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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Dieses Sprinttalent ist ganz schön flink

16.08.2018

Oldenburg Eine noch nicht einmal 15 Jahre alte Nachwuchshoffnung ist zu Oldenburgs schnellster Frau avanciert, nachdem VfL-Olympia-Sprinterin Ruth Spelmeyer eine verletzungsbedingte Auszeit einlegen musste. Die Rede ist von BTB-Leichtathletin Selina Hankel.

„Trotz der vielen harten Trainingseinheiten haben wir mit unserer Trainerin Jessica und den Teamkollegen sehr viel Spaß. Was ja auch sehr   wichtig ist, wenn man viermal die Woche trainiert und auf einiges verzichten muss“, sagt das Sprinttalent.

Drei Wettkämpfe im Marschwegstadion

Nachdem der Kreisverband Oldenburg 2015 und 2016 Landesmeisterschaften im Mehrkampf ausgerichtet hatte, wurden für dieses Jahr die Landesmeisterschaften der U 16 und U 20 nach Oldenburg vergeben. Der Vorstand freut sich, am 25. und 26. August Gastgeber dieser großen Meisterschaft mit rund 700 Athletinnen und Athleten zu sein.

Selina Hankel absolviert im Marschwegstadion drei Wettkämpfe in der W-15-Klasse. Über ihre Lieblingsstrecke 100 Meter steht sie mit 12,86 Sekunden auf Platz sechs der 45 Teilnehmerinnen umfassenden Meldeliste. Über 80 Meter Hürden (12,75) ist sie als Neunte der 28 Starterinnen gelistet. Die BTB-Staffel über 4 x 100 Meter, für die Hankel, Aenne Kintz, Jule Gimmy, Antonia Budde und Elsa Bartuschka aufgeführt sind, steht mit der siebtbesten Zeit (52,77) da – allerdings gehören drei der vorderen Werder Bremen (50,58).

Die Bürgerfelderin, die im Oktober 15 Jahre alt wird, ist mit einer 100-Meter-Bestzeit von 13,12 Sekunden in die Saison gestartet und hat sich mittlerweile auf 12,86 Sekunden gesteigert. Damit verpasste Hankel die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der U 16 nur um sechs Hundertstelsekunden.

Entwicklung geht weiter

Aber das ist kein Grund für die sympathische und immer fröhliche Sportlerin, den Kopf in den Sand zu stecken. Dann soll es halt die Qualifikation für die U-18-DM des nächsten Jahres sein. Hierfür müsste sie sich nach aktuellem Stand bis zum nächsten Sommer noch einmal um 36 Hundertstelsekunden verbessern.

Bedenkt man, dass sie im Vorjahr noch mit einer Zeit von 13,56 Sekunden in die Saison gestartet war, scheint dies gar nicht mal so unwahrscheinlich. Erst einmal stehen für sie die Landesmeisterschaften am 25. und 26. August im heimischen Marschwegstadion auf dem Plan.

„Neben ihren guten Sprint- und Hürdenzeiten hat sie uns in diesem Jahr gezeigt, wie vielseitig sie auch im Mehrkampf ist. Bei ihrem Ehrgeiz und Trainingsfleiß traue ich ihr definitiv die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zu“, sieht Trainerin Jessica Penaat ihren Schützling noch längst nicht am Ende der Entwicklung angekommen.

Diese begann vor fünf Jahren. Damals war Hankel gerade mit ihrer Familie aus Braunschweig nach Oldenburg gezogen und auf der Suche nach einem neuen Hobby. Eine Freundin nahm sie damals mit zum BTB – und schnell war klar, dass aus der Hip-Hop-Tänzerin eine Leichtathletin werden würde.

„Mich hat sofort diese Vielseitigkeit begeistert. Das fand ich echt cool. Bei Wettkämpfen hat man da auch immer die Möglichkeit, seine Freunde anzufeuern, die in anderen Disziplinen unterwegs sind. Es gibt immer viel zu sehen“, sagt Hankel. „Anders als bei Mannschaftssportarten bist du bei der Leichtathletik immer selbst verantwortlich für deinen Erfolg oder Misserfolg. Hast du einen schlechten Tag, kann kein anderer für dich in die Bresche springen. Was du in den Sport investierst bekommst du wieder heraus“, erklärt die BTBerin, was sie so an ihrem Sport mag.

Auf Instagram unterwegs

Ein besonderes Erlebnis war für sie auch die Siebenkampf-Teilnahme. „So einen Teamgeist habe ich noch nie erlebt. Selbst unter Konkurrenten hilft man sich gegenseitig. Das war eine super Atmosphäre“, meint Hankel, die aber ihre Stärken im Kurzsprint und über die kurze Hürdendistanz hat. Das kristallisierte sich schon heraus, als sie gerade mit der Leichtathletik begonnen hatte.

„Ich kann beides ganz gut, aber die größeren Chancen sehe ich für mich über 100 Meter“, favorisiert sie die Distanz, auf der auch ihr sportliches Vorbild unterwegs ist: Gina Lückenkemper, die gerade bei der Leichtathletik-EM Einzel-Silber und Gold mit der deutschen Staffel gewonnen hat. „Gina finde ich richtig toll. Ich folge ihr auch auf Instagram“, schwärmt Hankel von der derzeit schnellsten Frau Deutschlands. Von der Bestzeit der 21-Jährigen (10,95) kann Hankel aktuell nur träumen – aber das ist ja bekanntlich immer erlaubt.

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