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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Gut aufgestellt und dann abgeräumt

07.01.2019

Oldenburg Aufgestellt und abgeräumt, aber bloß nicht in die Rinne! – Vom 3. bis zum 6. Januar fanden in Oldenburg die 7. Deutschen Betriebssport-Meisterschaft im Bowling mit Trio-Mannschaften statt. Vier Tage lang rollten die Bälle (so heißen die Kugeln) im Bowling-Center Oldenburg, wo Spieler der Gruppen A, A/B und B gegeneinander antraten. In Delmenhorst spielten zeitgleich die Gruppen B/C, C sowie D. Bei rund 470 Bowlerinnen und Bowlern aus dem Bundesgebiet, die in 157 Mannschaften antraten, reichte kein Standort für alle Teilnehmer gleichzeitig aus.

Sport für Enthusiasten

Maren Endreß vom Betriebssport-Verband Hamburg war für die Turnierleitung verantwortlich. „Wir passen auf, wenn was ist, damit Spieler sich nicht selber um alles kümmern müssen“, erklärte sie, nachdem ein Spieler ein Schild hochgehalten hatte, um auf ein Problem mit einem umgefallenen Pin auf seiner Bahn hinzuweisen. Seit 1999 ist sie beim Verbandssport dabei, ehrenamtlich. „Ohne ehrenamtliches Engagement wäre auf dem Niveau das auch gar nicht zu machen“, sagte Endreß.

Das gilt im gleichen Maße auch für die Spieler, die nicht nur weite Anfahrten zu Veranstaltungen auf sich nehmen, sondern auch in ihre Ausrüstung investieren. „Das ist nicht der günstigste Sport“, erklärte Maic Borcherts, der für das Ingenieurbüro Mendikowski / Cuxhaven angetreten war, „allein ein angepasster Ball kann gerne 200 Euro kosten.“ Vergünstigungen gäbe es für die Betriebssportler eher selten. „Es gehört eine gehörige Portion Enthusiasmus dazu“, pflichtete Teamkollege Uwe Goldmann bei.

Bei allem persönlichen Einsatz steht für die Spieler aber das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund, nicht das Gewinnen um jeden Preis. Klönen, Fachgespräche oder gegenseitiges Anfeuern findet über Mannschaftsgrenzen hinweg statt. „Wenn man länger dabei ist, schließt man Freundschaften quer durch die Republik,“ sagte Maren Endreß. „Wir Bowlingleute sind eine große Familie.“ Das gilt auch, wenn die Punktezahl nicht für einen der vorderen Plätze reicht. „Wir waren dieses Jahr ’nur’ dabei“, sagte Maik Rößler von der Cuxhavener Mannschaft, „aber der olympische Gedanke zählt!“

Oldenburg hat guten Ruf

Für den Betriebssportverband Oldenburg gibt es – noch vor etwaigen Siegen von heimischen Mannschaften – schon einen Grund zum Feiern: das 50-jährige Bestehen. „Wir hatten angefragt, ob die Meisterschaften darum bei uns in Oldenburg stattfinden könnten“, verriet der Vorsitzende Uwe Heiken mit einem Augenzwinkern. Mit 2200 Mitgliedern ist der Verband der größte in ganz Niedersachsen. „Die Bowling-Anlagen in Oldenburg und Delmenhorst sind sehr gepflegt und haben im Sport einen guten Ruf“, so Heiken, „das ist schon ein sehr gutes Angebot, das wir hier haben“ Er freut sich zudem über das Engagement der Oldenburger Spieler: „Wir haben einen Stamm von 30 bis 50 Leuten, die ständig unterwegs sind.“ Den positiven Eindruck über Oldenburg teilten auch Leute von außerhalb: „Ich finde das hier toll, weil die Bahn im Keller parallel zu unseren Bahnen offen bleibt und das einen sehr bunten Spielbetrieb ergibt“, sagte Maren Endreß.

Hans Folkters, 1. Vorsitzender des Landesbetriebssportverbandes Niedersachsen, freute sich über das Jubiläum der Oldenburger, aber auch über die insgesamt hohe Zahl der Teilnehmer. „So viele hatten wir noch nie“, sagte er. Gerade für einen Termin im Januar, wo die Witterung Anreisen schwierig mache, sei das bemerkenswert. Der Spielspaß der Teilnehmer stehe dabei im Vordergrund. „Jeder kann sich qualifizieren, und jeder kann Spaß haben“, sagte Folkterts.

Spannung bis zum Ende

Das Finale der Meisterschaft wurde nach dem sogenannten Stepladder-System gespielt. Dabei tritt in den Gruppe jeweils der Fünftplatzierte gegen den 4. Platz an, der Sieger dann gegen den Drittplatzierten und so weiter, bis ein Turniersieger feststeht. „Das ist bis zum Ende spannend. Die guten Spieler stehen permanent unter Druck, weil auch weniger gute Spieler weit nach vorne kommen können“, erklärte Uwe Heiken. Gleichzeitig sei gesichert, dass man nie mehr als einen Platz in der Rangfolge verlieren würde.

Natürlich baut sich bei einem Finale auch Spannung auf. „Das ist schon ein anderes Spielen, wenn man hinter sich ein Publikum hat“, sagte Detlef Janßen, dessen Mannschaft OTB/PAG für Oldenburg den 2. Platz in der Gruppe C erspielte, sich im Finale aber gegen aktiv & irma/ÖVO geschlagen geben musste – die dann auch als Gesamtsieger der Gruppe C nach Hause gingen. Die zweite Oldenburger Gewinnermannschaft, Raho/ IT.N / ÖVO, holte den Sieg in der Gruppe B/C.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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