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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Läufer glänzen bei windigem Heimspiel

24.10.2017

Oldenburg Mit sechs Podiums- und zahlreichen Spitzenplatzierungen in den jeweiligen Altersklassen konnten Oldenburgs Läufer beim Oldenburg Marathon mehr als überzeugen. Aber nicht nur im Leistungsbereich präsentierte sich Oldenburgs Läuferfamilie in beeindruckender Art und Weise.

Das blaue T-Shirt

Rund 90 Läufer waren für „Integration läuft“ an den Start gegangen, um ein Zeichen für Integration und gegen Rassismus zu setzen. „Auch bei den bald startenden Oldenburger Themenläufen werden wir wieder mit zahlreichen Läufern in unseren blauen T-Shirts an den Start gehen“, erzählte Initiator Jürgen Müllender vom Rotary Club Oldenburg-Schloss.

Unter den Läufern in Blau war auch Fünf-Kilometer-Sieger Thomas Pollmann, der den Lauf als letzte Möglichkeit vor dem Frankfurt-Marathon (29. Oktober) nutzte. „Ich finde die Aktion ganz gut und wurde gebeten, das T-Shirt zu tragen – was ich natürlich gerne gemacht habe“, sagte Pollmann, für den es Ehrensache war, das blaue T-Shirt anzuziehen. Im Ziel hatte er mit 16:47 Minuten einen Vorsprung von 49 Sekunden auf Basketballer Paul von Engelmann (LC Wechloy) herausgeholt.

„Er hat eigentlich nur mit dem Training angefangen, um für den Sport-Leistungskurs eine Zeit von 18:15 Minuten zu laufen und ist nun deutlich schneller gelaufen“, sagte sein stolzer Papa Sascha von Engelmann. Nur vier Sekunden hinter seinem Junior lief Triathlet Finn Hannawald von den „Bären“ über die Ziellinie. Vierter wurde in Laufrauschler Sören Thomalla ein weiterer Oldenburger in 17:59 Minuten. Paul Burow von den „Bären“ lief in 18:34 Minuten auf Platz neun.

Bulling nicht zu halten

Einen überlegenen Sieg bei den Frauen lief Mette Bulling (LC Wechloy) in 19:20 Minuten heraus und hatte im Ziel einen Vorsprung von satten 43 Sekunden. Dazu konnte Bulling ihre alte Bestzeit um 16 Sekunden verbessert. „Dafür, dass sie nur zwei- bis dreimal die Woche trainiert, ist das sehr gut. Sie dürfte damit wohl unter den besten 35 Läuferinnen ihrer Altersklasse in Deutschland liegen“, freute sich ihr Trainer Georg Diettrich.

Tomke Köhler vom VfL Oldenburg lief in 21:16 Minuten auf den achten Platz, und „Bärin“ Anna Brockmeier schaffte (21:44 Minuten) als Zehnte auch noch den Sprung unter die besten zehn Läuferinnen. Ex-Handball-Nationalspielerin Kathrin Scholl (11. Platz) vom VfL verpasste das um nur zwölf Sekunden (21:56).

Nicht zu schlagen über die zehn Kilometer war einmal mehr Diettrich, der in 32:56 Minuten seinen bereits 16. Sieg bei einem Lauf des Oldenburg Marathons feiern konnte. Teamkollege Sascha von Engelmann (13.) verpasste dagegen sein Ziel, unter 36 Minuten zu bleiben um 27 Sekunden (36:27). „Um das zu schaffen, muss schon alles passen – und das war heute nicht der Fall“, erklärte der enttäuschte Wechloyer, der sich allerdings mit der Bestzeit von Sohn Paul trösten konnte. Drittschnellster Oldenburger war Laufrauschler Weldeab Tesfamcael in 37:57 Minuten (22.).

Schnellste Oldenburgerin war einmal mehr VfLerin Michelle Kipp, die in 38:19 Minuten ungefährdet auf den zweiten Platz lief. „Ich bin echt zufrieden mit der Zeit, auch da ich meist alleine laufen musste und so zwischen Kilometer sieben und neun den Wind ganz schön gemerkt habe. Hier habe ich dann auch etwas Zeit verloren. Aber es hat Spaß gemacht. Schade, dass die Saison jetzt zu Ende ist“, sagte sie. Ihr gefiel die neue Strecke deutlich besser als die alte. Auch Antje Günthner (LSF/41:29) und Alexandra Fürst (Klinikum Oldenburg/ 42:59) schafften als Fünfte und Zehnte den Sprung unter die besten zehn Läuferinnen.

Schnellster Oldenburger Halbmarathoni war Triathlet Lennart Fastenau (1. TCO) als Sechster (1:17:55 Stunden). Teamkollege Jens Nowak wurde 13. (1:22:53). LSFer Axel Felsmann kam auf Rang 16 (1:23:50). Auch die schnellste Oldenburgerin Charlotte Friedrich trug das Trikot der „Bären“. Sie wurde Vierte (1:34:12).

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