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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Offen sein für neue Ideen

01.03.2019

Oldenburg Viele Schützenvereine kämpfen zunehmend mit Nachwuchsproblemen. Auch die Vereine im Oldenburger Schützenbund müssen sich dieser Herausforderung stellen. Ein gewichtiger Faktor ist das Image der Vereine: Statt jahrzehntelanger Traditionen stehe für den Nachwuchs eher der Wettbewerb im Vordergrund, das Sportschießen, berichtet die Schriftführerin des Oldenburger Schützenbundes, Renate Aichele, in der Geschäftsstelle in Oldenburg. Da müsse man attraktive Angebote schaffen, betont auch der Pressewart des Oldenburger Schützenbundes, Sven Kreklau.

Auf dem Land würden zwar noch Kinder und Jugendliche über die Familie in die Schützenvereinskultur und deren Traditionen hineinwachsen, doch das reiche auf Dauer nicht aus, um dem Nachwuchsmangel und der Überalterung Herr zu werden. Gerade in den ländlicheren Schützenvereinen sei es nicht einfach, eingefahrene Strukturen aufzubrechen und neue Ideen zu verwirklichen, so das Duo. Doch für gute Ideen müsse man offen sein.

Insgesamt steht der 1862 gegründete Oldenburger Schützenbund aber noch gut da – auch finanziell ist man solide aufgestellt. 183 Vereine teilen sich auf 16 Kreise auf. Der Mitgliederrückgang konnte bereits im Jahr 2017 gestoppt und umgekehrt werden. Mit 20 182 Mitgliedern (Stand: 1. Januar 2019) hat man nun erneut zugelegt (1. Januar 2018: 20 027) – 155 Mitglieder hinzugewonnen. „Wir sind auf einem aufsteigenden Ast“, betont Aichele. Man sei der mitgliederstärkste Bezirksverband im Nordwestdeutschen Schützenbund. Das habe auch mit dem intensiven Einsatz des 2018 wiedergewählten Präsidenten Peter Wiechmann zu tun. Spitzenreiter ist der SV Wiefelstede von 1893 mit 660 Mitgliedern. Den Löwenanteil machen im Oldenburger Schützenbund mit über 8500 die Mitglieder im Alter von 56 Jahren und älter aus. Die kleinste Gruppe stellen mit rund 500 Mitgliedern die 15- bis 16-Jährigen.

Sportlich sei man 2018 erneut sehr erfolgreich gewesen, auch mit jugendlichen Schützen, berichtet Kreklau. Bei den Deutschen Meisterschaften konnten die Vertreter des Bezirks insgesamt 27 Medaillen feiern.

Eine zunehmend größere Rolle spiele im Bezirk der Para-Sport und das Thema Inklusion. Auf Bezirksebene gebe es für die gängigen Wettkampfklassen auch eine entsprechende Klasse für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Auch die Digitalisierung sei ein großer Faktor in Ausbildung und Wettkampf. In den modernen Schießständen gibt es mittlerweile computergesteuerte Anlagen zur Trefferauwertung.

Negativ entwickelt habe sich hingegen die Bereitschaft zum Ehrenamt, erläutert Aichele. Die Posten, gerade auch im Vorstand der Schützenvereine, seien immer schwieriger zu besetzen. Immer mehr Schützenvereine im Oldenburger Schützenbund würden mittlerweile auch auf Festumzüge verzichten, sogar ein Schützenfest gebe es nicht mehr überall, sagt Aichele. Ein Schützenkönig sei auch mangels Anwärter nicht immer vorhanden. Und die Schützenuniform? Ist die noch zeitgemäß? Für Kreklau keine Frage. Er habe noch keine Beschwerden von jungen Mitgliedern gehört. Im Gegenteil: „Das schafft Kameradschaft, ein Zusammengehörigkeitsgefühl.“

Um auch in Zukunft im Bezirk gut aufgestellt zu sein, müsse man noch zeitgemäßer arbeiten, betont Kreklau, gerade die Pressearbeit der Vereine müsse intensiviert werden. Noch aktiver müsse das Schützenwesen über die sozialen Medien für Nachwuchs werben, dort die Vereine attraktiv präsentieren und auch die vereinseigenen Internetseiten regelmäßig mit aktuellen Inhalten aus dem Vereinsleben bestücken.

An diesem Samstag, 2. März, um 14 Uhr, kommen Vertreter der Vereine zur Delegiertenversammlung des Oldenburger Schützenbundes im Hansa-Forum in Friesoythe zusammen.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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