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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburger lebt seinen Traum vom Trainerjob

07.01.2020

Oldenburg Mit seinen gerade einmal 24 Jahren zählt Matthias „Matze“ Helmkamp zu den jüngsten Trainern, die im Oldenburger Spitzensport unterwegs sind. Nichtsdestotrotz kann der Nachwuchscoach vom Oldenburger Ruderverein (ORVO) bereits auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz verweisen. Unter seiner Regie haben schon einige Athletinnen und Athleten nicht nur Medaillen bei Deutschen Meisterschaften geholt, sondern auch im Nationaltrikot gegen internationale Konkurrenz überzeugt.

„Der Rest ist Bürokratie“

„Trainer ist mein Traumberuf. Deshalb studiere ich auch Sportwissenschaften“, erzählt der Osnabrücker, der mit einer halben Stelle beim Landesruderverband als Trainer angestellt ist. „Im Grunde ist das schon eine tagesfüllende Aufgabe, die einen bis in Privatleben verfolgt. Wobei nur knapp 20 Prozent die Arbeit direkt mit den Athleten ausmacht – der Rest ist Bürokratie“, erklärt der 24-Jährige, der als niedersächsischer Landescoach am Stützpunkt Oldenburg sowie als Sportlicher Leiter des Team NordWest die Talente des hier beheimateten Regattaverbandes Ems-Jade-Weser voranbringt.

Bereits als 16-Jähriger engagierte sich Helmkamp am Osnabrücker Ratsgymnasium als Betreuer in der Ruder-AG. Zu dem Zeitpunkt blickte er schon auf eine eigene sechsjährige Karriere als Ruderer zurück. Seinen größten sportlichen Erfolg errang er dabei mit seinem Schulteam. Im Königsboot, dem Achter, fuhr er mit seinen Kollegen beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ national auf Platz drei.

Nicht um jeden Preis

Nachdem er 2013 seine aktive Karriere beendet hatte, begann er, seine Trainertätigkeit zu forcieren. Zunächst betreute er beim Osnabrücker Ruderverein die U 17. Beim ORVO stieg er ins Boot, als er 2015 sein Studium in Oldenburg begann. „Hier trainiere ich Sportler ab dem 15. Lebensjahr bis in den U-23-Bereich“, erklärt Helmkamp und ergänzt: „Wobei es egal ist, ob es sich um Sportler aus Oldenburg, der Region Nordwest oder des Landesruderverbandes handelt.“

Nicht nur die Spitzentalente finden ihre Heimat in der Trainingsgruppe von Helmkamp. Die Leistungsspanne zwischen den knapp 15 Athletinnen und Athleten, die bei ihm trainieren, ist dabei recht groß. Von Talenten, die dreimal pro Woche für kleinere Regatten trainieren, bis hin zu den Kräften, die auf internationalem Niveau unterwegs sind, ist alles dabei.

Rudern als Lebenssport

„Das macht das Training sehr interessant, da man zwischen den unterschiedlichen Ansprüchen auch persönlich hin und her wechseln muss“, sagt Helmkamp und fügt hinzu: „Schön ist auch, dass wir eine große Sportlergruppe haben, wo die älteren und erfahrenen Athleten die Jüngeren mitreißen, wenn es mal sportlich nicht so läuft.“

Unter anderem hat er Patricia Schwarzhuber, die im Sommer nach einer Universitätssaison in den USA wieder angreifen will, und den inzwischen für Hamburg startenden Max von Bülow in die nationale Spitze und damit auch an die Nationalmannschaft herangeführt.

Auch wenn er das als sein primäres Ziel ansieht, will der 24-Jährige keinen Erfolg um jeden Preis. „Meine Philosophie ist es, den Jugendlichen klarzumachen, dass Rudern ein Lebenssport ist und nicht enden muss, wenn man keinen Leistungssport mehr betreiben möchte“, erklärt der Trainer und rückt die Liebe zum Rudern in den Fokus: „Ich stelle das Erlebnis der Sportart und die Vielseitigkeit der Regatten in den Vordergrund. Nur wer mit Freude zum Training kommt, kann später auch Leistung erbringen.“

In den Kinderschuhen

Gerne würde Helmkamp noch mehr Jugendliche für die Sportart begeistern. Im Vergleich mit seiner Heimatstadt Osnabrück stecke das Schulrudern in Oldenburg aber noch in den Kinderschuhen. Der ORVO arbeitet zwar bereits mit Schulen zusammen, aber der Übertrag in den Verein sei sicherlich noch verbesserungsfähig, meint der Trainer.

Es sei ein langfristiger Prozess, auch wenn Helmkamp sich und seine Mitstreiter schon auf einem guten Weg sieht. „Ich bin da recht zuversichtlich“, sagt der Nachwuchscoach und ergänzt: „Die EWE-Rowing-Challenge, bei der Schulklassen auf dem Ruderergometer gegeneinander antreten, ist zum Beispiel eine gute Sache, um Schüler für das Rudern zu begeistern.“

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