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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Ein Würger bringt EM-Bronze

07.06.2019

Oldenburg Um ein paar Kilos leichter, um zwei Medaillen schwerer: So lässt sich der erste Auftritt von Ju-Jutsu-Asse Verena Rücker bei den Europameisterschaften in ihrer neuen Gewichtsklasse umschreiben. Die Kaderathletin, die in den vergangenen Jahren beim Polizei SV die Bodenkampf-Variante Newaza nach vorn gebracht hatte, sicherte sich in der rumänischen Hauptstadt Bukarest im Einzel-Wettbewerb der Klasse bis 63 Kilogramm Bronze und erreichte später auch mit der Mannschaft des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes (DJJV) diese Platzierung.

„Die größte Erwartung war das Erreichen der niedrigeren Gewichtsklasse sowie das Austesten dieser neuen Herausforderung, um sich in der potenziellen World-Games-Klasse auszuprobieren“, erklärte Rücker. Sie hatte in den vergangenen acht Monaten mehr als zehn Kilogramm abgenommen, da die 70-Kilogramm-Klasse, in der sie bislang angetreten war und ganz oben in der Weltspitze mitgemischt hatte, aus dem Programm der Spiele für alle nichtolympischen Sportarten gestrichen worden war.

Dass sich der Traum vom Start bei den World Games 2021 im US-Bundesstaat Alabama erfüllen kann, unterstrich Rücker, die in zwei Wochen ihren 27. Geburtstag feiert, in Bukarest, obwohl der EM-Auftakt unglücklich verlief. Nachdem sie die erste Aufgabe, das Einwiegen in die neue Gewichtsklasse, mit 62,7 Kilogramm problemlos gemeistert hatte, gestaltete sich Kampf eins weniger einfach.

Beim Kräftemessen mit der Polin Sandra Pniak, die als Braungurt normalerweise in einer höheren Leistungsklasse als Rücker trainiert, stand es nach sechs Minuten noch 0:0, als der gegnerische Trainer einen Einspruch einlegte. „Wegen einer angeblich fehlenden Punktevergabe – diesem Einspruch wurde fälschlicherweise stattgegeben“, meinte Rücker, die das Einstiegsduell durch die umstrittene Kampfrichter-Entscheidung 0:2 verlor und in die Trostrunde rutschte.

„Die neue Gewichtsklasse war mit zwölf Wettkämpferinnen die am stärksten besetzte Frauenklasse auf diesem Turnier“, erklärte Rücker: „So war es nicht weniger leicht, als sich in der Hauptrunde durchzukämpfen.“ Die Rumänin Claudia Patricia Telcian wollte trotz angesetzten Armhebels nicht vorzeitig aufgeben, musste sich aber 0:2 geschlagen geben. Das Duell mit der Russin Albina Kalina endete dagegen vorzeitig nach einem Fußhebel.

Damit hatte Rücker das Finale der Trostrunde erreicht, musste dort gegen Teamkollegin Naomi Staller um Bronze kämpfen und bezwang diese nach nicht einmal der Hälfte der Zeit durch einen Würger. Damit habe sie nicht nur sich selbst, „sondern auch den zufriedenen Newaza-Bundestrainern Mike Hartmann und Christian Kühn gezeigt, dass der Gewichtsklassenwechsel gelungen und auch richtig war“, resümierte Rücker.

Im Teamwettbewerb trat die erfolgreichste PSV-Kämpferin der vergangenen Jahre wieder in ihrer alten Klasse an, weil Staller in der 63-Kilogramm-Kategorie aufgestellt wurde. Einer Niederlage gegen die Russinen folgten Siege des 13-köpfigen Teams wie von Rücker persönlich gegen die Rivalen aus den Niederlanden und Rumänien.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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