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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Starkes Trio meistert Ruder-Strapaze in Niederlanden

14.06.2019

Oldenburg Nachdem vor einem Jahr eine hartnäckige Viruserkrankung den Titelhattrick verhindert hatte, hat ein Trio vom Oldenburger Ruderverein (ORVO) seiner Trophäensammlung bei der härtesten Langstrecken-Regatta in den Niederlanden einen weiteren Sieg hinzugefügt. Beim „Elfsteden Roeimarathon“ bewältigte das Boot „Panta Rhei“ mit der Besatzung Thomas Judaschke, Christian Morische und Ulrich Westendorf den 211 Kilometer langen Rundkurs durch Friesland in 21:01 Stunden. Damit wurde die sogenannte „Buiten-3“- Wertung souverän gewonnen.

„Ich bin den Roeimarathon jetzt zum elften Mal in der Klasse gefahren und kenne das gar nicht anders“, sagt Westendorf. 3 steht für die Zahl der Ruderer, „Buiten“ bedeutet frei übersetzt „außerhalb des Normalen“. Die meisten Teams meistern den Ruder-Marathon nämlich als Zwölfer-Staffel. „Das heißt, dass vier Dreier-Mannschaften das Boot immer abwechselnd bewegen. Es wird etwa eine Stunde mit voller Kraft gerudert, um dann das Boot an die nächste Dreier-Mannschaft zu übergeben. Danach können sich die drei Ruderer drei Stunden erholen, um dann wieder mit frischen Kräften anzugreifen“, erklärt Sabine Aukamp, Breitensport-Regattawartin beim ORVO.

Infos zum Rennen

Die Route des „Elfsteden Roeimarathon“ orientiert sich an dem legendären Eislaufrennen „Elfstedentocht“. Wenn der Winter richtig kalt ist und die Kanäle in Friesland zufrieren, gibt es dort ein volksfestartiges Eislaufrennen, an dem mehr als 10 000 Aktive teilnehmen. Die mehr als 200 Kilometer lange Strecke wird teilweise sogar in weniger als sieben Stunden zurückgelegt. Letztmals fand das Rennen 1997 statt.

Jedes Jahr findet der „Elfsteden Roeimarathon“ statt. Hier nehmen immer deutlich mehr als 100 Boote und rund 1000 Ruderinnen und Ruderer teil.

Gefahren werden nur Gig-Boote (offene Ruderboote) der Bauart C2+. Zwei Ruderer plus Steuermann bringen es auf stehendem Wasser ohne Strömung auf 10 bis 12 Stundenkilometer.

„Das mit der ganzen Logistik und den ganzen Wechseln ist uns zu aufwändig“, sagt Judaschke: „Da bleiben wir lieber sitzen und rudern einfach durch.“ Und das tat das Trio in dieser Konstellation diesmal zum vierten Mal beim „Elfsteden Roeimarathon“. Platz drei im Jahr 2015 folgten zwei Siege in 2016 und 2017, ehe 2018 anfangs genannte Erkrankung einen Strich durch die Rechnung machte.

Diesmal waren alle drei Ruderer auf den Punkt fit. „Ärgerlich war allerdings, dass die Startplätze für das Rennen nach der Vorjahresplatzierung vergeben werden. Da wir da nicht teilnehmen konnten, mussten wir mit der Startnummer 77 aus dem hinteren Drittel starten“, erzählt Judaschke: „Das bedeutet deutlich mehr Verkehr, war aber psychologisch dann doch ein Vorteil, da wir Boot um Boot überholen mussten und auch konnten.“

Die zwei härtesten niederländischen Mitbewerber in der „Buiten-3“-Klasse wurden schon vor dem Dunkelwerden ein- und überholt. Danach spulten die Oldenburger ihr Pensum über Nacht und auch am nächsten Tag bis zum Zieleinlauf um 17.22 Uhr routiniert ab. Die Bedingungen waren nicht ideal, aber das Trio trotzte Wärme wie Wind und feierte den erhofften dritten Sieg. Vielleicht folgt in einem Jahr der vierte Triumph. Dann soll es laut Aukamp auch wieder wie in den vergangenen Jahren eine Zwölfer-Staffel des Oldenburger Rudervereins geben.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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