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Die Highlights der NWZ-Sportlergala im Video

17.04.2018

Oldenburg Ein Herrscher der Luft unter den Basketball-Körben des Landes, eine eindrucksvolle Turnerin auf dem Trampolin, ein kleiner Albatross im Wasser, ein Multitalent der Leichtathletik und fünf Akrobatinnen mit dem Hang zum Spektakulären: Bei der NWZ-Wahl der Sportler des Jahres 2017 haben die Überflieger des Oldenburger Sports abgeräumt. Es war der Abend derer, für die Höhenflüge längst zum Alltag gehören.

Bei der 27. Auflage der Sportlerwahl, die NWZund Stadtsportbund gemeinsam mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) veranstalten, sorgten die NWZ-Leserinnen und -Leser mit ihren Tausenden Kreuzen wieder für spannende Ergebnisse – und einen neuen Rekord. 8984 Stimmzettel gaben sie während der vergangenen Monate ab, ganze 44 920 Kreuze wurden dabei gesetzt. Das gab es bisher noch nie, wie NWZ-Sportchef Hauke Richters und Ulrich Schönborn (Mitglied der NWZ-Chefredaktion) zu Beginn der Gala am Montagabend nicht ohne Stolz verkündeten. Moderiert wurde die Ehrung bereits zum fünften Mal von TV-Moderatorin Okka Gundel, die auf der Bühne des Theater Laboratoriums mit launigen Interviews durch das Programm führte.

Zum ersten Mal alle Rivalinnen übersprungen hat Fenja Feist. Die Trampolinturnerin von GVO bekam 2400 Stimmen und setzte sich damit relativ deutlich vor Rekordsiegerin Ruth Spelmeyer und Handball-Nationalspielerin Angie Geschke (beide VfL) durch. „Ich kann das gar nicht glauben, das ist schon ganz schön cool“, sagte die 21-Jährige, die schon seit 13 Jahren auf dem Trampolin turnt und 2017 unter anderem beim Deutschen Turnfest in Berlin („Tolle Atmosphäre“) einen ersten Platz belegte.

Nach 2008 und 2011 zum dritten Mal überflügelte Rickey Paulding von den EWE Baskets die Konkurrenz. Ganz so knapp wie bei seinem legendären „Buzzerbeater“ bei der spektakulären Aufholjagd im Playoff-Halbfinale gegen Ulm (nach 27-Punkte-Rückstand) machte es der 35-Jährige nicht, dennoch holte er den engsten aller Erfolge. 2629 waren nur 123 Stimmen mehr als bei Schwimmer Piet Schlörmann. „Ich danke vor allem meinen Teamkollegen“, sagte der US-Amerikaner gewohnt zurückhaltend. „Ich bin jetzt schon so lange in Oldenburg. Ich glaube, die Fans mögen mich ein bisschen“, erzählte Paulding, der die Baskets mit herausragenden Leistungen zur deutschen Vizemeisterschaft geführt hatte und mit dem dritten Titel bei der NWZ-Wahl weiter an seiner speziellen Erfolgsgeschichte in „Pauldingburg“ schreibt.

Überreicht wurden die Pokale und Urkunden durch den Ehrungspaten Mansur Faqiryar. Der frühere Torwart des VfB Oldenburg, der sich 2013 den Titel Sportler des Jahres gesichert hatte, erzählte dem Publikum im Theater Laboratorium auch von seinem Fußball-Projekt in seiner Heimat Afghanistan.

Zuvor hatte sich Dennis Rhode (OLB, Mitglied der Geschäftsleitung) zur Bedeutung der Veranstaltung geäußert. „Sport hält Generationen und Nationen zusammen, erst recht in unserer Region“, sagte Rhode und versprach, dass die OLB die Wahl auch weiterhin unterstützen wird. Später pflichtete ihm auch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei. „Wir verstehen uns als Sportstadt. Sie als Sportler vertreten die Stadt im ganzen Land oder der ganzen Welt.“

Einer von diesen Athleten ist Erdi-Vahap Ilboga. Der 11-jährige Schwimmer des Polizei SV fliegt am liebsten im Schmetterlingsstil durch das Wasser – und enteilte durch seine Leistungen den Rivalen bei den Nachwuchssportlern. Mit 2748 Stimmen bekam Ilboga, der 2017 Landesjahrgangsmeister über 200, 100 und 50 Meter Delfin sowie über 200 Meter Freistil wurde, die meisten Stimmen aller Kategorien und verwies Mika Drantmann (18/Beachvolleyballer vom OTB) auf Rang zwei. „Ich liebe Delfinschwimmen. Wenn du aus dem Wasser schnellst, sieht das aus, als hättest du Flügel“, sagte der 1,48 Meter große Ilboga, der in Bezug auf Vorbild Michael Phelps und dessen 23 olympische Medaillen schlagfertig meinte: „Das muss ich dann wohl toppen.“

Bei den Nachwuchssportlerinnen jubelte eine, die das Gefühl schon kennt. Leichtathletin Kathrin Walter vom Bürgerfelder TB holte sich nach 2015 zum zweiten Mal den Titel und zog damit auch mit Bruder Hendrik gleich, der als Triathlet ebenfalls zweimal Oldenburgs Nachwuchssportler des Jahres geworden war. „Ich bin schon überrascht, man kann das ja immer schwer einschätzen vorher“, sagte Walter, die früher im Hochsprung zuhause war und sich inzwischen auf den Siebenkampf spezialisiert hat. Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 ließ „Mrs. Vielseitigkeit“ in den Spezialdisziplinen Speerwerfen und Kugelstoßen das Material weit fliegen und landete auf den Plätzen vier und fünf.

In der Königskategorie Mannschaften freuten sich dieses Mal fünf junge Mädchen, die es kennen, hoch hinaus zu fliegen – die Sportakrobatinnen vom OTB. Alina Heinowski (19), Annalena Kunz (18), Anna Hannemann (15), Laura Karczmarzyk (15) und Pia Buttjes (13) gehören allesamt dem Bundeskader an und setzten sich mit 2130 Stimmen knapp vor den C-Jugend-Fußballerinnen des Krusenbuscher SV (2002) durch. Überraschend kamen die EWE Baskets und die VfL-Handballerinnen nur auf die Plätze vier und fünf.

„Unser ganzes Team hat uns unterstützt, und wir sind durch viele Auftritte in Oldenburg mittlerweile bekannt geworden“, so erklärte sich Heinowski den Coup. Sie, Kunz und Hannemann hatten als Trio 2017 bei den World Games sensationell den vierten Platz belegt, wurden deutscher Vizemeister und EM-Fünfter. Karczmarzyk/Buttjes gewannen als Duo bei der EM in Polen sogar die Silbermedaille. Das Quintett zeigte in der vergangenen Woche bei der WM in Belgien im Bundeskader seine artistischen Künste, belegte Plätze unter den besten Zehn und reihte sich am Montagabend frisch „eingeflogen“ aus Antwerpen in die Riege der Überflieger des Oldenburger Sports ein.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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