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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Athletinnen schlagen zur Meisterstunde

03.03.2018

Oldenburg Auch sie wollen Oldenburgs Nachwuchssportlerin des Jahres 2017 werden: Neben VfL-Handballerin Marie Steffen und BTB-Leichtathletin Kathrin Walter kämpfen drei weitere Sportlerinnen um den Titel.

Kein Problem damit, sich selbst zu verteidigen, hat Celina Brötje vom Polizei SV. Bei ihr fallen die Gegner nämlich regelmäßig auf die Matte. In ihrer Altersklasse U 18 gehört die Oldenburgerin zu den besten Ju-Jutsuka Deutschlands. Dementsprechend erfolgreich verlief für sie das letzte Kampfsportjahr. Beim Duell um den deutschen Meistertitel in Delmenhorst Ende Mai holte die PSVerin in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm Bronze.

Die Neuntklässlerin vom Herbartgymnasium hatte sich bereits vor dem Wettkampf erhofft, „einen Treppchenplatz zu erlangen. Toll, dass es auch geklappt hat“, berichtet die ehrgeizige Schülerin, die nebenbei auch noch beim Judo aktiv ist und Geige spielt, stolz: „Wegen meiner vielen Termine nehme ich beim Judo aber nicht mehr an Wettkämpfen teil.“ Auch dieses Jahr sei die Fahrkarte für die DM wieder das Ziel.

Bei besagten Titelkämpfen dominierte sie ihr Auftaktduell mit Mary Hentschel (SV Eidelstedt/Hamburg) und bezwang auch Sina Block (1. JC Samurai Offenbach, Hessen). Im Halbfinale bereitete der 15-Jährigen jedoch die Hitze konditionelle Schwierigkeiten, so dass es für sie in die Trostrunde ging. Dort verletzte sich Brötjes Gegnerin Jule Peters (JC Erbach, Hessen) im spannenden Duell um Platz drei beim Griffkampf. Somit konnte sich das PSV-Talent über die Bronzemedaille freuen.

Zu Silber gerudert

Vor Gegnern zu ducken braucht sich auch nicht Patricia Schwarzhuber. Die Ruderin, die für das Team Nord-West an den Start geht, wurde Anfang August im Achter der deutschen Nationalmannschaft U-19-Vizeweltmeisterin. Das Auswahlboot lieferte sich mit Tschechien ein packendes Duell um Gold. Am Ende lagen die Rivalinnen 0,43 Sekunden vorn.

Damit erfüllten sich Schwarzhuber und ihre Kolleginnen den Traum von einer Medaille bei Junioren-Weltmeisterschaften, an den die 17-Jährige selbst nicht wirklich geglaubt hatte: „Eigentlich wollten wir bei der WM Erfahrung sammeln. Dass es zu Silber reicht, hätten wir niemals gedacht.“ Im 2000 Meter langen Rennen in Trakai (Litauen) setzte sich das Boot sogar gegen die amtierenden Europameisterinnen aus Rumänien durch. Im „Maschinenraum“ des Achters hatte Schwarzhuber alles gegeben und ihren Beitrag zum Erfolg geleistet.

Zuletzt sammelte die Hundsmühlerin Erfahrung im Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im spanischen Amposta. Die Einladung hatte Schwarzhuber „spontan“ zusammen mit ihrer Auricher Kollegin Judith Engelbart vom Team Nord-West im Dezember erhalten, nachdem sie sich bereits in einer guten Frühform für die neue Saison präsentiert hatten. Es war eine Fördermaßnahme für U-23-Sportlerinnen, die bereits internationales Niveau erreicht haben und interessant für die deutsche Nationalmannschaft sind.

Schwarzhuber und Engelbart waren zwei von vier U-19-Sportlerinnen, die im U-23-Achter Erfahrungen sammeln durften: „So konnten wir auch die Leute aus der höheren Altersklasse kennenlernen.“

Bis zu drei Einheiten pro Tag standen auf dem Programm, das auch an Silvester und Neujahr nicht gekürzt wurde. Bei 24 Grad wurde aber nicht nur gerudert, sondern auch geschwommen. Zudem stand Stabilisationstraining für den Körper auf dem Trainingsplan.

Das Duo visiert bei der nationalen Rangliste in Hamburg einen Platz unter den ersten Drei an: „So würden wir uns direkt für die WM qualifizieren“, sagt Schwarzhuber. Ein Traum sei es für die beiden, im Zweier-Kleinboot zusammen anzutreten. „Das Ziel haben wir uns aber nicht festgesteckt“, erklärt die Schülerin. Die Wunschklasse der beiden Ruderinnen sei der Vierer ohne Steuermann. Dafür trainieren sie achtmal die Woche.

Vorfreude auf Sand

Zwar nicht auf dem Wasser, dafür aber im Sand feierte Lea Sophie Kunst im vergangenen Jahr Erfolge. Aufgewachsen an den Stränden des Jadebusens zeigte sich schon früh das Talent der Beachvolleyballerin Kunst. Als kleines Mädchen eiferte sie bereits ihrer Mutter Martina und ihrer Schwester Kristin nach, die zusammen erfolgreich als Team in Norddeutschland punkteten. Die 16-jährige Varelerin gewann 2017 den Bundespokal ihrer Altersklasse, bei dem die Bundesregionen gegeneinander antreten, und wurde Deutsche Vize-Meisterin bei der U17 und U18. „Das war schon was ganz Besonderes, den Bundespokal zu holen“, blickt die Gymnasiastin glücklich zurück. Die 1,84 Meter große Blockspielerin freut sich jedes Jahr darauf, wieder in den Sand zu gehen: „Draußen an der frischen Luft zusammen mit drei anderen zu beachen, ist einfach das Beste.“ Auf dem Platz ist Lea eher ruhig und konzentriert, sie sieht ihre Stärken im Block und der Annahme. Als große Vorbilder hat sie keine Geringeren als die Olympiasiegerinnen. „Kira Walkenhorst und Laura Ludwig zu sehen ist einfach toll. Vor allem, wie sie zusammen spielen, macht Spaß“, so Lea. Das große Ziel ihrer kommenden Beachsaison ist die U-18-Europameisterschaft. „International für Deutschland zu spielen, wäre ein riesen Traum“, liebäugelt die 16-Jährige vom Oldenburger TB.

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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