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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Junge Sportler beweisen Vielseitigkeit

17.03.2018

Oldenburg Sie werfen, laufen und schießen – und alle drei zeigen ihr sportliches Können auf unterschiedliche Weise. Leichtathlet Florian Pelzer wirft den Diskus weiter als jeder andere Jugendliche in Niedersachsen, aber er ist auch ein guter Kugelstoßer. Handballer Niclas Hafemann wirft Tore für die A-Jugend des Tvd Haarentor, trifft aber auch zielsicher für die des TV Oyten. Sommerbiathlet Söhnke Jabusch trifft mit seinem Gewehr ebenfalls meist ins Schwarze – und das nach intensiven Tempoläufen.

Bronze im Weltcup

Konzentriert mit dem Gewehr im Anschlag, zwei Mal die fünf Ziele treffen und anschließend athletisch und spielend leicht dreimal die 400 Meter laufen: Wenn Söhnke Jabusch im Target-Sprint für die Oldenburger Schützen von 1816 unterwegs ist, ist Erfolg vorprogrammiert. Von Anfang an spielte er bei der Vergabe der Medaillen eine große Rolle.

An seinen ersten großen Wettkampf erinnert sich Jabusch noch ganz genau. 2015 nahm der heute 17-Jährige am ISSF-Junior-Cup im Target-Sprint in Suhl (Thüringen) teil. Im strömenden Regen lief der Oldenburger im Finale so schnell er konnte. „Ich habe ihn so laut angefeuert, dass ich hinterher heiser war“, erzählt seine Mutter Sylvia. Kurz vor Wettkampfende war er auf Siegkurs. In der letzten Kurve war es allerdings so matschig, dass er ausrutschte und hinfiel. Trotz Verletzung am Bein lief Jabusch seinen Wettkampf zu Ende und schaffte es als Zweiter ins Ziel.

Der größte Erfolg des Zwölftklässlers war der Sieg beim Junior Weltcup im Mai 2016 in Suhl. Aufgrund seiner herausragenden Leistung wurde er zum Weltcup in der Juniorenklasse im Juni 2016, also eine Wettkampfklasse höher, eingeladen. Dort sicherte er sich gegen die ältere Konkurrenz die Bronzemedaille.

„Am Wettkampftag bin ich immer ganz schön nervös“, erzählt Jabusch. Doch wenn er erstmal losläuft, ist die Aufregung vergessen und er spult das ab, was er so lange trainiert hat.

Nicht nur im Target-Sprint ist Jabusch erfolgreich. Auch im Sommerbiathlon-Sprint (drei Mal 1000 Meter) mit dem Luft- und Kleinkalibergewehr hat er unzählige Medaillen bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften gewonnen.

Bester in Niedersachsen

Landesmeister darf sich auch Florian Pelzer nennen. Der Leichtathlet vom BTB Oldenburg schleuderte seinen Diskus bei den Titelkämpfen in Verden weiter als alle seine Konkurrenten. Mit 43,48 Metern stellte er zum Saisonhöhepunkt auch noch eine Saisonbestleistung auf, die gleichzeitig niedersächsische Jahresbestleistung in der Altersklasse U 20 bedeutete.

„Das waren meine höchsten Meisterschaften. Dort den Titel zu holen, war natürlich klasse“, berichtet der 18-Jährige. Im Kugelstoßen kam der BTBer immerhin auch noch auf den fünften Platz.

Neben dem wichtigsten Wettkampf erinnert sich Pelzer aber auch noch gerne an die Bezirksmeisterschaften im Marschwegstadion. „Es ist immer schön, im Wettkampf ,zu Hause’ anzutreten“, sagte der vielseitige Werfer, der sich in Oldenburg gleich zwei Titel sicherte: Sowohl mit der Kugel als auch mit dem Diskus kam keiner weiter.

Aber nicht nur das blieb ihm positiv im Gedächtnis: „Die Ausrichtung und Organisation in Oldenburg ist meiner Meinung nach immer sehr gut und durchdacht.“

Im Winter erlitt Pelzer jedoch eine Verletzung, deshalb ist er derzeit dabei, wieder fit zu werden und „auf Wettkampfniveau“ zu kommen. Dann möchte er „einfach saubere Würfe zeigen“ und sich gerne für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. „Als Fernziel steht natürlich – wie für fast jeden Sportler – der Traum von Olympia, um aber realistisch zu bleiben, nehme ich mir vor, mich weiter stetig zu verbessern und hoffentlich noch lange auf hohem Niveau Sport machen zu können.“

Duelle gegen Top-Teams

Verbessern möchte sich auch Niclas Hafemann. Der 18-Jährige hat deshalb ein sogenanntes Doppelspielrecht: Neben seinen Einsätzen bei der A-Jugend des Tvd Haarentor, die derzeit in der Oberliga spielt, bestreitet der Oldenburger seit dieser Saison auch Spiele für das Jugend-Bundesliga-Team des TV Oyten.

„Das ist erstmal eine neue Erfahrung, höher zu spielen“, berichtet Hafemann, der in der höchsten Spielklasse auch direkt gegen die großen Namen des deutschen Handballs antreten musste: die Jugend-Teams der SG Flensburg-Handewitt und vom THW Kiel. „Es ist sehr interessant, mal zu sehen, wie Jungs spielen, die auf Internate gehen, wo neunmal pro Woche trainiert wird“, meint Hafemann. Das merke man in den Spielen deutlich, sagt er, „vor allem in den letzten Minuten.“

Aber auch Hafemann ist in der Bundesliga besser zurecht gekommen, als er gedacht hätte – und das mit gerade mal drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche. Einmal wöchentlich fährt er zum Training nach Oyten, zwei bis dreimal bleibt er für Übungseinheiten in Oldenburg. „Der TvdH hat Priorität“, betont Hafemann. Nicht nur, weil dort sein Vater Ralf Trainer ist. Zoff gibt es zwischen den beiden im Team nicht, versichert der Junior: „Wir haben da eine klare Trennung gefunden. Aber man kriegt zu Hause direkt das Feedback, damit muss man klarkommen.“

Daneben macht Hafemann sein Abi am Gymnasium Eversten, deshalb muss er das Training mit der Schule koordinieren. Ab Sommer möchte er eine Ausbildung oder ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Aber auch Handball will er unbedingt weiter spielen.

Anna Lisa Oehlmann
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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