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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

In Teams übernehmen Talente das Ruder

25.01.2018

Oldenburg Stillstand ist Rückschritt – diese Regel trifft auch im Sport zu. Stets gilt es, sich weiterzuentwickeln, einzeln wie im Team. Ganz besonders gilt das für Nachwuchssportler, die mal auf die ganz große Bühne wollen.

Bei den Handballerinnen des VfL Oldenburg, den C-Jugend-Fußballerinnen des Krusenbuscher SV und den OTB-Ruderern haben 2017 einige Talente hervorragende Leistungen gezeigt, deshalb haben sie alle die Chance, am 16. April im Theater Laboratorium auf Oldenburgs großer Sportbühne zur Mannschaft des Jahres gekürt zu werden.

Der Titel ist das Ziel

Auf mehreren Hochzeiten tanzen die C-Juniorinnen des Krusenbuscher SV. Die Fußballerinnen haben als Tabellenzweiter der Bezirksliga, der derzeit höchsten Spielklasse dieser Altersstufe, und Pokalhalbfinalist nicht nur das Double vor Augen – sie messen sich parallel dazu mit den Jungen ihrer Altersklasse auf Kreisebene. So hat die Mannschaft von Trainer Lars Windels regelmäßig die eine oder andere Doppelschicht an einem Wochenende abzuarbeiten. Die 13- und 14-jährigen Krusenbuscherinnen kommen aber gut zurecht mit dem engen Terminkalender.

In der C-Mädchen-Bezirksliga ist der KSV die Torfabrik schlechthin. Nach acht Spielen hat das Team satte 54 Treffer erzielt. Sogar zweistellige Siege waren dabei. Dementsprechend hoch sind die Ambitionen. „Klar ist die Meisterschaft unser Ziel“, gibt sich Kapitänin und Torhüterin Viola Schäfer (13) selbstbewusst, die mit ihrer im Feld spielenden Zwillingsschwester Rebecca auch noch in der Niedersachsenauswahl aufläuft. Mit nur einer Niederlage überwintern die KSV-Mädchen (8 Spiele/ 19 Punkte) nur hinter dem FSV Jever, der aber schon zwei Partien mehr absolviert hat (10/ 22).

In der Jungen-Staffel sprang in der Hinserie ein zufriedenstellender vierter Rang heraus. „Die Jungs sind natürlich schneller und spielen körperbetonter“, sagt Coach Windels und macht deutlich, dass seine Spielerinnen dort besonders gefordert sind und sich so besser entwickeln können. Aber wie die Platzierung beweist: „Wir können mit Teambewusstsein und Spielintelligenz dagegenhalten.“

Trotz allem Ehrgeiz steht der Spaß am Fußball beim KSV im Vordergrund. „Die Mädels sollen vor allen Dingen Spaß am Kicken haben“, sagt der Trainer und ergänzt: „Wir wollen offensiv spielen, Mut zu Fehlern schaffen und das Selbstvertrauen stärken.“ Dennoch wird im Verein großer Wert auf die Ausbildung der Spielerinnen gelegt.

Eigene Jugend im Blick

Das gilt auch für die Handballerinnen des VfL. Der Club spielt seit vielen Jahren in der Bundesliga und hat einige internationale Spitzenspielerinnen unter Vertrag gehabt. Daneben aber hat der VfL immer versucht, auch Akteurinnen aus der eigenen Jugend zu akquirieren. Das wurde seit 2017 noch forciert.

„Im Sommer sind viele Leistungsträgerinnen weggegangen, wir mussten einige Positionen neu besetzen“, sagt Torfrau Julia Renner, die schon seit 2005 beim VfL spielt. Die Saison 2016/17 schloss der VfL auf Platz fünf ab. Renner meint: „Die Saison verlief alles andere als rosig, da konnten wir mit dem Rang zufrieden sein.“ Danach verließ zudem der langjährige Trainer Leszek Krowicki den Verein. Die noch jungen Niels Bötel und Andreas Lampe übernahmen das Team.

„Vor allem wir Älteren mussten uns umstellen und uns an das neue Duo gewöhnen. Wir hatten ja viele Jahre bei Leszek trainiert“, sagte Renner. „Das ist auf der einen Seite schwer, auf der anderen aber auch schön, weil es mal neuer Input ist.“

Zudem kamen einige junge Spielerinnen ins Team, unter anderem Jane Martens aus der eigenen Jugend, die jetzt einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterschrieben hat. „Die übergreifende Arbeit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft sowie den A-Juniorinnen läuft immer besser“, sagt Bötel, der die Jugend fördern will, um Oldenburg nach vorn zu bringen.

Das hat in der Hinrunde der aktuellen Saison schon ordentlich geklappt, meint Renner: „Der Umbruch ist uns gut gelungen, wir sind als Team schon gut zusammengewachsen.“ Der derzeit neunte Platz sei okay, sie sehe aber noch Potenzial nach oben.

„Vor allem gegen Buxtehude haben wir gezeigt, dass wir guten Handball spielen können. Das klappt nur noch nicht bei jedem Spiel“, sagt Renner. Um die Meisterschaft könne der VfL zwar nicht mitspielen, dafür aber um den Pokal: „Super, dass wir das Final-Turnier erreicht haben, das ist etwas Besonderes.“

Stets weiter entwickeln

Nur ganz knapp den deutschen Meistertitel verpasst haben Max von Bülow und Ben Reipöler im Jahr 2017 gleich mehrmals. Im Leichtgewichts-Doppelvierer (bis 65 Kilo) wurden die beiden OTB-Ruderer mit zwei Teamkollegen aus Bremen und Emden genauso Vizemeister wie bei den Sprintmeisterschaften im Doppelvierer.

Diese guten Resultate kamen etwas überraschend: „Am Anfang der Saison war noch alles offen. Dann sind wir ein paar Regatten gut gefahren und hatten uns einen Podestplatz erhofft“, sagt von Bülow. Dass es so gut geworden ist, hat den 17-Jährigen und seinen gleichaltrigen Teamkollegen sehr gefreut.

Unter der Woche trainieren die beiden auf dem Küstenkanal. Nur im Winter sei das nicht möglich – jedoch nicht wegen der Temperaturen. „Die Kälte ist kein Problem. Da muss man eben durch“, sagt der 17-Jährige. Aber es sei zu dunkel. Stattdessen geht es dann in den Kraftraum – oder auf das Ruderergometer. „Das kommt dem Rudern auf dem Wasser schon sehr nahe“, meint er.

So ist der erste Wettkampf, der 2018 ansteht die „Deutsche Indoor“-Meisterschaft auf dem Ergometer in Essen am 4. Februar. Auch da hoffen die beiden auf eine gute Platzierung. Im Sommer wollen sie sich dann „an den schwereren Bereich vortasten, da ist die zu erbringende Leistung höher“. Jedoch zunächst im Kleinboot, dem „Zweier ohne“. Wenn das klappt, sagt von Bülow, schaue man, „wo sich ein größeres Projektboot entwickeln kann.“

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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