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Emily wagt sich auf’s Pferd – Und wie!

11.05.2018

Oldenburg Die Nervosität ist Youtuberin Emily Hartinger sichtlich anzusehen. Zuletzt saß die 23-Jährige vor knapp zehn Jahren auf einem Pferd – und jetzt gleich darauf turnen? Da kann einem schon die Flatter gehen. In ihrem neuen Format „Das Empe­riment“ auf ihrem Youtube-Kanal „Sach an“ wird Emily spannende, lustige, aber auch außergewöhnliche Hobbys aus der Region ausprobieren. Zum Start der Reihe ging es zur Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO). Hier durfte sich Emily erstmals im Voltigieren versuchen.

Bevor es aber in die Vollen ging, hieß es erst einmal Pferd striegeln, Hufe reinigen, Geschirr anlegen und ganz wichtig: Sir Stanford, kurz Stan, näher kennenlernen. „Ich fand es super cool, das ich nicht einfach so ins kalte Wasser geworfen wurde, sondern zu Beginn den ganzen Ablauf mitmachen konnte“, sagte Emily. Der zehn Jahre alte Wallach ließ alles in Seelenruhe über sich ergehen – ist schließlich nicht das erste Mal gewesen. Und das eine oder andere „Leckerli“ tat sein Übriges dazu. Nach dem Stan ordentlich herausgeputzt war, ging es in die Halle. Aufwärmen stand auf dem Programm – für Mensch und Tier. Maribel und Femke (beide 18 Jahre) zeigten Emily die Übungen, mit denen sie ihre Trainingseinheiten beginnen. Währenddessen drehte der Wallach seine Runden an der Longe.

Die beiden Voltigiererinnen des RFO sind seit Kindertagen dabei. Maribel fing mit zwei Jahren an, Femke hat als Sechsjährige ihre Leidenschaft fürs Voltigieren entdeckt. Nach ein paar Runden einlaufen, ging es für Maribel, Femke und Emily an die Koordinationsleiter. Danach wurde sich gedehnt.

Besonders beim Spagat hatte Emily richtig Spaß – oder auch nicht. „Der Spagat war eine Wucht. Ich bin ein Naturtalent – Ironie aus“, sagt Emily und lacht.

Dann wurde es das erste Mal ernst. Der Aufstieg sowie einige Figuren wurden geübt. Zunächst auf einem Turnpferd. „Ich hab mich nach dem Aufwärmen mit den Mädels und nach den Übungen auf dem Turnpferd sehr gut vorbereitet gefühlt. Sie haben mich super integriert und mir alles erklärt“, sagt Voltigier-Neuling Emily, die von Maribel und Femke zunächst eine 5,0 von zehn Punkten bekommen hatte. Da geht noch mehr, dachte sich Emily.

Jetzt wurde es wirklich ernst. Nach den Trockenübungen, wartete Stan. Stockmaß: etwa 1,75 Meter. Und da musste Emily nun ’rauf – ohne Trittleiter, ohne Sicherung, dafür im vollen Lauf. „Ich hab am Anfang eigentlich gar nicht realisiert, das es ja auch gefährlich sein kann. Ich hab’s einfach gemacht. Ich hatte ja auch keine Zeit, wirklich darüber nachzudenken. Ich war so im Tunnel“, sagt Emily, die zunächst im Schritt loslegte. Fahne, Mühle, Quersitz, Knien oder auch Stand – für Emily kein Problem. Dann wurde es aber eine Nummer schwieriger. Stan setzte zum Galopp an. „Auf dem galoppierenden Pferd zu stehen, ohne sich festzuhalten, da war dann für mich aber auch Schluss. Dann wäre ich wohl doch noch ’runtergefallen“, sagte Emily, die für ihre Darbietung von der Fachjury Maribel und Femke immerhin eine 5,5 bekam.

Die beiden Mädels trainieren fünfmal die Woche, insgesamt sechs Einheiten. Dazu kommen noch die Turniere am Wochenende. Ohne Herzblut fürs Voltigieren geht das nicht. Und das merkt man beiden in jeder Minute an. „Das schöne am Voltigieren ist die Vielseitigkeit. Es wird alles gefordert. Und es entsteht zwischen dir und dem Pferd dieser Teamgeist“, so die beiden 18-Jährigen. „Ich fand es mega krass und ich wusste nicht, dass es so extrem anstrengend ist. Da gehört echt jede Menge dazu und ich hab wirklich riesigen Respekt vor den Mädels“, sagte Emily, während sie langsam merkte, wie der erste Muskelkater sich zu Wort meldete.

Niklas Benter
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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