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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Auf der Welle des Erfolgs

27.01.2018

Oldenburg Sie haben jahrelang täglich trainiert, Hindernisse überwunden, Widrigkeiten getrotzt – und sich im Vorjahr einen lange gehegten Traum erfüllt: sich mit den besten ihres Fachs in Deutschland zu messen. Für diese Erfolge sind Schwimmer Piet Schlörmann und Triathlet Jesse Hinrichs für die Wahl zum Oldenburger Sportler des Jahres 2017 nominiert.

Lebensziel erreicht

Der Startschuss peitscht durch den Europasportpark in Berlin. Piet Schlörmann hechtet ins Wasser, taucht einige Meter und gleitet dann Schmetterlings-gleich durch „sein“ Element. Nach zwei Bahnen „Delle“ folgt der Wechsel auf Rücken, dann Brust, zum Schluss Kraul. Kurz nach dem Anschlag die Gewissheit: Es reicht für das B-Finale bei den Deutschen Meisterschaften. „Das ist so das Ziel, das muss man einmal in seinem Leben gemacht haben“, sagt Schlörmann .

Daneben erreichte der Schwimmer des Polizei SV auch das Finale der Norddeutschen Titelkämpfe und steigerte einige Bestzeiten. „Leider bin ich mehrmals nur Vierter geworden. Das ist etwas ärgerlich – aber trotzdem gut“, resümiert der 23-Jährige, dessen Spezialstrecke die 400 Meter Lagen sind – also die Kombination aus den vier Schwimmstilen Schmetterling (auch Delphin oder „Delle“ genannt), Brust, Rücken und Freistil (Kraul).

Sein zweiter Jahreshöhepunkt war jedoch seine Wahl zum Sportler des Jahres 2016. „Das war eine große Anerkennung für mich und eine große Motivation“, sagte der Oldenburger, der am kommenden Samstag seinen 24. Geburtstag feiert und derzeit die Bachelorarbeit seines Elektrotechnik-Studiums schreibt. Ebenfalls am kommenden Samstag will Schlörmann mit der SG Region Oldenburg beim Mannschaftswettkampf der 2. Bundesliga in Hamburg erneut die Klasse halten.

Auf die Deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahr sehr spät, nämlich in den Sommerferien, stattfinden, muss er dagegen eventuell verzichten: „Die liegen einfach ungünstig. Die Sommerferien sind eigentlich unsere Saisonpause.“ Deshalb konzentriert er sich auf die Norddeutschen Titelkämpfe im April.

Mit Profis

Szenenwechsel. Noch ein Startschuss. Jesse Hinrichs hechtet ins Wasser – doch der Triathlet vom 1. TCO „Die Bären“ krault nur durch das kühle Nass, wechselt dann aufs Rennrad und legt den Schlussabschnitt zu Fuß zurück. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen wird er Siebter beim hochkarätig besetzten Triathlon in Frankfurt. „Da waren eigentlich nur Profis vor mir“, sagt er – unter anderem Patrick Lange, der später auf Hawaii Ironman-Weltmeister wurde.

Außerdem durfte Hinrichs im vergangenen Jahr drei Mal für den TuS Griesheim, bei dem er ein Zweitstartrecht hat, in der ersten Bundesliga mitmischen. „Es ist sehr cool, in der ersten Liga zu starten, und unter anderem gegen Olympia-Teilnehmer anzutreten“, sagt er. Für dieses Jahr ist das wieder das Ziel. „Es sieht gut dafür aus“, sagt Hinrichs, der sich gerne etwas verbessern würde: „Es ist aber sehr schwer, weit nach vorne zu kommen.“

Ganz nach vorne hat es der Oldenburger, der am kommenden Dienstag 20 Jahre alt wird, bei den Landesmeisterschaften auf der Sprint- sowie der Olympischen Distanz geschafft. „Es war schon ein gutes Jahr“, resümiert Hinrichs und ergänzt: „Ich bin einen Schritt weiter.“ Das betrifft vor allem die ersten Starts auf der längeren Olympischen Distanz (wie in Frankfurt), auf der er sich 2018 etablieren will. „Da darf nicht im Windschatten gefahren werden, und das Radfahren ist meine Stärke“, sagt Hinrichs selbstbewusst.

Den Triathlonsport will der 19-Jährige, der an der Uni Oldenburg BWL für Leistungssportler studiert, auch noch eine Weile intensiv betreiben: „Es ist schon so ein Ziel, mal als Profi zu starten – vielleicht so in drei Jahren.“ Bis dahin heißt es: Täglich trainieren.

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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