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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Von Höhenflügen und Teamgeist

10.02.2018

Oldenburg Volle Körperkontrolle ist bei vielen Sportarten von großer Bedeutung, bei den Spezialdisziplinen von Fenja Feist und Angie Geschke ist sie sogar besonders wichtig. GVO-Trampolinturnerin Feist macht beim Springen Salti und Schrauben in immensen Höhen, VfL-Handballerin Geschke muss den Ball gegen Gegnerinnen behaupten und genau dorthin werfen, wo sie ihn haben will. Beide waren im Jahr 2017 sehr erfolgreich und sind deshalb für die Wahl zur NWZ-Sportlerin des Jahres nominiert.

Sieg bei Turnfest in Berlin

Ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn und die Vorliebe für extravagante Sprung-Choreografien sind die Markenzeichen von Fenja Feist. Die Athletin von GVO Oldenburg kämpfte mit starken Leistungen im vergangenen Jahr eifrig dafür, dass in ihrem ohnehin gut gefüllten Trophäenschrank noch einige Titel mehr Platz fanden.

Unvergessen geblieben ist für die 21-Jährige ihr großer Auftritt beim deutschen Turnfest in Berlin 2017. „Da bin ich auf dem Doppelmini-Trampolin Dritte geworden“, erzählt Feist: „Die Messehallen waren riesig, die Stimmung richtig gut – das war etwas besonders Schönes.“ Auf dem großen Trampolin holte sie sogar den ersten Platz.

Seit Ende Januar befindet sich die Athletin, die Mitglied der Startgemeinschaft GVO Oldenburg/Delmenhorster TV ist und schon seit 13 Jahren Trampolin springt, wieder in ihrer Routine, die neue Saison läuft bereits. „Bis September werde ich voll durchziehen“, sagt Feist, die dann bei der Polizei anfangen will. „Die Einstellungstests habe ich alle bestanden“, ist sie optimistisch, dass sie ihre neue Arbeit mit Leistungssport in Einklang bringen kann.

Bis dahin will sie sich mit starken Leistungen einen Platz in der Niedersachsenauswahl erkämpfen. „Darauf arbeite ich hin, und es ist für mich auch sehr realistisch, das zu schaffen“, hat sich die Oldenburgerin schon viel vorgenommen: „Ein Treppchenplatz bei der deutschen Meisterschaft wäre auch toll.“

WM im eigenen Land

Unter die ersten Drei schafft es Geschke in der Meisterschaft wohl nicht mehr – aber im Pokal hat ihr VfL gute Chancen: Im Final-Four-Turnier treffen die Oldenburgerinnen im Halbfinale am 19. Mai auf Bad Wildungen.

Der Pokalsieg wäre ein riesiger Erfolg für das Team, das im Sommer einen Umbruch erfahren hat. Das hat auch Geschkes Jahr 2017 geprägt: „Es ist eine neue Situation für mich, mit zwei jungen Trainern zusammenzuarbeiten und viele junge Spielerinnen im Team heranzuführen“, sagt die 32-jährige Rückraumspielerin.

Absoluter Höhepunkt der Nationalspielerin war jedoch die Weltmeisterschaft in Deutschland. „Die Eindrücke waren unfassbar fantastisch. Eine Heim-WM zu spielen, ist das Größte“, sagte sie. Auch wenn die WM im Dezember mit dem Achtelfinal-Aus „leider zu früh zu Ende“ war, sie auf Außen gespielt hat und „die WM im Rückraum noch schöner wahrgenommen hätte“, und auch wenn sie sich einen anderen Spielort als Leipzig gewünscht hätte. „Die Halle ist einfach nicht so cool wie andere“, begründet sie.

Nach der WM hatte die Polizistin eine Woche Pause. „Da habe ich erstmal Sport gemacht“, sagte sie mit einem Schmunzeln. Wenn sie keine Bälle in Tornetze drischt, ist Geschke beim Crossfit anzutreffen – oft schon vor sechs Uhr morgens. Dass das vielseitige Fitness-Training ihr auch beim Handball zugutekommt, ist für sie nebensächlich: „Das ist für mich eine Ablenkung vom Handball.“

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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