überlebenskampf sind Überredungskünste gefragt

04.11.2017

Oldenburg Erklären, kritisieren, loben, aufbauen: Stephan Ehlers ist in diesen Tagen ein gefragter Gesprächspartner. Am Donnerstag stand der Lehrer am Gymnasium in Bad Zwischenahn beim Elternsprechtag Rede und Antwort. Als Trainer der taumelnden VfB-Fußballer spricht er derzeit mit möglichen Winter-Verstärkungen. Und in seinem aktuellen Kader, der an diesem Samstag bei Hannover 96 II antritt, herrscht in der aktuellen Krise eigentlich täglich akuter Redebedarf.

„Wir wollen – nein – wir müssen was mitnehmen. Und das ist machbar“, sagt Ehlers vor dem Regionalliga-Duell in der Landeshauptstadt (Anstoß: 13 Uhr) und hat seine Spieler nach der Absage der Partie gegen den FC St. Pauli II in dieser Woche kräftig schwitzen lassen. Um die gruselige Auswärtsmaske mit nur einem Sieg (noch unter Dietmar Hirsch) und sechs Niederlagen (drei unter Ehlers) endlich abzulegen, wurde nicht nur an Halloween intensivst trainiert.

„Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren – Hannover hat gerade zu Hause nicht unbedingt überzeugt“, umschreibt der VfB-Coach die Heim-Zahlen der 96er, die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis machen könnten. Die mit U-19-Talenten gespickte Bundesliga-Reserve hübschte ihre Statistik auf eigenem Platz erst vor eineinhalb Wochen durch ein 2:0 gegen Lübeck etwas auf (jetzt ein Sieg, vier Remis, zwei Niederlagen).

„Das ist eine technisch gut ausgebildete Mannschaft, die einige verschiedene Varianten spielen kann, eine klare Idee im Spielaufbau besitzt und nicht zuletzt auch ein großes Repertoire an guten Standardsituationen drauf hat“, warnt Ehlers. Der letzte Sieg gegen Hannovers U 23 gelang dem VfB auswärts am 22. Mai 2015 (2:1). Es folgten ein 1:4 und ein 1:1 (2015/2016) sowie ein 0:2 und ein 1:1 (2016/2017).

Neben der Vorbereitung auf das Duell im 96-Stadion in der Eilenriede werkelt Ehlers weiter an der Personalplanung. „Wir sind an vielen Fronten am Arbeiten – im Winter ist die Suche nach Verstärkungen aber ungleich schwieriger als im Sommer“, sagt der Coach. Erste Ergebnisse des Unterfangens, dem sportlich wie personell arg gebeutelten Kader eine Auffrischung zu verpassen, könne man frühestens „in zwei bis drei Wochen“ präsentieren.

„Freiwillig gibt kein Club seine Spieler ab – es wird verhandelt“, verrät der Cheftrainer, der nach der Absetzung von Sportdirektor Ralf Voigt auch die Hauptverantwortung bei der Spielersuche trägt. Wie eingangs erwähnt, gehört das Reden aktuell zu Ehlers’ größten Aufgaben – in diesem Fall oft das Überreden.

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