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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Zwei Tage ungebremste Möglichkeiten

11.02.2019

Oldenburg Am Wochenende konnte man in den Weser-Ems-Hallen auf der Motorrad-Show wieder träumen: Von Fahrten auf einsamen Landstraßen, vom Adrenalinschub beim Drehen des Gashahns, von einem kleinen Abenteuer abseits des Alltags.

Die Messe lief in diesem Jahr auf hohen Touren. Vor allem Samstag herrschte großer Andrang. Knapp 15 000 Besucher strömten an beiden Tagen in die Hallen. Es wurden nicht nur die Aufteilung und Präsentation verändert, sondern es gab auch mehr Aussteller und Marken als 2018. „Die Marke KTM war bisher immer schwach besetzt und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr eine starke Präsenz haben, weil Motocross hier in der Gegend beliebt ist“, sagte Sonja Hobbie, Geschäftsbereichsleiterin Messen der Weser-Ems-Hallen. „Genauso die Marken Yamaha und Suzuki, die letztes Jahr fehlten.“

Enduros und Retro

Einer der Schwerpunkte der Messe waren Reise-Enenduros – so auch am Stand von BMW Freese. „Die R 1250 GS ist quasi unser Klassiker“, sagt Matthias zur Mühlen von BMW Freese, „die Reihe läuft seit Jahren wie verrückt.“ Für diejenigen, denen die normale Variante nicht mehr spannend genug ist, hat BMW die leistungsgesteigerte R 1250 GS Adventure im Sortiment, die abseits fester Wege eine noch bessere Figur macht. Als Neuheit gibt es die S 1000 RR. „Unser Exemplar haben wir extra per Spediteur aus München kommen lassen“, zeigte sich zur Mühlen stolz. Freese gehört zu den ersten, die den BMW-Supersportler auf regionalen Messen präsentieren dürfen. Wer beim Anblick der schnittigen Maschine schwach geworden ist, muss sich allerdings noch in Geduld üben: Die neue S 1000 RR kommt offiziell erst im Juni.

Sportliches gab es auch bei Honda, wo die markante CB 650 R Neo Sports Café auf abenteuerlustige Fahrerinnen und Fahrer wartete. „Das ist unser Trendmodell in diesem Jahr“, sagte Sebastian Behrends von der Bikerdiele Ocholt. Er war in diesem Jahr zum zweiten Mal auf der Motorrad-Show und konnte sich nicht über mangelndes Interesse beklagen, vor allem von jungen Fahrern. „Die Honda Monkey ist so populär, dass wir in Deutschland derzeit mehr Kaufverträge als Zulassungen haben“, so Behrends.

Rainer Böhnke von Moto Car Wiesmoor sieht ebenfalls mehr Interesse seitens junger Kunden. „Viele junge Menschen begeistern sich wieder dafür, weshalb Hersteller wie Yamaha mit bezahlbaren 125er Maschinen reagieren“, sagte Böhnke. Für Leute, die keinen Motorradführerschein oder schlechte Erfahrungen mit einem Motorrad gemacht haben, hatte er Dreiräder von Can-Am dabei. „Die werden sehr gut angenommen, vor allem von Frauen“, so Böhnke, „und mit dem Ryker haben wir das neue Einsteigermodell da.“

Einsteiger wurden auch bei Motorrad Schlickel fündig. „Wir sehen hier sehr viele junge Leute, die abseits von Computern wieder draußen was unternehmen wollen“, sagte Inhaber Ralf Biermann. Neben dem Trend zu Reiseenduros seien Retrobikes ein weiteres starkes Segment. „Nach vorne geht ja eigentlich nicht mehr viel, deshalb geht der Blick jetzt vermehrt nach hinten“, sagt er. Sportliche Maschinen fehlen bei Schlickel aber nicht im Portfolio – wie etwa die Kawasaki Ninja ZX-6R oder das Motocross-Flaggschiff Husqvarna FC 450. Das Thema E-Mobilität spielt für Biermann aber noch keine große Rolle im Zweiradbereich. „Es ist, bis auf E-Roller, einfach noch zu teuer“, sagte er.

Neu: Elektromotorräder

„Da geht viel über die Emotionen“, meinte Daniel Matthäus von der Otten GmbH, die E-Bikes im Angebot haben, „aber man kann die Leute schon überzeugen.“ Dabei helfen nicht nur technische Daten wie 3,5 Sekunden von Null auf 100 km/h bei 144 Nm oder Ladegeschwindigkeiten von unter einer Stunde für mittlere Fahrtstrecken bei der Zero DSR, sondern das Fahrgefühl. „Wir sagen oft zu Kunden: „Bevor wir weiterrreden: Hier, nimm einen Helm und fahr’ mal ’ne Runde“, erklärte Matthäus. Zuspruch und Erstaunen der Kunden sei daraufhin die Regel: „95 Prozent sagen hinterher, dass sie das so nicht erwartet hätten.“ Den hohen Anschaffungspreis sieht Matthäus durch die geringen Wartungskosten gerechtfertigt. „Der Akku ist kaum zu zerstören, die Garantie ohne Kilometerlimit“, sagte er. Aufladen könne man abseits der Ladestationen auch bequem an jeder normalen Steckdose.

Anders sieht es bei E-Rollern aus: „Die sind massentauglich. Das Thema ist im Grunde schon durch.“ Das schlägt sich auch im geringen Preis für Einsteigermodelle nieder. „Die werden von 16-Jährigen, Pendlern und Rentnern gekauft“, sagt Matthäus, „das ist angekommen.“

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Arne Haschen NWZ-Mitarbeiter
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