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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Kesten will bei TSV kein Sündenbock sein

10.01.2018

Oldenburg Beim Fußball-Landesligisten TSV verschärft sich die Führungskrise weiter. Nachdem der Vorsitzende Erdal Sarigül am Montag aus Verärgerung über Teammanager Yener Kesten, der in einer Pressemitteilung den 26-jährigen Australier Nicholas Kontos als neuen Trainer präsentiert hatte, seinen sofortigen Rücktritt erklärt hatte, hat sich auch Kesten am Dienstag aus der Vereinsführung verabschiedet.

„Ich werde mit sofortiger Wirkung alle Ämter beim TSV niederlegen, denn ich habe keinen Bock, als Sündenbock dargestellt zu werden“, erklärt Kesten enttäuscht. Er war im Oktober 2017 als Teammanager beim TSV installiert worden. Seine Hauptaufgaben sah Kesten damals darin, die in der Fusionsklasse A spielende zweite Mannschaft wieder aufzubauen und die Jugendarbeit des TSV voranzubringen. „Wir werden wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Wenn man künftig über den TSV Oldenburg spricht, dann positiv“, hatte er damals versprochen.

Jetzt spart Kesten beim Rückzug nicht mit Vorwürfen an den zurückgetretenen Vorsitzenden. „Es ist doch schon bezeichnend, wenn der Vereinspräsident nicht einmal beim ersten Hallenturnier seines Vereins anwesend ist. Der Verein schreibt auf allen Positionen rote Zahlen“, echauffiert sich Kesten: „Und Erdal Sarigül wirft mir die Schuhe vor die Füße.“

„Ich höre sofort auf“, hatte Sarigül am Montag verärgert auf NWZ-Anfrage gesagt und mitgeteilt, dass Kesten bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden den TSV führe. Es war das nächste unrühmliche Kapitel in der jüngeren Vereinsgeschichte. Im November hatte Boris Ekmescic erst durch einen NWZ-Artikel erfahren, dass ihn Sarigül von den Aufgaben als Chefcoach des ambitioniert in die Saison gegangenen Clubs entbunden hatte.

Kontos, der zuletzt Co-Trainer beim serbischen Erstligisten FK Jagodina war und zuvor erste Erfahrungen im Trainerstab von Roter Stern Belgrad und Gladesville Ryde Magic FC (Australien) gesammelt hatte, war nun von Kesten als Nachfolger präsentiert worden. Dieser hatte zugleich geplant, dass Zwillingsbruder Johnny Kontos als spielender Co-Trainer fungiert.

Die Vorbereitung auf die Mitte Februar startende Rückrunde sollte das Team an diesem Mittwoch aufnehmen. Kesten hatte nicht nur davon geträumt, in dieser Saison noch Spitzenreiter VfL Oythe abzufangen, sondern auch davon, den Sprung in die Regionalliga zu schaffen. Aktuell ist der TSV (15 Spiele, 23 Punkte) mit zehn Punkten Rückstand auf Primus Oythe (14, 33) Tabellensiebter.

Neben dem neuen Trainer hatte Kesten auch Karl Heinz Bohn als neuen Sportdirektor präsentiert und wollte diesem selbst als Assistent zur Seite stehen. Der 65-Jährige hatte auch den Kontakt zu den Kontos-Brüdern hergestellt und sollte den Landesligisten bei der Suche nach Sponsoren und Spielern unterstützen.

Welche Vorhaben nach den Rückzügen von Sarigül und Kesten weiter Bestand haben, wird sich zeigen. „Ich habe alles für die Mannschaft und den Verein gegeben“, bilanziert Kesten jedenfalls verbittert: „Doch das Fass ist jetzt übergelaufen.“

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