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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Zu Lande, zu Wasser und mit dem Luftgewehr

01.02.2019

Oldenburg Dass Oldenburg sich im internationalen Vergleich sportlich nicht verstecken muss, haben im vergangenen Jahr die fünf bei der Oldenburger Sportlerwahl nominierten Frauen bewiesen. Wie VfL-Handballerin Angie Geschke und Ju-Jutsuka Verena Rücker vom Polizei SV, die im Rahmen der Präsentation aller Kandidatinnen und Kandidaten am Mittwoch in der NWZ vorgestellt wurden, haben auch Taekwondoka Zoe Scheve, Ruderin Patricia Schwarzhuber und Sportschützin Elke Seeliger 2018 im Duell mit Rivalinnen aus Europa oder sogar aller Welt ihr Können demonstriert. Stadtintern geht es für das Quintett nun um den Titel der „Oldenburger Sportlerin des Jahres“.

Keine Aufgabe zu schwer

Nachdem sich Scheve 2017 sportlich etwas zurückgehalten hatte, startete die Frau vom SV Ofenerdiek im vergangenen Jahr richtig durch. Im Juni sicherte sich die 23-Jährige bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im All-Style-Karate in eigener Halle einen kompletten Medaillensatz.

Neue Gewichtsklasse, gleicher Titel hieß es dann Anfang Oktober bei der WM im niederländischen Dalfsen. Nach ihrem ersten WM-Titel in der Klasse bis 55 Kilogramm behauptete sich Scheve diesmal in der 65-Kilogramm-Kategorie gegen bis zu sieben Kilogramm schwerere Konkurrentinnen. Im Einzel- wie im Teamwettbewerb war sie nicht zu schlagen. Sie krönte sich selbst zum zweiten Mal zur Weltmeisterin und führte die Mannschaft auf Platz zwei.

Infos zum Modus der Sportlerwahl

Auch bei der 28. Auflage der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres, die erneut von NWZ und Stadtsportbund mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) durchgeführt wird, werden nur komplett ausgefüllte Coupons bzw. Stimmkarten berücksichtigt. Einsendeschluss ist Montag, 18. März.. Wiederum kann auch bequem auf der Seite zur Sportlerwahl im Internet abgestimmt werden.

Der Wahlcoupon wird im Rahmen der Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten mehrmals in der NWZ abgedruckt. Stimmkarten liegen in der NWZ-Geschäftsstelle (Peterstraße 28-34) aus und können zum Beispiel in den Vereinen verteilt werden.

Jeder darf nur einmal – ob online oder auf anderem Wege – seine jeweiligen Favoriten küren.

Coupons und Stimmzettel können per Post unter dem Stichwort „Sportler des Jahres 2018“ an die Nordwest-Zeitung, Peterstraße 28-34, 26121 Oldenburg, sowie per Fax (0441/9988-2121) gesendet oder im Foyer des NWZ-Medienhauses abgegeben werden.

Mehr Infos und die Möglichkeit zur Online-Wahl unter www.nwzonline.de/sportlerwahl-oldenburg

Zum Abschluss ihrer erfolgreichen Saison sicherte sich die 23-Jährige im November bei den nationalen Einzelmeisterschaften im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge ihre DM-Titeln zwei und drei in diesem Jahr sowie einen Vizetitel und den Pokal für die beste Technikerin.

Zum Kampfsport kam Scheve schon als Fünfjährige. Mittlerweile hat sie es bis zum 3. Dan geschafft. Fünfmal die Woche trainiert sie ein bis zwei Stunden. Hinzu kommen regelmäßig Kräftigungsübungen. Da es in Oldenburg kaum Kämpferinnen auf ihrem Niveau gibt, finden Trainingsduelle überwiegend gegen Männer statt. Auch bei den Kickboxern lässt sie sich regelmäßig blicken.

In diesem Jahr will Scheve wieder bei drei großen Meisterschaften um Titel mitkämpfen. Los geht’s Anfang März bei den „Belgium Open“. Im Juni folgen wiederum in Neustadt am Rübenberge die „German Open“. Jahresabschluss ist die DM im November in Nienburg.

Stipendium für Seattle

Auch Ruderin Patricia Schwarzhuber kann auf acht Jahre Kampfsport-Erfahrung zurückblicken. „Ich habe als Kind alles Mögliche ausprobiert. Anfangs habe ich sogar parallel Kung Fu und Rudern trainiert. Hätte ich nicht angefangen zu rudern, wäre ich wohl beim Kampfsport geblieben“, erzählt die 18-Jährige, die auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken kann.

