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Fußball: KSV schließt sich Boykott gegen 96 an

27.10.2018

Oldenburg /Hannover Das für Sonntag angesetzte Fußball-Heimspiel der B-Juniorinnen des Krusenbuscher SV gegen Hannover 96 findet nicht statt. Das hat KSV-Trainer Lars Windels am Freitag auf NWZ-Nachfrage mitgeteilt. Die Krusenbuscher erklären sich mit den anderen Teams der Niedersachsenliga der B-Juniorinnen solidarisch und schließen sich einem Spielboykott gegen das Team aus der Landeshauptstadt an.

Die Entscheidung ist dem KSV-Trainer nicht leicht gefallen. „Eigentlich wollen die Mädchen nur spielen“, sagt Windels. Doch das Verhalten der 96-Verantwortlichen vor der Saison sei nicht tolerierbar. Was war vorgefallen?

Hannover 96 hatte Anfang des Jahres unter anderem auch ein B-Juniorinnenteam neu gegründet und sich für die Niedersachsenliga, der zweithöchsten Spielklasse in diesem Bereich beworben, war jedoch zunächst abgelehnt worden.

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Als dann der KSV einen frei gewordenen Platz in der Liga eingenommen hatte, schaltete Hannover das Verbandssportgericht ein und klagte auf Gleichbehandlung, da die Krusenbuscher zuvor ebenfalls kein B-Jugendteam so hochklassig besessen hatten. Doch der KSV war aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit in der C-Jugend – Bezirksliga-Meister und Pokalsieger sowie ausgezeichnet von der Egidius-Braun-Stiftung des DFB – aufgenommen worden. Dies würde die Satzung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) ermöglichen, erklärt Windels.

96 hatte jedoch Erfolg vor Gericht und musste in die Niedersachsenliga aufgenommen werden. Sowohl die Klage als auch das Verhalten bei der Abwerbung von Spielerinnen stieß insbesondere bei Vereinen aus der Region Hannover auf Ablehnung. In einer Whatsapp-Gruppe tauschten diese sich mit den anderen Mannschaften der Niedersachsenliga aus. Mehrheitlich stimmten sie schließlich für einen Spielboykott.

„Ich begrüße es grundsätzlich, wenn große Verein sich im Mädchenfußball engagieren“, erklärt Windels. Doch das Verhalten von 96 sei nicht zu akzeptieren, es würde der Arbeit der kleinen Vereine, die seit 20 Jahren oder länger junge Talente ausbilden, widersprechen, wenn sich die großen Vereine in die höheren Ligen einklagen könnten, ohne zuvor selbst Spielerinnen ausgebildet zu haben. Ein Angebot, außerhalb der Wertung gegen die Teams der Liga anzutreten, lehnten die Hannoveraner ab. So wird es vorerst beim Spielboykott bleiben. Für den KSV geht es am kommenden Mittwoch (14 Uhr) bei PSV Hildesheim weiter.

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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