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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

BMX ist Bodos Leben

29.11.2018

Oldenburg Weser-Ems-Meister, Niedersachsenmeister und Norddeutscher Meister war er. Alles in einem Jahr: 1985. Jetzt ist Bodo Hellwig (48) für seine Verdienste für den BMX-Sport bei den Freedombmx Awards für sein Lebenswerk geehrt worden.

„Ich weiß gar nicht so genau warum ich geehrt wurde. Ich vermute mal, für den Job den ich mache“, gibt Hellwig sich bescheiden. Ohne die Firma Sport Import aus Edewecht hätte er den Preis aber nicht bekommen, vermutet Hellwig. „Ich persönlich wurde zwar geehrt, aber dahinter steht Sport Import.“

Seit 1982 gibt es den Großhändler, der sich auf den Vertrieb von sportlichen und hochwertigen Fahrrädern und Fahrradzubehör spezialisiert hat. „Wir unterstützten zudem Szenemagazine, kleine Veranstaltungen oder etwa BMX-Parks und Hallen indem wir Ausrüstung wie zum Beispiel Leihräder zur Verfügung stellen“, erklärt Hellwig die Rolle von Sport Import.

Bereits 1985 hatte Hellwig erstmals Kontakt zu der Firma. „Damals war ich in Berlin wegen der Norddeutschen Meisterschaft im BMX Rennen und da haben wir auch einen Abstecher zu Sport Import gemacht. Schließlich waren die eine der ersten Firmen, die den BMX Sport nach Deutschland geholt haben“, erinnert sich der gelernte Kunstschmied.

Aufgewachsen in Hatten war die Rennstrecke am Freizeitbad Kirchhatten nicht weit. 1983 ist Hellwig mit dem BMX angefangen – nachdem es durch den Film „E.T.“ weltberühmt wurde. Das erste Amateurrennen fuhr er 1984. „Es haben sich schnell professionelle Strukturen gebildet, die zum Teil heute noch bestehen. Im Bikepark Hatten hat sich etwa der BMX-Club Hatten gegründet“, schildert Hellwig. Mit diesem sei man dann gemeinsam zu den Rennen gefahren, bei denen zu Spitzenzeiten bis zu 1000 Fahrer gemeldet waren.

Hellwig war bis 1998 aktiv und schätzt das er an etwa 250 Rennen teilgenommen hat. Seine größten Erfolge feierte er bei den eingangs erwähnten Meisterschaften 1985. Seine schlimmste Verletzung zog er sich auch beim Rennen zu – ein Bruch des Radiusköpfchens im Ellenbogen. „Meistens bleibt es bei Schürfwunden, die gehören allerdings dazu!“ Außerdem gelte meist die Devise: Es sieht fast immer schlimmer aus als es ist.

Neben BMX-Rennen ist im Jahr 2020 erstmals auch Freestyle-BMX als Disziplin bei den Olympischen Spielen mit von der Partie. Eine Disziplin, die Hellwig selbst seit 1996 fährt. Was diese Entwicklung angeht, ist der seit 26 Jahren in Oldenburg lebende Produktmanager BMX allerdings zwiegespalten. „Natürlich kann der Sport davon profitieren, aber bisher bleibt die Jugendarbeit vor allem an den Vereinen, den Parks und Privatpersonen wie ehemaligen Profis hängen. Ich würde mir wünschen, dass sich der Bund Deutscher Radfahrer als zuständiger Verband in diesem Bereich mehr engagieren würde“, lässt Hellwig wissen.

Einen Tipp für alle, die mit dem Gedanken spielen, in den BMX-Sport einzusteigen hat Hellwig noch: „Man sollte nicht sofort zu einem spezialisierten Rad greifen, etwa einem BMX, das auf Rennen ausgelegt ist. Es gibt sehr gute Alleskönner, die sich für Anfänger anbieten.“ Außerdem gelte es Sportfachhändler zu konsultieren. Gerade bei Kindern sei die Größe des Rads entscheidend und wird mangels Fachkenntnis schnell falsch eingeschätzt. „Hilfe gibt es aber immer auch vor Ort auf den Strecken, oder in den Parks – das ist das Schöne an der Szene: man hilft sich gegenseitig und es gibt enorm viel Zusammenhalt.“

BMX ist die Abkürzung für Bicycle Motocross, wobei das X für das englische Wort „cross“ steht. Es handelt sich um eine Ende der 1960er Jahre in den USA entstandene Sportart, bei der Sportler auf speziellen Fahrrädern mit besonders kleinen 20-Zoll-Laufrädern fahren. Zwei Disziplinen werden beim BMX unterschieden: „Race“ – das Fahren von Kopf-an-Kopf Rennen – und „Freestyle“, wo es um Geschicklichkeit und die gezeigten Tricks geht.

Daniel Schumann
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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