In ihrem Lieblingsboot, dem Vierer ohne Steuermann, holte das Ruder-Ass vom ORVO zunächst im Juni bei der Jugend-DM in Köln mit Judith Engelbart (Aurich) sowie Stina Röbbecke (Celle/Lüneburg) und Elisa Patzelt (Celle/Lüneburg) bereits den vierten Titel in Folge und schaffte damit das direkte Ticket für die U-19-Weltmeisterschaft in Tschechien.

In Racice musste sich das Quartett zunächst im Halbfinale mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben und verpasste das Duell um den Titel. Das B-Finale entschied das Quartett souverän für sich und sicherte sich damit den siebten Platz.

Schwarzhuber war bereits 13 Jahre alt, als sie erstmals in die Riemen griff. Dass die Oldenburgerin heute so erfolgreich durch die Ruder-Welt reist, ist einem Zufall zu verdanken. „Eine Freundin und ich wollten eigentlich einen Schwimmkurs belegen. Da alle schon belegt waren, mussten wir uns was anderes einfallen lassen“, erzählt die 18-Jährige und ergänzt mit einem Grinsen: „Meine Freundin meinte: ,Lass uns doch beim Wassersport bleiben.’ Und so sind wir beim Rudern gelandet.“

Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre sieht sie ihr erstes in der U-23-Klasse als Übergangsjahr, da sie ab September mit einem Sportstipendium in Seattle (USA) studieren wird. „Ich wurde hierfür bei der WM gescoutet und habe Angebote von 20 Unis bekommen. In Seattle will ich meinen Bachelor machen und für das Uni-Team starten“, erzählt die Abiturientin: „Mein Ziel wird es aber dann auch sein, wieder an einer WM teilzunehmen – in diesem Jahr würde ich mich schon über eine DM-Teilnahme freuen.“

In aller Welt erfolgreich

Auch Sportschützin Elke Seeliger, die aktuell bis Ende Februar auch als „Niedersächsische Behindertensportlerin des Jahres“ zur Wahl steht, war im vergangenen Jahr im Spitzensport mit Handicap wieder international unterwegs. Los ging es im Mai bei der Weltmeisterschaft im südkoreanischen Cheongju. Dort errang die Frau vom SV Etzhorn, die durch eine Nervenerkrankung im Rückenmark auf einen Rollstuhl angewiesen ist, mit der deutschen Mannschaft WM-Bronze.

Im September räumte die Paralympics-Teilnehmerin von 2016 bei der DM in München richtig ab. Mit dem Luftgewehr wie dem Kleinkalibergewehr gewann sie den Titel. Hinzu kam Rang zwei im Dreistellungskampf sowie KK- und Luftgewehr-Liegendkampf.

Nur wenige Wochen später stand für die 46-Jährige das Weltcup-Finale im französischen Chateauroux an. In der Qualifikation verfehlte die Etzhornerin nur knapp den Weltrekord, ehe sie in einem spannenden Finale mit dem letzten Schuss ihrer Teamkollegin Natascha Hiltrop unterlag. Sie musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben, konnte sich aber über einen Quotenplatz für die Paralympics 2020 in Tokio freuen. Es wären ihre zweiten Spiele nach Rio vor zweieinhalb Jahren.

Die Team-Goldmedaille gab es dann für die 46-Jährige im KK-Liegendkampf. Damit aber noch nicht genug. Kurz vor Weihnachten stand in Belgrad noch die EM auf dem Programm, wo sie sich im Luftgewehr-Liegendkampf mit der Mannschaft den Titel holte.

Erste Schussversuche machte Seeliger bereits als 15-Jährige beim heimischen Schützenfest. Ihre sportliche Karriere begann zunächst allerdings mit der Luftpistole. Erst 2010 wechselte sie erfolgreich zum Luftgewehr, ehe 2014 bei ihr die Rückenmarkserkrankung diagnostiziert wurde.

Von dem Handicap wollte sie sich aber nicht aufhalten lassen. „Ich wollte den Leuten beweisen, dass ich es schaffen kann – und habe es auch geschafft“, sagte sie zu ihren Erfolgen im Sportschießen und hat auch in diesem Jahr wieder einiges vor. Schon im Februar geht’s zum Weltcup nach Dubai, im Herbst wartet die WM in Australien.

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