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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Rudern: Einsamkeit weicht neuer Zweisamkeit

23.06.2020

Oldenburg Nachdem es in der großen wie kleinen Ruder-Welt für die Saison 2020 aufgrund der Corona-Krise für längere Zeit zappenduster ausgesehen hat, sehen die Athletinnen und Athleten vom Team Nord-West wieder Licht am Horizont. Das Rudern im Einer war bereits seit einiger Zeit gestattet. Jetzt freuen sich die Asse vom am Achterdiek beheimateten Regattaverband Ems-Jade-Weser über die Lockerungen der Ländervorgaben, die nach der wochenlangen Ein- eine neue Zweisamkeit möglich machen.

„Diese Verordnung ermöglicht es uns, die Vorbereitung auf mögliche internationale Wettkämpfe im Zweier aufzunehmen“, sagt Matthias Helmkamp. Der Landestrainer spielt damit einerseits auf die Möglichkeit, Mannschaftsboote mit Ruderern aus zwei verschiedenen Haushalten zu besetzen – und andererseits auf die am 5. und 6. September stattfindende U-23-Europameisterschaft in Duisburg.

Physisch starker Hüne

Für die Titelkämpfe, die nun von Weltverband und Ausrichter bestätigt wurden, hat der Regattaverband Leonard Brahms als heißes Eisen im Feuer. Der fast zwei Meter große Ostfriese, Jahrgang 2001, hat die Corona-Zeit dazu genutzt, an der Grundlagenausdauer und der Rumpfkraft zu arbeiten.

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Erste Erfolge zeigten bereits auf dem Ruderergometer, wo Brahms es schaffte, seinen persönlichen Bestwert über die olympische 2000-Meter-Distanz um vier Sekunden zu verbessern. Mit einer Zeit von 6:06 Minuten gehört er im U-23-Bereich nun zu den physisch starken Sportlern, welche sich Hoffnungen auf eine Nominierung für Auftritte im Nationaltrikot machen dürfen.

Gemeinsam mit Zweier-Partner Hanno Brach (Gießen), der physisch in einer Liga mit Brahms spielt und amtierender Junioren-Weltmeister ist, führt der Weg zur Einladungsregatta des Deutschen Ruderverbandes Ende Juli in Hamburg. Dort muss sich das Duo der nationalen Konkurrenz stellen.

„Ein hartes Stück Arbeit“

„Es ist motivierend nach all den Regattaausfällen und dem Warten auf neue Informationen endlich wieder einen festen Wettkampf im Blick zu haben“, sagt der Ostfriese vom Stützpunkt in Oldenburg: „Allerdings hat die Konkurrenz in der Zeit nicht geschlafen – es wird ein hartes Stück Arbeit, in Duisburg dabei zu sein.“

Nach vielen Trainingsstunden im heimischen Leer auf dem Ruderergometer und im Einer sind nun zahlreiche gemeinsame Einheiten mit Brach am Bundesstützpunkt des Deutschland-Achters in Dortmund geplant. Dort wird Bundestrainer Christian Viedt in Abstimmung mit Landestrainer Helmkamp und Heimtrainer Peter Eiben den Zweier betreuen und auf die Wettkämpfe vorbereiten.

„Der Bundestrainer übernimmt das Training dieses Zweiers, damit er sich ein Bild vom Leistungsstand machen kann und die Jungs vor der EM schon besser kennenlernt“, erklärt Helmkamp: „Mir fällt in diesem Fall eher die organisatorische Aufgabe der zeitlichen Koordination zu.“

Ob der Traum vom EM-Start für den Oldenburger Ostfriesen wahr werden kann, entscheidet sich Anfang August, wenn die Bundestrainer ihren endgültigen Kader festlegen. Aufgrund der Corona-Krise spielen neben den sportlichen Faktoren aber auch noch andere eine Rolle.

Kein Besucheransturm

„Ich hoffe, dass die Entscheidung der Regierung nicht die Ruderer tangiert, weil es dort normalerweise nicht zu einem Besucheransturm kommt“, meint Ulrich Pohland als Vorsitzender des Regattaverband mit Blick auf die in der vergangenen Woche beschlossene Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende Oktober.

Inwieweit die jüngeren deutschen Talente zu internationalen Wettkämpfen fahren können, soll in den kommenden Wochen besprochen werden. Für die U-19-Ruderer könnte der Weg zur erst einmal von Ende Mai auf den 26. und 27. September verschobenen Europameisterschaft nach Belgrad führen, die U-17-Auswahl könnten zeitgleich beim Baltic-Cup im litauischen Trakai starten.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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