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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Bald rollt der Ball bei jedem Wetter

12.12.2018

Oldenburg Ob Dauerregen, Frost oder Hitzeperiode: Ein Kunstrasenplatz schlägt einen normalen Rasenplatz hinsichtlich Bespielbarkeit um Längen. Training und Spielbetrieb hängen bei Kunstrasen kaum von der Witterung ab. Allgemein gilt: Ein Rasenplatz ist 800 Stunden im Jahr spielbereit, ein Kunstrasenplatz 1400 Stunden.

In der vergangenen Saison hatten die Vereine besonders zu leiden: Zwischen Oktober 2017 und März 2018 waren die städtischen Rasenflächen 138 von 182 Tagen gesperrt – fast 75 Prozent Sperrquote im Winterhalbjahr. Das ist der Grund, warum Kunstrasen auf der Wunschliste der Fußballer weit oben stehen.

„Aus sportfachlicher Sicht ist es Ziel, über das Stadtgebiet verteilt, möglichst in jedem Stadtteil einen Kunstrasenplatz vorzuhalten“, kündigt die Verwaltung in einer Vorlage für den Sportausschuss an. Das Gremium befasst sich an diesem Mittwoch (17 Uhr, Altes Rathaus) mit den – nicht ganz billigen – Ausbauplänen. 900 000 Euro rechnet die Stadt pro Kunstrasenplatz; wenn schwierige Bodenbedingungen oder sonstige Besonderheiten dazukommen auch mehr.

In Oldenburg gibt es bereits vier Kunstrasenplätze: an der Maastrichter Straße, an der Gerhard-Stalling-Straße, am Schulzentrum Flötenteich (alle städtisch) und an der Alexanderstraße, VfL Oldenburg.

Ihren Wunsch nach Kunstrasen bei der Sportverwaltung der Stadt angemeldet haben die Vereine Post SV, SV Ofenerdiek und TuS Bloherfelde. Der TuS Eversten hat ebenfalls Interesse bekundet.

Aus Sicht der Verwaltung sind zunächst jene Stadtteile an der Reihe, in denen bislang kein Kunstrasen zur Verfügung steht. Das sind der Nordwesten, der Westen und der Stadtsüden. Über zwei weitere Kunstrasenplätze solle zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Als besonders geeignet für einen Bau von Kunstrasenplätzen gelten folgende Standorte:

Stadtwesten

 Im Stadtwesten empfiehlt die Verwaltung das Gelände am Schulzentrum Eversten. Einen Kunstrasenplatz an diesem Standort könnten der TuS Bloherfelde und der TuS Eversten sowie die Gemeinwesenarbeit Bloherfelde und der FC Wittsfeld nutzen.

Das Areal habe Sportparkpotenzial, urteilt die Verwaltung. Es verfüge über drei Sportplätze sowie eine kleine Rasenfläche und zwei Umkleiden mit Sanitäranlagen und Parkplätzen in städtischem Eigentum, weiterhin über eine Leichtathletikanlage, Basketballkörbe, eine Dreifeld-Sporthalle, eine Ein-Feld-Sporthalle sowie ein Hallenbad. Durch die Nachbarschaft zu Schulzentrum und Gymnasium könnten viele Schülerinnen und Schüler die Anlage nutzen. Die Hundsmühler Höhe gilt mit Blick auf den Untergrund als ungeeignet für Kunstrasen.

Stadtsüden

Im Stadtsüden haben die Planer das Gelände am Schulzentrum Kreyenbrück im Blick. Hier finden sich drei Sportplätze, eine Dreifeld-Halle mit Laufkanal, Skateanlage und Hallenbad sowie Parkplätze. Der FC Medya, der FC Wittsfeld und Victoria könnten den Kunstrasen für Fußball nutzen. Der VfB Oldenburg könnte hier Cricket spielen und Schwarz-Weiß Oldenburg Baseball. Auch American Football soll hier künftig möglich sein.

Nordwesten

 Im Nordwesten halten die Experten das Gelände an der Alexanderstraße und am Schulzentrum Ofenerdiek für besonders geeignet. Sportvereine in der Nähe sind der Post SV und der SV Ofenerdiek.

Das Gelände in Ofenerdiek verfüge über zwei Sportplätze, die ausschließlich der SV Ofenerdiek nutze, eine Dreifeld-Halle und eine vereinseigene Ein-Feld-Halle.

Auf dem Gelände an der Alexanderstraße befinden sich zwei Sportplätze, eine kleinere Rasenfläche und das sogenannte Hockeyfeld, die ausschließlich der Post SV nutzt. Außerdem befinden sich dort Tennisplätze sowie die Skate- und BMX-Halle.

Die Verwaltung schlägt vor, vor der Entscheidung Rahmenbedingungen und Baukosten zu untersuchen.

Wie geht es weiter? Der Sportausschuss soll an diesem Mittwoch – und am Montag im Rat (18 Uhr, PFL) – einen Grundsatzbeschluss fassen. Darin geht es um die Standards, das heißt zum Beispiel für Beleuchtung, Zaun, Umkleiden und sanitärer Anlagen. Außerdem erbittet die Verwaltung grünes Licht, um den Bedarf an solchen Plätzen an den verschiedenen Standorten zu prüfen („verwaltungsinternes Investitionscontrollingverfahren“).

Bereits im Vorgriff auf diese Beschlüsse hat die Verwaltung insgesamt 2,57 Millionen Euro für 2019 und die drei darauffolgenden Jahre in den Haushalt eingeplant. Weitere 750 000 Euro sieht die Stadt für 2023 vor. Kosten für Beleuchtung, Umkleiden, sanitäre Anlagen und Einzäunung kommen noch dazu.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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