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Unglücksrabe klärt Zukunft beim VfB

07.05.2019

Oldenburg Den Tag vor seinem 25. Geburtstag hatte sich Angelos Argyris ganz sicher anders vorgestellt. Mit einem dicken Bock leitete der Innenverteidiger im Team von Fußball-Regionalligist VfB Oldenburg am Sonntag die 1:2 (0:1)-Heimpleite am drittletzten Spieltag der Fußball-Regionalliga gegen den Lüneburger SK ein. In der heißen Phase der Personalplanungen für die nächste Saison lieferte der Grieche wie alle VfB-Feldspieler an diesem schwarzen Tag im Marschwegstadion keine Argumente für eine Zukunft bei den Blauen. Während Argyris’ Situation in dieser Woche geklärt werden soll, steht bei einigen Kollegen ohnehin fest, dass sie gehen.

„Der eine oder andere Spieler muss sich charakterlich hinterfragen, ob er bis zum letzten Tag alles für den Verein gibt“, hatte Cheftrainer Marco Elia nach dem Schlusspfiff gemotzt, aber keinen namentlich genannt. Auf dem Feld standen einige Akteure wie Lennart Madroch (28, verlässt Oldenburg aus beruflichen Gründen), Süleyman Celikyurt (29, aus familiären Gründen in die Schweiz) und Okan Erdogan (20, wechselt zu Drittligist Preußen Münster), deren Abgang klar ist.

„Wir versuchen, guten Fußball zuspielen. Dann mache ich so einen Fehler – dafür kann ich mich nur entschuldigen“, sagt Argyris zu seinem Fauxpas am Sonntag vor dem 0:1. In der 37. Minute ließ er sich den Ball im Spielaufbau von Utku Sen abluchsen, und der LSK-Angreifer lupfte den Ball aus rund 35 Metern über Keeper Thilo Pöpken ins Tor. Später legte Kevin Krottke das 2:0 für die um den Klassenerhalt kämpfenden Gäste nach (76. Minute), ehe den schwachen Oldenburgern nur noch der Anschlusstreffer von Maik Lukowicz gelang (87.).

Ob Argyris, der jetzt zwar patzte, aber in dieser Saison insgesamt zu den Säulen im Team gehört, auch in der kommenden Spielzeit im VfB-Trikot aufläuft, soll jetzt in einem weiteren Gespräch klargestellt werden. „Wir wollen mit ihm weiterarbeiten. Angelos ist ein positiver Typ mit einer guten Mentalität“, sagt Sportvorstand Andreas Boll vor dem finalen Gespräch in dieser Woche.

„Das ist ein wichtiger Termin – ich bin positiv“, meint Argyris zu einer möglichen Fortsetzung seines Engagements in Oldenburg. „Ich habe Familie in Bremen“, erzählt der Abwehrspieler. Das gebe ihm bei seiner vierten Station außerhalb Griechenlands bedeutenden „Halt“.

Anfang 2015 war Argyris aus seiner Heimat zu Werder Bremen II gewechselt, schaffte mit der Reserve von der Weser den Aufstieg aus der Regionalliga, wo er 2015/2016 unter dem früheren VfB-Coach Alexander Nouri auf zwölf Einsätze kam. Über die Stationen Weiche Flensburg (ebenfalls Regionalliga) und Korona Kielce (beim polnischen Erstligisten war Werder-Torwart-Legende Dieter Burdenski in der Zeit Mehrheitseigner) kam Argyris im Sommer 2018 nach Oldenburg. Hier stehen für ihn aktuell 23 Saisonspiele zu Buche.

Boll weiß, dass der körperlich robuste Defensivexperte auch bei „ein bis zwei anderen Vereinen“ im Fokus steht und möchte nun Nägel mit Köpfen machen. „Wir wollen das jetzt geklärt haben“, möchte der Sportvorstand Planungssicherheit haben.

Als mögliche Innenverteidiger für die neue Saison stehen bislang nur der 2018 aus der U 19 des JFV Nordwest hochgezogene Bernhard Suffner (bislang fünfmal eingewechselt), die jetzt von dort kommenden Fabian Herbst und Fynn Luca Friederichs sowie Leon Deichmann (22, von Ligarivale FC St. Pauli II) bereit. Neben Erdogan und Argyris gab es in dieser Spielzeit in Ahmet Saglam nur einen weiteren gestandenen Innenverteidiger. Der Vertrag des Routiniers läuft ebenfalls aus. Auch er hatte sich den Sonntag vor seinem Geburtstag sicher anders vorgestellt. Saglam wird an diesem Donnerstag 32 Jahre alt.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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