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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburgs Berg ruft fast 500 Läufer

24.06.2019

Oldenburg Laufen ohne Anmeldung, Startgebühr und Zeitnahme. Als Stephan Rakelmann im Jahr 2010 den Osternburger Mittsommernachtsberglauf auf dem Utkiek ins Leben rief, musste man diese Art von Läufen noch mit der Lupe suchen.

Mittlerweile hat sich da speziell in Oldenburg mit den Themenläufen einiges getan. Da der Utkiek zu diesem Zeitpunkt bereits zu meinen Lieblingslaufrevieren in Oldenburg zählte, war es für mich keine Frage, ob ich beim Premieren-Lauf mit dabei sein würde. Eher schon, ob es sich wirklich um einen Berglauf handelt. So erinnere ich mich an einen Trainingslauf auf dem Utkiek mit der amerikanischen Mittelstrecklerin Jacqueline Lomax (damals VfL Oldenburg), die mich nach dem Training irritiert fragte, wo denn nun die Berge seien. Alles eine Frage des Blickwinkels. Für mich war, ob Berg oder nicht, klar, dass ich auch beim „Jubiläumslauf“ zur zehnten Auflage starte.

Verändert hat sich wenig in den letzten Jahren. Immer noch stehen die Läufer bis kurz vor dem Start plaudernd zusammen. Kein Anzeichen von Unruhe oder Nervosität, wie man es häufig bei Volksläufen sieht. Zwischendurch sieht man immer wieder Läufer, die Essbares Richtung Verpflegungsstand tragen, das sie ihren Mitläufern zukommen lassen wollen. Während diesmal Kuhglocken im Miniformat verteilt werden, ergreift Stephan Rakelmann das Mikro und bittet die Läufer zum Start für die 5,4 Kilometer. Auch hier kein Zeichen von Hektik. Ist es bei anderen Läufen meist schwierig in die vorderen Reihen zu kommen herrscht hier sehr viel Platz, während zum Ende des Feldes die Reihen immer dichter werden.

Rakelmanns Traum, einmal tausend Füße auf dem Utkiek in Bewegung zu bringen, geht an diesem Abend zwar nicht ganz in Erfüllung. Aber es sind weit mehr als 400 Aktive, tatsächlich fast 500, unterwegs. „Ein Teilnehmerrekord“ freut sich Rakelmann später. Begleitet vom zarten Klang hunderter Mini-Kuhglocken schickt Kerstin Rakelmann pünktlich um 21.06 Uhr mit einer Original-Zillertaler-Kuhglocke die Läufer auf die zwei Runden über den Utkiek.

Mein Ziel: keine Gehpause. Die Blöße wollte ich mir in meinem „Wohnzimmer“ nun doch nicht geben, eine der elf Steigungen gehen zu müssen. Dementsprechend entspannt gehe ich die Sache an. Einige wenige stürmen allerdings sofort los. Es waren schon mal mehr. Wenn die das mal nicht bereuen werden, so schnell angegangen zu sein. Die erste Steigung kommt schon direkt nach dem Start, damit man gleich weiß, auf was man sich hier eingelassen hat. Allerdings ist es auch die Einfachste. Sozusagen zum Eingewöhnen, denn die dritte Steigung ist die „Königssteigung“ auf den mit fast 30 Metern höchsten Punkt des Utkieks.

Während die ersten hier schon eine Gehpause einlegen müssen, komme ich einigermaßen gut rauf. Merke aber schon, dass aufgrund des fehlenden Aufwärmens der Motor noch nicht ganz rund läuft. Nun ist man auch schon mittendrin im anspruchsvollsten Abschnitt der Strecke: die drei höchsten Erhebungen des Utkieks unmittelbar hintereinander ohne Flachpassagen zwischendrin. Das saugt einem schon ordentlich die Kraft aus den Beinen, egal wie schnell man unterwegs ist. Auf dem Rest der Runde folgt nur noch eine Steigung, so dass ich erst einmal wieder Kräfte sammeln kann für die erneute Überquerung der Dreier-Kombination in der zweiten Runde. Da komme ich dann auch deutlich leichter rüber als in Runde Eins, weil mittlerweile auch bei mir der Motor warmgelaufen ist.

Nachdem wir auch die letzte Steigung geschafft haben, werden wir mit einem traumhaften Ausblick auf eine untergehende, rote Sonne über den Baumwipfeln belohnt. „Was will man mehr bei einem Mittsommernachtslauf“, strahlt Stephan Rakelmann. Nach dem Lauf nur strahlende Gesichter als wir bei leckerem Fingerfood und Apfelschorle noch ein wenig beisammenstehen und uns austauschen. Als es anfängt dunkel zu werden, löst sich die Läuferschar langsam auf, aber nicht ohne sich gegenseitig zu bestätigen, auch im nächsten Jahr wieder zum Utkiek zu kommen.


Film vom Utkiek-Lauf unter   www.nwzonline.de/videos 
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