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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Sportvereine wetteifern um Kunstrasen

20.12.2018

Oldenburg Nässe im Winter, Trockenperioden im Sommer: Naturrasenplätze leiden unter der Witterung. Das zurückliegende Jahr hat die Probleme einmal mehr gezeigt. Ein Großteil der Punktspiele musste abgesagt werden, weil Plätze unbespielbar waren. Fachleute bestätigen: Während Naturrasen im Durchschnitt 800 Stunden im Jahr bespielt werden kann, sind es bei Kunstrasen rund 1400.

Den drängenden Bitten aus den Reihen der Sportvereine hat der Rat stattgegeben. In den nächsten Jahren entstehen zunächst an den Schulzentren in Eversten und Kreyenbrück Kunstrasenplätze samt Flutlicht und nötiger Infrastruktur. Etwa eine Million Euro kostet ein Platz – bei ungünstigen Bodenverhältnissen auch mehr.

Anträge liegen vor

Drei weitere Kunstrasenplätze stellen Rat und Verwaltung in Aussicht. Zunächst soll im nächsten Jahr der oder die Standorte für einen Kunstrasenplatz im Stadtnorden festgelegt werden. Anträge gestellt haben der SV Ofenerdiek und der Post SV. Die Verwaltung will Anfang 2019 alle Vor- und Nachteile für die Standorte vorlegen und dann die Politik entscheiden lassen.

Wenn die ersten Kunstrasenplätze gebaut und in Betrieb sind, will die Stadtverwaltung die Erfahrungen auswerten. Mit diesem Wissen sollen dann die restlichen Standorte mit Kunstrasen entstehen. Insgesamt stünden somit – einschließlich der drei bestehenden – acht Kunstrasenplätze zur Verfügung. Zum Vergleich: 41 Rasenspielfelder unterhält die Stadt.

Vertreter aller Fraktionen stellten sich hinter den Plan; allerdings nicht ohne die ökologischen Probleme dieser Plätze anzusprechen. Petra Averbeck (CDU) warnte, Bestandteile der künstlichen Grashalme würden durch Regen ausgewaschen und gelangten ins Grundwasser. Manfred Klopper (Linke) wies auf die mögliche Belastung der Umwelt durch Mikroplastik hin. Rita Schilling (Grüne) nannte eine mögliche Gefährdung für das Grundwasser.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sagte zu, die Plätze nach umweltfreundlichsten Standards anzulegen. Bei neuen Plätzen lasse sich die Gefahr der Grundwasserverschmutzung vermeiden.

Grüne und AfD enthielten sich bei der Abstimmung im Rat der Stimme; die Grünen sehen Beratungsbedarf bezüglich der Kosten. Denn, so Rita Schilling, die Nebenkosten für die Plätze seien bislang nicht bekannt.

Gespräche mit Stadt

Die Ankündigung der Verwaltung, zunächst über die Standorte im Stadtnorden zu entscheiden, hat dort bereits Diskussionen ausgelöst. Der Vorsitzende des Post SV, Andre Henkel, weist in einem Schreiben an den Oberbürgermeister, das auf der Homepage des Vereins veröffentlich ist, auf den drängenden Bedarf an der Alexanderstraße hin. Für den SV Ofenerdiek stellte Vorsitzender Christian Marke auf Anfrage der NWZ die Notwendigkeit einer solchen Investition in Ofenerdiek heraus. Auch der Vorsitzende des SV Eintracht, Rainer Hilgenberg sieht großen Bedarf: er unterstütze einen Kunstrasen in Ofenerdiek, sagte der Vereinschef der NWZ.

Stadtsportbund und Fußballkreis seien in Gesprächen mit der Stadtverwaltung über das weitere Vorgehen, sagte Stadtsportbund-Vize Ulrich Pohland am Mittwoch der NWZ. Er sei sehr zuversichtlich, dass beim Thema Kunstrasen eine für alle Vereine gute Lösung erzielt werden könne.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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