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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Oldenburgerin holt WM-Bronze

05.12.2018

Oldenburg Einen glanzvollen Anstrich hat die zunächst schwach gestartete Vivian Heisen ihrem persönlichen Tennisjahr verpasst. Nachdem 2018 für die Profispielerin zunächst wenig erfolgreich begonnen hatte, steigerte sie sich in der zweiten Jahreshälfte und verdiente sich mit den letzten Turnierergebnissen die Nominierung für die Auswahl, die Deutschland bei den diesjährigen Studenten-Weltmeisterschaften vertreten sollte. Im französischen Grenoble sicherte sich die 24-Jährige mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen die Bronzemedaille.

„Das Niveau war wirklich sehr stark. Viele Spieler kannte ich bereits von der Tour“, erzählt Heisen, die aktuell Platz 550 der Weltrangliste belegt und hier 2017 schon einmal auf Rang 328 lag. Teilnahmeberechtigt für die Studenten-WM war sie aufgrund ihres BWL-Fernstudiums für Leistungssportler an der Oldenburger Carl-von Ossietzky-Universität, das sie vorantreibt, wenn sie nicht als Tennisprofi auf den Plätzen in aller Welt steht.

Für die 13. Auflage der Titelkämpfe hatten sich neben Deutschland noch China, USA, Irland, Großbritannien, Italien, Belgien sowie Gastgeber Frankreich qualifiziert. Im Viertelfinale traf das deutsche Team auf die Auswahl aus Italien. Nach vier deutlichen Siegen im Einzel, jeweils zwei bei den Männern und bei den Frauen, hatten Heisen & Co. das Ticket in die Vorschlussrunde rasch in der Tasche. Doppel waren nicht mehr notwendig. Die Oldenburgerin ließ dabei ihrer italienischen Konkurrentin Flavia Fida beim 6:0, 6:0 nicht den Hauch einer Chance.

Ein ganz dicker Brocken wartete dann im Halbfinale auf die deutsche Mannschaft: Immerhin war die Auswahl aus Großbritannien als Titelverteidiger angereist. Nach vier engen Einzeln, Heisen verlor ihr Match mit 1:2, stand es 3:1 für den Weltmeister von der Insel. Im Doppel der Männer fiel aber die Entscheidung zugunsten der Briten, die wie 2017 ins Endspiel gegen die USA einzogen, dem Team aus den Vereinigten Staaten aber diesmal deutlich mit 1:4 unterlagen.

Deutschland traf im Spiel um Platz drei auf die Iren, die mit dem Einzug ins Halbfinale bereits ihren größten Erfolg in diesem Turnier eingefahren hatten. Wie im Viertelfinale gegen Italien ließ die deutsche Auswahl nichts anbrennen und setzte sich souverän mit 4:0 durch. Heisen durfte sich nicht nur über zwei Siege in drei Spielen, sondern auch über eine Bronzemedaille bei ihrem ersten Auftritt im Nationaltrikot freuen.

„Mich hat es super stolz gemacht, dass ich mein Land vertreten durfte und wir dann auch noch eine Medaille geholt haben“, sagt die 24-Jährige, für die es bereits am kommenden Freitag in die USA geht. In Florida bereitet sie sich mit Kveta Peschke auf die neue Saison vor, die für Heisen voraussichtlich mit einem Turnier in Singapur beginnt.

Mit der ehemaligen Doppel-Weltranglistenersten aus Tschechien, die in ihrer Karriere 2011 mit der Slowenin Katarina Srebotnik im Wimbledon-Finale Sabine Lisicki und die Australierin Samantha Stosur bezwang, hat die Oldenburgerin 2017 in der 1. Bundesliga beim TC BW Berlin zusammengespielt. Vom Training mit der 43-Jährigen, die in diesem Jahr im Tennis-Mekka in London mit der US-Spielerin Nicole Melichar erneut das Doppel-Finale erreichte, aber ihren Landsfrauen Barbora Krejčikova und Katerina Siniakova unterlag, kann die Oldenburgerin sicher enorm profitieren.

Jan-Karsten zur Brügge
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2034

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